Ausgabe 
24.8.1914
 
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tcr als Shicge-gefaiweitcr lihantelt fei» wollt«, Len flriften Nach­weis verlangte,' «das, er zur Fahne eittfcentfeit und in die Listen eines durch di« französisch: Otcgiirauig militärisch eingerichteten Korps eingetragen ist".

In den Kriegen nach 1870 hat man ledach für di« Anerkennung irregulärer Truppen nicht mehr Las entscheidend« Geivicht ans die Autorisation des Staates gelegt: man wollte dadurch di« Ge sahnen und beiden des Krieges vermindern, verlangt aber wenigstens, daß dies« unregelmäßig«» Kämpferan der Spitz« ein« Persönlichkeit haben, di« sur das Verhalten ihrer Untergebenen der eignen Re­gierung verantwortlich ist". Der Grobe Generalftab steht aus dam Standpunkt, daß organisierte Truppenabteilungen anerkannt wer­den sollen, auch wenn sie keine staatliche Autorisation haben: einzeln austretende Fernd« müssen aber, wenn sie nicht als Verbrecher be­handelt werden ivollen, dt« Zugehörigkeit zu einem organisierten Verband Nachweisen.

Noch wichtiger aber als die Organisation der Irregulären ist ihre äußere Erkennbarkeit als Kämpfer. Unregelmäßig« Truppen müssen mit deutlich sichtbaren, aus weite Entfernungen er­kennbaren Abzeichen versehen sein, um den aktiven Soldaten gegen heimtückisch? Tötung und gegen eine verwerfliche Kriegosllhrung zu schützen. Außerdem dürfen die Irregulären nicht ans dem Hinter­halt schießen, sondern sie müssendi« Wessen o s s e n führe n", und äse Haager Bestimmungen sichen diesen Forderungen noch hinzu, eaf, sie bei ihrer Kriegführung di« Kriegsgesetze und -gebrauche beobachten müssen".

Liras;c»,ka,npf ums trockene Brot.

Tie Not des arbeitenden Volkes, namentlich in den Großstädten, steigt schon zusehends. Vor allem in den Kreisen der Arbeiter, die zu Tausenden und Abertausenden durch Stillegung von Werkstätten und Fabriken zu langer Arbcits- und Verdienstlosigkeit verurteilt werden, und die nicht, wie die Faniilien der Kriegsteilnehmer, so etwas wie ein Anrecht auf öffentliche Hilfe haben.

Aus H a l l e a. S. wird uns gemeldet, daß sich dort am Mittwoch auf offener Straße fürchterliche Szenen abspielten, als ein Kaufmann die von ihm öffentlich angekiindigte Gratisabgabc von einigen hundert Broten an bedürftige Sente zur Ausführung brachte. Tie Straße, in der das Geschäft liegt, war schon lange vor dem Beginn des Wohltätigkeitsaktes init Frauen und Kindern dicht an- gefüllt, deren Zahl mit 15 0 0 nicht zu hoch geschätzt ist. Stundenlang standen die Armen in der Hoffnung, ein paar Pfund Brot kostenlos bekommen zu können! Der größte Teil von ihnen bekam indessen nichts, höchstens bekam er di? Fäuste von Schutzleuten zu spüren, die in beträchtlicher Zahl aufgeboten worden waren, um das von den Hungrigen geradezugestürmte" Lokal des Wohltäters zu schützen.

Solches Massenelend, das sich ditrch die Lahmlegung der Industrie zu entwickeln beginnt, schreit geradezu nach der öffentlichen Arbeitslosenfürsorge!

Attskaitf des Ertttcertrags.

Im Westen des Reiches mehren sich die Anzeigen in den bürger­lichen Zeitungen, wonach Angebote von größeren Posten Getreide, Kartoffeln, Obst usw. erbeten werden. Es handelt sich da um Auf­käufe zum Zwecke der Spekulation, die, wenn sie gelinge», natürlich die Preissteigerung verstärkt.

Die westfälische Zeiitralgenvssei,schuft ersucht alle Landwirte, ihren Getreidevorrat zunächst ihr zu osserieren. Sie bezahle die höchste» Tagespreise.

Alle Ankündigungen denken daraus hin, daß die Preissteige­rung bereits stark eingesetzt hat Es ist höchste Zeit für die Durch­führung gesetzlicher Maßnahmen zur Ausschaltung des B r o t - wnchers. In de» Genieinden zeigen sich für eine Organisation des Lebensmittelvertriebes nur schwache Ansätze. Das Reich muß eingreisen, wenn böse Folgen verhütet werden sollen.

