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Nr. 195
Gießen, DicMal; den 25. August 1914
9. Jahrgang
Menschlich auch im Kriege!
Furchtbare Worte vernimnit man. Die deutsche Rcichsrcgie- ruug erhebt gegen die Staaten, mit denen das Reich im Kriege steht, die Beschuldigung, das, gegen deutsche Soldaten fürchterliche Grausamkeiten begangen worden sind, das; sie von der belgischen und französischen Bevölkerung aus dem Hinterhalt beschossen wurden, daß der Krieg der Soldaten in einen blutigen und grausamen Volkskrieg ausartc. Und sie kündigt in schrecklich-ernsten Worten Vergeltung an, sie werde furchtbare Rache nehmen, und wenn der Krieg von nun an einen grausamen Charakter annehmen werde, so werden cs die Gegner zu verantworten haben, die mit diesen wilden Uebcrfällen begonnen haben. Eine ähnliche Warnung hat die deutsche Regierung auch an Rußland gelangen lassen, dessen Kosakenscharcn die deutschen Grenzortc in Brand stecken und die Bevölkerung regelrecht ausplllndern. Daß die russischen Räuber- hordcn derart Hausen, ist eigentlich nicht überraschend: dieses
Brennen und Plündern ist mit der GcisteSrichtung dcS Zarismus ja auss innigste verwandt, stammt geradezu aus der Despotcn- politik, innerhalb deren die Pogroms aller Arte» den natiirlichen Mittelpunkt stets gebildet haben. Aber was wir in diesen Tagen von Frankreich und Belgien vernommen haben, die greuliche Behandlung, die die Fremden dort erfuhren, die Ausbrüche wilden Hasses, mit denen die einrückcnden Deutschen bedacht wurden, das ist, auch wenn ein Teil der Schilderungen nur aus Stimmungsmache berechnet wäre, doch so schrecklich, so traurig, so über alle Maßen nicdcrdrllckend. daß derjenige, der die Uebcrzcugung von der Solidarität der menschlichen Gesittung niemals aufgcben wird, nach einer Erklärung suchen muß, die uns sagt, wie all dieses Traurige zu begreifen ist.
Was kämpfenden deutschen Soldaten von belgischen Bürgern widerfuhr, das erinnert, wenn nicht an Vorgänge auf dem Balkan, so an Schrcckcntatcn, die der elementar hervorbrcchcnde Zorn deutscher Volksgenossen 1813. wenigstens da und dort, den französischen Nntcrdrückcrn zusllgte. Tie Erinnerung an Deutschlands große Zeit vor hundert Fahren kann uns die Schauervorgänge ein wenig verständlich machen. Damals forderte Ernst Moritz Arndt, der deutsche Mann, aus:
Wo der Feind ein- und andringt, da sammeln sich die Männer, sallcn aus ihn, umrennen ihn, schneiden ihn ab, überfallen seine Zufuhren »nd Rekruten, erschlagen seine Kuriere, Boten und Kundschafter: sic sind dem Feinde ei» furchtbares Heer, weit furchtbarer als ordentliche Soldaten, weil sic allenthalben und nirgends sind. Der Landsturm gebraucht alles, was Waffe» heißt . . . auch sind ihm alle Kriegskünste, Listen und Hinterlisten erlaubt, wodurch er mit der mindesten Gefahr den Feind vertilgen kann, lind ein Plan von Clausewitz hatte die völlige Verödung der Landstriche, durch die der Feind zog, vorgesehen, die Vernichtung aller Lebensmittel, Verschüttung der Brunnen usw. So wüteten treffliche und nicnschcnfreundliche Männer, weil die Wiedererrin- gnng der selbständigen nationalen Eristcnz ihnen auch das verzweifeltste Mittel recht erscheinen ließ. Und wohl nicht anders müssen die Barbareien der Belgier betrachtet werden. Gewiß: deutsche Truppe» von heute sind keine durch jahrzehntelangen Eroberungskrieg verrohte Soldaten Napoleons. Aber der Einbildung der Belgier erscheinen sie als der fürchterlichste Schrecken und ein Paroxysmus der Wut läßt sie zu jenen Scheußlichkeiten greisen, -per Krieg entfesselt wilde Triebe, und da dessen Endzweck immer die völlige Vernichtung des Feindes ist, so kann er leicht zu einer Wildheit sich steigern, in der alles untergcht, was an Menschlichkeit. Güte und Lebcnsachtung in der Natur des Menschen liegt. Alles, was zwischen den Staaten als Völkerrecht vereinbart war und was einen Damm dafür bilden sollte, daß auch der Krieg menschlich bleibe und in Barbarei nicht entarte, zerreißt wie Spinnweben, da der Blutransch entfesselt wird und widerstandslos waltet.
