flc! Dormo, ueriumröete Houptmann 9iid). Lehman», Fus.-Reg. 138 «mS Rrcmffirct a. M , to-t; ä'fui.fcticr Ad, Miiller, Jnf,- »Jcfl. 172 (Neubrcis.rchl, »ttiv Mains, verwundet: Leutnant d, R,
Hinkt, Zägerb. 8 (Schlctlstadlp auö Wetzlar, vermiet: Oberjäger d, 9! 9lnt. Büttner, Zägerb, 8 lSchlettstadtj, auS Aiehasjeuburg, schwer- verwundet: Obcrjäger Carl Dünwald, Jägcrb. 8 (Tchlettstadt), aus Treis a, M„ vermißt.
— Unbildung. Elm recht uwgehöriMS. sogar rohcS Verhalten zeigen öfters einzeln« Leut« ffegen französische Gefangene, die den Gicßcner Bahnhof passieren. Es wurde uns miigctellt, daß vin- fäliigc, ungebildete Btcnfchen gegen die Leute drohende Gebäuden macksen und rohe Redensarten gebrauchen. Ja, sogar ff ran cn haben den Gefangenen hohn-tsche Fratzen geschnitten. Man sollte nicht für möglich htltcn, dag in unsere» Volte noch ein« derartige Unbildunq vorhanden ivär«. Denn auch der Dümmst« must wissen, das; die armen Gefangenen so wenig an dem Kriege schuld sind, wie wir auch. Sie sind darüber so wenig gefragt worden, ivie unsere Soldaten und sie werden ebenso ungern in den Krieg gesogen sein, wie dir ineisten irirsencr Leute, Tarnni soll man die Ilngkücklickren nicht verhöhnen, sondern sic menschlich behandeln, 3®it solchen Rohheiten wird ja unser Volk blamiert. Ein halbwegs gebildeter Mensch wird sich nie zu Derartigem Hinreisen lassen,
— Ende eines antisemitisch-reichsverbändlerlschen Blattes. Die Frankstrrter Warte stellt am 1, September ihr Erscheinen ein, lieber den Lebensganq dieses auch in Oberhessen hier und da verbreiteten Blättchens schreibt unser Frankfurter Parteiblatt:
„Bon Ansang an war das Blatt ein totgeborenes Kind, dem seine Paten bis zum Ende immer neue Namen gaben, um cs lebensfähig zu erhalten: deutschnational, christlich, deutsch-evangelisch, deutsch-unabhängig, national-unabhängig. Und trotz dieser Namensfülle zerrann das Leben dieses Blattes, Wie ein Chamäleon suchte die „Warte" sich Gott und allen Richtungen anzupaffen. Heute positiv, morgen liberal, nial konservativ, mal stark antisemitisch, mal christlich-sozial, nial ging sie mit dem Zentrum, dann trompetete sie Sturm mit dem Evangelischen Bund gegen das Zentrum, Heute lief sie den Methodisten, Baptisten und Advcntisten nach, um nivrgen Brüderschaft mit der Heilsarmee und ähnlichen Leuten zu schließen "
Einer der Redakteure jenes Blättchens, Henrici, vcnirsachtc durch 'eine schäbige Denunziation den Pro-,cs; gegen die Genossin Luxemburg,
— Die Gicßcner Volksschule» sollen am nächsten Donnerstag, '3, September wieder mit dem Unterricht beginnen. Eigentlich wären die Ferien erst in 14 Tagen zu End« gewesen, doch waren die Schulen 14 Tage vor den Ferien wegen des Kriegsausbruchs geschloffen worden,
— Gefangene Franzosen passierten gestern wieder in mehreren sZiigcn den Gicsiener Bahnhof, ES befanden sich auch afrikanische Truppen unter den Gefangenen. — Verwundete kamen gestern auch mehrere Züge durch Giesien, cs wurden aber nur einige schwerere Verletzte in die hiesigen Lazarette gebracht,
s. Wajzenborn-Steinberg, In der Sitzung des Gemeinde- ratS vom 22, August wurde zunächst für den zum Militär einge- zogcncn Beigeordneten Philipp daS GemcinderatSmitglied Gg, Melchior Häuser als Vertreter bestimmt, — Die Vertrüge mit den Gemeinde-Hebammen wurden, soweit sic mit den gesetzlichen Vorschriften in Einklang stehen, in, seitherigen Wortlaut belaffcn, nur einige kleine Aenbcrnngcn wurden vorgenommcn, die durch das Gesetz bedingt sind, — Für die bedürftigen Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer soll eine Unterstützung aus der Gemcindekassc geleistet werden, über die Höhe des dafür bereit zu stellenden Betrages wird in der nächsten Sitzung beschlossen. — Die Koffcn- pflasterungen, für welche die Kosten bereits im Voranschlag eingestellt waren, sollen zurückgcstellt und das Geld zu Unterstützungs- zwecken verwendet werben,
Kreit Wetzlar.
X binc Mahnung an die Landwirte. Vor kurzem veröffentlichte das Friedbcrgcr Bündlerblatt einen Aufruf des Bundes derLandwirte für den Wahlkreis Friedberg. Büdingen, in dem es u. a. heißt:
„Die Kriegscrcigniffc haben schwer in unser Wirtschaftsleben 'kingegrisfcn. Am meisten haben zu leiden die Arbeiter und die Gewerbetreibenden! Zwar sind die Landwirte in Scharen zu den Fahnen geeilt und niusstcn ihre Wirtschaft im Stiche lasten: aber sie teilen dieses Schicksal mit Millionen von Angehörigen aller anderen Bcrufsstände, Der Betrieb des Landwirts geht auch in diesen schwere» Zeiten weiter: der Absatz seiner Erzeugniffc geht qlatt von statten, und die Preise sind auskömmlich.