Lan-Wirtschaftlichc Gratisarblit.

Die vielfach verfehlt durchgeführte Organisation der Ver­mittlung landwirtschaftlicher Arbeiter (Schüler und Wohl- badender ,,Gratis"arbeiter) hat auch in Westfalen und Hannover dahin geführt, daß viele Landwirte unverschämt werden. An manchen Stellen wird nnterstühnngsbedürftigen Arbeitern als Entgelt nur die Kost geboten. Jetzt wenden sich auch die Behörden dagegen, so der Landrat in Einbeck und die Behörden in Münster. Tie Klage der Arbeiter dringt auch in die Spalten bürgerlicher Zeitungen. Es ist bezeichnend, daß so etwas bei den großenVerdiensten", die die Landwirte setzt cinstreichen können, vorkonimt.

Ausgehobenes Zeitungsversand-Verbot.

Das vor einiger Zeit vom Generalkommando des 9. Armee­korps gegen unser Parteiorgan Bremer Bürgerzeitnng ergangene Verbot der Postversendnna ist am Dienstag, den 18. August, auf

Asraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 41

Ich liebe sie wie eine Freundin, wie eine Schwester," erwiderte der Junker.Glaube mir doch, Björnarne, daß nteine Zuneigung zu diesem armen Mädchen die reinsten und besten Beweggründe hat."

Björnarne schüttelte den Kopf.Tann verstehst d» das nicht, was ich dir sagen wollte," murmelte er.Aber wenn du sie nicht liebst mit einer Kraft, die nichts achtet, was auch Menschen tun inögen, waritni ziehst du sie an deine Brust, warum legst du deine Arme um ihren Leib, warum küßt du ihre Lippen, und sie trinkt deine Blicke das ist nicht recht getan! Und warum, Johann, sage mir das, warum duldet sie es von dir und ich ich darf sie nicht berühren!"

In diesem Augenblick wurde Marstrand zur Gewißheit, ivas er bisher nur geahnt hatte. Er faßte den Arm seine? Freundes und sagte bewegt:Tu liebst sie, Björnarnc! Reiß diese Liebe aus mit allen Wurzeln!"

Sage, ich soll den Kilpis auf meine Schulter nehmen imd ihn ins Meer stürzen: söge, ich soll die Tanne hier mit ihren Wurzeln ausrcißen, die in Felsenadern sich festge- klammert hat," antwortete Björnarne heftig.Sprich nicht z» mir, ich weiß alles, was du sagen kannst. Mein Vater würde mich eher von einem Hai verzehrt sehen, che er Gula meinen Ringe ansteckte: die mir die Nächsten sind, würden mich anspeien, meine liebsten Freunde mich von sich stoßen, wie einen, den die Pest ergriffen hat, und der ärmste Knecht würde seine Tür vor mir znschlagen. Tu siehst, ich weiß alles, und dennoch", er legte die Hände über seine Stirn und murmelte, was er weiter sprach, unverständlich in sich hinein.

Sie schwiegen beide. Endlich sagte Marstrand tWeiß Gula von deiner Zuneigung für sie?"

eingelegte Beschwerde hin vom selbe» Gencralkoniniando wieder

aufgehoben worden.

ttnsevc frarrzösifchcil Partcigeiiosset» und der Krieg.

Ter Basler Vorwärts schreibt:

Endlich sind wir in der Lage, wenigstens einige Mit- tcilungen über die Haltung der französischen Parteigenossen beim Kriegsausbruch zu mache». Wie die deutschen Sozial­demokraten sich einmütig bereit erklärt haben, zur Verteidi­gung ihres Vaterlandes gegen Rußland zu den Waffen zu greifen, so stellen sich auch die französischen Sozialisten ans den Standpunkt, daß cs ihre nationale und kulturelle Pflicht sei, ihr Vaterland gegen einen Angriff Tentschlands zu schützen. Und die leitenden sozialistischen Führer beider Länder rechtfertigen ihre Zustimmung zum Krieg mit der Er­klärung. daß ihr Land angegriffen worden sei. Be­merkenswert ist in dieser Hinsicht die letzte große Vcrsamni- lung der französischen Sozialisten nach der Kriegserklärung und nach der Ermordung von Iaurds. Der Parteisekretär D u b r e n i l h erklärte hier, cs gelte jetzt zur Verteidigung des angegriffenen Frankreich die Waffen zu ergreifen. Freudig, aber ohne Rachegedanken und init dem festen Vorsatz, das Vatcrland anderer zu achten, sei auch die sozialistische Partei dazu bereit. Eduard Vaillant hob hervor, die Partei habe nun die Aufgabe, auch die patriotische Pflicht zu erfüllen und die Republik zu verteidigen. Jean Longuct sagte, das Frankreich der Revolution und der Demokratie, das Frankreich der Enzyklopädie, des Jahres 1793 und des Juni 1818 müsse verteidigt werden. Der Kampf gelte nicht dem deutschen Volke, die Sozialisten nehmen den Kampfruf der Freiwilligen von 1793 auf:Friede mit den Völkern, Krieg dem Könige!" Marcel Sem bat, ein geist­voller Führer der französischen Sozialdemokratie, führte aus, Frankreich kämpfe hier einzig für die französische Kultur und die Dölkerfrcihcit, nicht für die Erfüllung chau- v i n i st i s ch e r R a ch e g e l ü st e. Nicht die Zerstörung deut- scher Kultur sei das Ziel des Krieges, und wenn ein siegreiches Rußland Teutschland zerstückeln und die Kosaken seine be> rühmten Hochschulen zerstören wollten, so werde das Frank­reich nicht zngeben. Das siegreiche Frankreich werde Elsaß- Lothringen die Wahl lassen, sich ihm anzuschließen oder'eine selbständige Regierung zu bilden. '

Tie Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, worin die Regierung ersucht wird, noch in letzter Stunde alles für die Erhaltung des Friedens zu tun: im Falle einer Kriegskatastrophe aber werde die sozialistische Partei entschlossen für die Existenz und Integrität Frank­reichs kämpfen."

Aufruf österreichi chcn Landsturms.

Durch eine gestern erlassene Kundgebung werden alle zn Erntearbeiten verwandte Reserveiniinner, Ersatzreservisten und Lnudsturinmänner sowie mehrere Altersklassen bisher nicht einbernfencr Landsturmpflichtiger, insbesondere dir icitigcn, die bereits gedient haben, für Ende August zu den Waffen berufen.

Ocsterrcichisches Gold gerettet.

Der österreichischen Landesbank in Wien gelang es mit Unler- stühnng des Deutschen Generalstabes, eine Sendung von 19 Mil­lionen Kronen, die an ihre Pariser Filiale ging, unmittelbar vor der französischen Grenze anznhalteii und zurückzudirigieren. Auch andere sehr große österreichische Goldsendnngen nach Paris wur­den rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Der Fkanktircurkrieg in Belgien hat jetzt, wie uns aus Aachen berichtet wird, so gut wie völlig ausgehört. Hinter Lüttich merkt man garnichts niehr davon. Kommen deutsche Soldaten in die Ortschaften, so finden sie die Wohnungen geschlossen und die Läden hcrabgelasscn, und vielfach werden den Soldaten Erfrischungen angeboten. Die Vorkommnisse von Lüttich scheinen abschreckend gewirkt zu haben. Manche der ausgewiesenen Deutschen suchen von Holland wieder nach Belgien hineinzukommen. Das Ver­halten der deutschen Behörden, die nur in wenigen Fällen von ihrem Ausweisungsrecht Gebrauch machten und vor Be­lästigung der Fremden warnten, bat anscheinend auch seine Wirkung auf die Belgier nicht verfehlt.

Frage sie, Mädchen wissen viel," cntgegnete erdoch nein, sie soll cs nicht wissen. Jahrelang habe ich init ihr in dem Hause dort gelebt, habe sie auswachsen sehen: niemand war ihr näher als ich. Ich ging und ich kam ohne Sorgen, jetzt erst, wo es anders ist mit ihr, bin ich selbst anders ge­worden. Sie war wie ein Kind froh und vertrauensvoll, jetzt zittert sie vor meiner Stimme nicht vor deiner Stimme, Johann, nicht vor deinen Armen, nicht vor Jlda, aber vor mir, der ich hinauf rennen könnte in die Wüste, wohin sie wollte."

Bewahr dich Gott vor solchen Gedanken!" rief Mar­strand erschrocken ans.Ich sehe es klar, Gula ahnet, was in dir vorgeht, und verständig wie sie ist, sucht sic dich zu heilen." Er zog Björnarnc ans die Bank nieder und sprach lange mit ihm, indem er alle Beredsamkeit anwandte, um ihn zu überzeugen, daß er eine so törichte Leidenschaft um jeden Preis von sich wenden müsse. Nach und nach schienen seine Gründe auch Eingang zu finden: Björnarne hörte still nach- dcnkend zu, bis er endlich den Kopf aufhob und mit neuer Heftigkeit sich widersctzte.