Dennoch wünschen und hassen war, daß bas Wort von dein „grausamen Krieg" nur eine Warnung sein soll, aber nicht zur Wahrheit werden wird. Mit einem gewissen Recht kann die deutsche Nation und auch Ocstcrrcich-llngarn kann es sagen, daß sie nicht Krieg führen gegen die Völker, mit deren Staaten sic sich im Kriegszustände befinden, daß ihr Krieg vielmehr nur den Regierungen gilt, die ihnen durch eine tückische Koalition das unabhängige und selbständige Leben unmöglich machen wollen. Mit Ausnahme _ von ein paar wütigen Nationalisten hat kein Mcnlch in Deutschland den Franzose» auch nur einen Fuß breit ihres Gebietes wcgnchmen wollen. Niemand hat selbst das Reich des russischen Zaren antastcn wollen. Auch Oesterreich-Ungarn hat den Serben die Sclbständigleit im eigenen Staate nicht bestritten: das Verhältnis liegt wohl eher umgekehrt. Deshalb können wir auch über den Krieg hinausblickc» und an jene reinere und holdere Zukunft denken, in der sich die Völker, geleit gegen die Listen und Ranke der Bcutcpolitiker. in menschlicher Solidarität wieder finden werden und der Abgrund sich schließen wird, der sich nun zwischen in , unermeßlicher Tiefe aufgcrisscn hat. Deshalb 2.. m müssen wir des Unterschiedes zwischen der Politik
e f> ,e 'rungen unserer Feinde und der Stimmungen und Aus
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Jii.alü? der Völker eingedenk bleiben: den Krieg jo sühren, daß
> bleibt. Nur in g c - haben wir diese Kriege
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r - -s. der Unmcnschlichkcit uns ferne cT Notwehr, verkündete man, hal mend Gerechtigkeit sollte deshalb, aller kriegerischen Rot?
i„- «iviJI' r, ""geachtet, auch immer der Leitstern des Handelns «»WH rmi 1 ™ 6 '"- Tic furchtbare Gewalt des Weltkrieges, dies-S „Ti® Veben. das uns wie ei» Fatum erfaßt, soll in kein vor dessen Entsetzen der Mensch seine Augen ' ’S Erschließen muß. Die hö-bste Tapferkeit schließe unmenschliche Greuel aus. (Wiener Arbeiter-Zeitung.)
Englische Stimmen gegen den Krieg.
_ .?3oituai,g wird aus London geschrieben:
« tu “'S ^ Mmrsters des Jmvern John Bu-rns. Mi'tgli-cd der Arbept-erp<rr't«l» erregt fortgesetzt die öspentliche Mevmwg oufS
Der Krieg.
stärkste. John Burns erklärt in der Presse, er sei für die Neutra-Inä: Englands gewesen-, das die schwere soziale Krisis nicht durch einen Kriegsrunimel zu betäuben versuchen solle. Das Risiko Englands in diese«, Kanipfe sei zu groß. Er ivissc sich «inö mit der großen Organisation der Bergarbeiter und anderen Verbänden, und es gehe nicht an, zu sagen, die öffentliche Mcinn-ng Englands sei ungeteilt für den Krieg".
Italien bleibt neutral.
Eine beruhigende Erklärung des italienischen Ministerpräsidenten.
Vs'. B. Die Tribuna schreibt: Ministerpräsident Salandra empfing eine Vertretung der sozialistischen Gruppe des Parlaments, die um die Entscheidung der Regierung bezüglich der Znsammenbcrufting des Parlaments ersuchte. Salandra antwortete, nach Ansicht der Regierung sei bisher keine Tatsache eingctrctc», die die Zusnmmenbcriifung notwendig mache. Die Regierung sei fest entschlossen, die Politik der Neutralität weiter zu verfolgen, die aus Gründen angenommen worden sei, die aller Welt bekannt seien.
Die Vertreter der Gruppe bestanden auf ihrem Ersuchen, indem sie hcrvorhobcn, die Zusammcnbcrufung des Parlaments werde den Vorteil haben, gegenüber der öffentlichen Meinung ausklärend zu wirken und das Verhalten der Regierung sicherer zu machen gegen Strömungen, die eventuell bcrsuchen könnten, sic zu einer Acndcrung der Politik zu veranlassen. Die Vertreter spielten dabei auf die Möglichkeit einer Mobilisierung an.
Salandra antwortete, nichts berechtige zu einer solchen Annahme. Er erklärte alle Gerüchte von einer Mobilisierung für unbegründet.
Bulgarien gegen Rußland.