Viel schlimmer ergeht cs in dieser Beziehung dem Arbeiter, Vielfach muhte er seine Angehörigen in Not und Elend zurücklaffcn, lediglich angewiesen auf die nicht allzu reichlichen Ilntcrstützungcn, die ihm vom Staat und der Gemeinde zusllcstcn. Aber auch den hier gebliebenen Arbeitern ergeht cs nicht bester. Viele Fabriken und Betriebe stehen still, und der Arbeiter steht häufig ohne jeden Verdienst, Landwirte, da m ii st t ihr zu helfen bereit sein! Der deutsche Arbeiter hat das Vertrauen, das man in ihn gesetzt hat, glanzend gerechtfertigt. Die Hoffnung unserer Feinde ist zerschellt, denn der deutsche Arbeiter hat sich an Vaterlandsliebe von niemanden übcrtrefscn lasten.
Halten wir darum Treue um Treue, seien wir in schwerer Zeit ein einig Volk von Brüdern, Der deutsche Arbeiter, will kein Almosen, er will Arbeit! Dem Landwirt fehlen vielfach Arbeitskräfte, Es must eine Ehrenpflicht sein, unseren Arbeitern Arbeitsgelegenheit zu geben, Sic stebe» zur Hilfe bereit, also macht Gebrauch davon! Es ist aber auch eine verdammte Pflicht und Schuldigkeit. das; der ortsübliche Taqcloh» cingchalten wird. Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert! Diesen Satz habe» wir schon oft für uns in Anspruch nehmen müssen: seid gerecht und gebt auch dem Arbeiter seinen gebührenden Lohn. Sollte cS Vorkommen, bah sich einzelne finden, die das Angebot von Arbeitskräften benutzen, »m den Lohn zu drücken oder gar nur für die Kost arbeiten lasten wollen, dann gehört cs sich, das; ihre Namen vcrofscni licht und gcwistermastcn an den Pranger gestellt werden,"
Diese ganz berechtigten Mahnungen dürften auch Guts- besitzcr und -Pächter im Wetzlarcr Kreise beachten.
Telegramme.
Ein neuer großer Erfolg!
Das stärkste französische Sperrfort zufammengefchosien!
W. B. Wnnowill'er, das stärkste Sperrsort der Aranzosen, ist in nuferem I»esth.
Aas eroöerte Aort sperrt die Bahnlinie Straßvnrg-Avriconrt-H'aris und den Zugang »ach Luneville von Wen. Auch die Misse der nördlichsten Bogefc», namentlich die Gegend des Aonon, liegen in seinem weiteren Bereich. Gs ist das Veste, modernste Aort, das zum Schuhe des französischen gleiches gebaut wurde. An kaum fünf Tagen ist es den gewaltigen Geschosten des 42 Zentimeter-Geschühes erlegen! Wie wird es den anderen franzö'stschen Aorts und Aestungen ergehen ?!
Siegreiches Vordringen der Oesterreicher!
Aus Wie» wird der Franks. Ztg. telegraphiert: Seit dem 26. August haben sich zwischen den österreichisch- ungarischen und russischen Truppen Kämpfe entwickelt, die augenblicklich in dem ganzen Raume zwischen der Weichsel und dem Tnicstr stattsindcn. Unser linker Flügel ist in der O s f c » s i v c begriffen und dringt siegreich vor. ___
Bekanntmachung.
Ter Unterricht an den hiesigen Volksschulen beginnt wieder laut Beschluß des Schulvorstandes am Donnerstag den 3. September. Die Eltern der Schulkinder werden auf- gcsordcrt, für ordnungsmäßigen Schulbesuch ihrer Kinder z» sorgen.
Gießen, den 27. August 1314.
Der Schulvorstand.
Keller.
Bekanntmachung
Mit der Auszahlung der Vergütung für geleistete Einquartierung soll in den nächsten Tagen begonnen werden und zwar zunächst für die in der Altstadt untergebracht gewesenen Truppen. Diesbezügliche Anträge sind vom nächsten Montag ab in den Gcschäftsstunden von 8—12 Uhr und von 2—6 Uhr im Stadthaus, Seitengebäude, zu stellen.
Ta die Ouartierbillcts nicht für die einzelnen Quartier- träger ausgestellt werden konnten, vielmehr für das ganze Haus ausgestcltt werden muhten, ist cs notwendig, dah der Besitzer des betreffende» Quarticrbillcts genaue Angaben darüber macht, wie die Einquartierung auf die Mieter des Hauses im einzelnen in Wirklichkeit verteilt war. Das möglichst gleichzeitige Erscheinen aller Quartierträger eines Hauses würde die Abrechnung erleichtern.
Tie Auszahlung der' Einquartierungsgeldcr für die in den übrigen Stadtteilen „ntcrgcbrachten Truppenteile erfolgt in der nächsten Woche.
Gießen, den 28. August 1914.
Der Oberbürgermeister:
Keller.
Vereinskalender.
Samstag, 29, A u g u st,
Gleiberg, Freie T u r „ e r s ch a f t, Abends lest Uhr Mit- gljeder-Berfam»,lmna im Vereinslokal,_ _
Verantwortlicher Redakteur: F, Vetters, Gießen.
Verlaa von Krumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H.. Offcnbach a, M.
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