Das Blatt D n e w n i k veröffentlicht Erklärungen eines hervorragenden bulgarischen Staatsmannes. Dieser verurteilt die Aeußerungen russcnfrenndlicher Blätter, daß der bulgarische Soldat nicht gegen Rußland kämpfen würde, als eine unpatriotische, vollständig unwahre Behauptung, denn jeder Bulgare würde zur Verteidigung des Vaterlandes auch auf den eigenen Bruder schießen: folglich auch auf Russen, wenn sie in Bulgarien cinficlcn. Hierzu sagt die Kambana, der bulgarische Soldat habe jederzeit seine Waffen erhoben gegen jeden Einbruch in sein Vaterland; auch heute gehe, wenn Rußland Bulgarien zwingen wollte, Serbien zu helfen, die Verteidigung des Vaterlandes allem anderen vor.
Das Organ der S o z i a l i st c n und Syndikalisten sagt, der bulgarische Soldat werde mit allen Kräften die Unabhängigkeit Bulgariens gegen frcnide Ucbcrgriffe verteidigen und keinen Augenblick zögern, gegen das despotische Rußland zu marschieren.
Tie französische Niederlage in Pariser Beleuchtung.
Ucbcr die Schlappen der Franzosen zwischen Metz und Lothringen wird amtlich aus Paris gemeldet:
Die französischen Truppen in Lothringen zogen sich vor ansehnlichen feindlichen Strcitkräftm zurück. Längeres Standhalten wäre gefährlich gewesen. Augenblicklich wird der linke Flügel der Franzosen bei den vorgeschobenen Be- scstigungcn von Nancy in Stellung gebracht und der rechte Flügel nimmt eine Stellung auf dem Tonon ein.
Englische Nachrichten über Belgien.
Das Reuter-Bureau meldet aus Gent: Ein Husaren- und ein Ulanenregimcnt von der deutschen Armee kamen anl 20. August früh vor den Toren Brüssels an. Der Bürgermeister ging hinaus zu ihnen, um mit ihnen eine B c - s p r e ch u n g zu führen. Nachmittags langten deutsche Offiziere in Automobilen an und fuhren zuin Rathaus. Die Tclcgraphcnstationen wurden geschlossen. Zahlreiche Flüchtlinge sind in Gent und Ostende eingetroffen.
Ob die Engländer jetzt merken, toas los ist?
Kriegsbeute i» Belgien.
Aus zuverlässiger Quelle hört der Korrespondent des Berliner Lokalanzeigcrs, daß in Lüttich u. a. zwei große Getdfchränke erbeutet wurden, die den Lütticher Kricgsschatz von 5V~ Millionen Francs enthielten. Weiter erfahre ich, daß in Dolhain im Souterrain einer Gastwirtschaft ei» großes Benzin- und Automobilulen- silicndcpot von unseren Truppen gesunden wurde. Niemand zweifelt daran, daß es für die Franzosen bestimmt war, die natürlich kurz vor der deutschen Grenze alle Veranlassung gehabt hätten, sich mit Benzin zu versehen. ES ist anders gekommen. Ncbrigens kann der Gastwirt selbst keine Auskunft mehr geben, da er zu den von den deutschen Truppen erschossenen Zivilpersonen gehört.
Russische Schiffe aus Mine« gestoßen.
Nach einer Meidling des Konstantinopelcr jungtürkischen Organs Tassir-i-Efkiar ist ein russischer Transtzortdampfer
i mit Munition und 4000 Soldaten an Bord auf eine Mine 1 gestoßen und untergcgangen. Die meisten Soldaten sind er- trunken. — Es wird nicht angegeben, in welchem Gewässer c dieser Schiffsuntcrgang erfolgte; vielleicht im Schwarzen, r Meer.
Aus Rußland eingctroffcnc Reisende deutscher Nationalität berichten dem Berliner Tageblatt, daß die beiden russischen Kreuzer „Pctropawlowsk" und „Rjurik" am 8. und 9. August vor Reval auf russische Minen gelaufen seien. Während der [ „Njurik" sofort sank, sei dem anderen Kreuzer ein großes Leck
- gerissen worden: doch habe sich das Kriegsschiff noch über Wasser halten können und liege gegenwärtig mit dem vorderen Teil unter Wasser.
Die belgischen Sozialisten und der Krieg.
In unserem norwegischen Parteiblatt Svcialdemokraten vom
- 13. August finden wir die folgende Mitteilung: Am 3. August, da , Deutschlands Angriff erwartet wurde, versammelte sich der Zentralausschuß der belgischen Arbeiterpartei im Brüsseler Volkshause.
- Nach unserem Brüsseler Parteiblatt Le Peuplc wurde sofort die Veröffcutlichttug des nachfolgenden — von Vaudcrvelde, Brouckere
, und Wautcrs entworfenen — Manifestes beschlossen:
An das Volk in Belgien!
Der europäische Krieg ist erklärt. In einigen Tagen, vielleicht schon in einigen Stunden, werden Millionen Menschen, die in Frieden zu leben wünschen, gegen ihren Wunsch, in das fürchterlichste Morden hineingezwungen sein, durch Verträge, die sic nicht gut gekannt haben und gegen einen Willen, der nicht der ihre ist. Die Sozialdemokratie ist für dieses Unglück nicht verantwortlich. Sie hat nicht einen Augenblick unterlassen, die Völker zu warnen, den RUstungswahnfinn zu hemmen und zu verhindern, daß ganz Europa von dieser Kala» strophe getroffen wird.
Aber heute ist das Unglück eine Tatsache geworden, und angesichts der schicksalsschweren Ereignisse beherrscht uns nur ein Gedanke: so rasch wie möglich alle unsere Kraft einzusetzcn, um dem Angriff auf unser Territorium Schranken zu setzen. Wir wollen dies um so heißeren Herzens tun, da wir durch die Verteidigung unseres Territoriums, unserer Neutralität »nd sogar der Eristcnz unseres Landes gegen die militaristische Gewalt zugleich der Demokratie und der Sache der Freiheit in Europa dienen.
Unsere Genossen, die unter die Fahnen gerufen werden, werden zeigen, wie die sozialistischen Arbeiter in der Stunde der Gefahr handeln. Aber unter welche Verhältnisse immer sie kommen mögen, so bitten wir sie, selbst inmitten all der bevorstehenden Schrecknisse niemals zu vergessen, daß sic der Internationale der Arbeiter angchören und soweit dies mit der legitimen Sclbst- ocrieidigung und Landesverteidigung irgendwie vereinbar ist — aus allen Kräfte» Brüderlichkeit und Güte zu zeigen.
Der Gcneralrat der belgischen Arbciicrpartes.
Deutsche Verlustliste.
Eine Zusammenstellung der bisher erschienenen fünf Verlustlisten gibt folgendes Bild:.
Tote:
1. Verlustliste 1 Offizier, 28 Mann: 2. Verlustliste 25 Lssizicr«, 21 Mann: 3. Verlustliste 6 Offiziere, 114 Mann; 4. Verlustliste 8 Offiziere, 32 Man»: 5. Verlustliste 1 Offizier, 10 Mann; zusammen 39 Offiziere, 268 Alan».
Verwundete:
1. Verlustliste 2 Offiziers, 27 Mann: 2. Verlustliste 41 Mann: 3. Verlustliste 16 Offiziere, 308 Mann: 4. Verlustliste 7 Offiziere, 07 Mann: 5. Verlustliste 11 Mann, 147 Mann: zusammen 36 Ossi, ziere, 623 Mann.
Vermißt und Gesänge»:
1. Verlustliste 7 Mann: 2. Verlustliste 2 Ossiziere, 11 Mann: 3. Verlustliste 135 Mann: 4. Verlustliste 97 Mann: 5. Verlustliste 1 Offizier, 66 Mann: zusammen 3 Offiziere, 316 Mann.
Der Gcsamtoerlust, den die fünf Verlustlisten verzeichnen, beziffern sich demnach aus 1305 Mann, nämlich auf 307 Tote, 659 Vcr, wundetc und 319 Vermißte.
Areiwilligenkorps gegen Russland.
Ter Nieuwe Rottcrdamsche Courant meldet nack» der Gazeta Wieczowna: „Die Bauern der Umgegend von Czen» stochau bilden Frciwilligcnkorps, um gegen Rußland zu kämpfen. Auf diese Weise verlieren die großen Ziffern de? russischen Heeres, auf die Rußland so stolz ist, an Bedeutung, da Bcvölkerungskcile des russischen Gebietes sich gegen Rußland wenden."
Proklamation an die Bevölkerung der eroberte»
Gebiete.
Ter Aufruf, den die Truppcnkvmmandeure an die Bevölkerung in Feindesland ergehen taffen, hat nach der Norddeutschen Allgc. meinen Zeitung in deutscher Uebcrsctzung folgenden Wortlaut:
„Bürger! Ein Truppcukorps der deutsche» Armee unter meiner Führung hat Ihre Stadt besetzt. Da der Krieg nur zwischen den Heeren geführt wird, garantiere ich in aller Forni Leben »nd Privateigentum aller Einwohner unter folgenden Bedingungen:
1. Die Einwohner enthalten sich streng jeder feindlichen Handlung gegen die deutschen Truppen.
2. Tic Lebensmittel und Fourage für unsere Leute und Pferde sind von den Einwohnern zu liefern. Jede Lieferung wird sofort in barer Münze bezahlt, oder cs wird eine Quittung ausgestellt, deren Begleichung »ach beendigtem Krieg garantiert wird.
3. Die Einwohner haben unsere Soldaten und Pferde aufs beste unterzubringen und die Häuser während der Nacht zu beleuchten.