Alles, was du sagst, ist wahr," sprach er,aber ist sie nicht gut und schön, und hat sie den Menschen, die sie der- achten, je anders als Gutes getan? Sie gehört zu eineni schlechten Volke, aber mein Vater, so hart er ist, hat sie den­noch lieb. Und glaubst du nicht, Johann, daß cs ein Mittel gibt, ihn zu erweiche/i, oder wenn er hart bleibt, gibt es nicht ein anderes Mittel, das zum Glücke führt?"

Ich sehe nur das einzige Mittel," erwiderte Marstrand, »Gula ihrem Vater zurückzugebcn, der das nächste Recht auf sie hat."

Zurückgcben? Ihm?" rief Björnarne empört.Soll sic umkommcn im Elend? Sie zittert vor der Gamme und vor dem schändlichen, alten Hexenmeister."

Wie," sagte Marstrand,du bist voll Abscheu gegen Asraja und denkst noch daran, mit seiner Tochter einen Licbesbiind zu knüpfen?"

Die Gefattgemiahme des Kommandanier» von Lüttich.

lieber öic Gefangennahme des General Leman, des 61jährigen Kommandanten der Festung Lüttich, berichtet die Aachener Post: Von den stürnienden deuifcheii Truppen wurde er halberstickt unter den Trümniern des zufammengeschosseiien Forts anfgefunSen und in Sicherheit gebracht. Tie deutschen Offiziere nahmen sich seiner in der kameradschaftlichsten Weise an und labten ihn mit den ihnen zur Hand besindlichen Erfrischungen. Tann wurde der Gefangen« dem General v. Emmich vorgeführt, dem er leinen Degen über­reichte. In Anerkennung deffeie, daß General Leman die ihm über­tragenen Pflichten als Kommandant der Festung Lüttich trotz der Erkenntnis, daß er sich auf verlorenem Posten befände, bis zuletzt erfüllt hat, beließ General v. Emmich ihm jedoch den Degen, eine deutsche Ritterlichkeit, di« der Gefangene nicht erwartet hatte und die ihn darum umso tiefer erschütterte. Nachdem sich der Komman­dant von den seelischen Erschütterungen und physischen Strapazen der letzte» Tage unter ärztlichem Beistand« einigermaßen erholt hatte, fand von Lüttich ans seine Verschickung in die deutsche Ge­fangenschaft statt: feinen Transport leitete Major Bayer. Dieser traf gestern mittels Automobils am späten Nachmittag mit seinem Gefangenen in Aachen ein und stieg mit diesem im HotelGroßer Monarch" ab. Heute vormittag gegen 10 Uhr fand die Weiterreise zunächst nach Köln statt. Ein zahlreiches Publikum hatte sich heute vormittag vor dem HotelGroßer Monarch" angesammelt, um den General Leman bei seiner Abreise zu sehen: die Schaulust der Neu­gierigen wurde aber nicht befriedigt, da man Vorsorge getroffen hatte, den Gefangenen unbemerkt aus dem Hotel zu bringen.

Neue Proklamation des Zaren an die Polen.

Großfürst Nikolaus hat eine neue Proklamation an biej Polen in Galizien erlassen. Weitere Proklamationen werden erwartet, darunter eine, in der die Religionsfreiheit in Ruß­land in Aussicht gestellt wird.

Ei» Interview.

Ter ehemalige Ministerpräsident K h u e n H e b e r v a r y machte' zu einem Berichterstatter des Az-Est bemerkenswerte Aenßcrungcn über den Krieg. Schon der bisherige Verlauf, sagte Khuen, habe eine auffallende Schwäche Rnßlands verraten, die mit den Ansprüchen, eine Weltmonarchic zu begründen, in aus- sallendem Widerspruch steht. Schlagworte, wiePanslawismus" ivcrden von Petcrsbura geschickt ausgenutzt, um sich das Protektorat über alle slawischen Völkerschaften anzumaßen. Ueberall treten Einmischungsgelüste hervor i» Form von Interventionen. Ter Panilawisiitns ist ein begnemer Vorwand für die unersättliche Machtgier, er ist jedoch keine Basis für eine Realpolitik. Mit demselben Recht könnte der deutsche Kaiser, als Protektor aller germanischen Stämme, die Tchntzherrschast über Holland, Schweden, sogar über England beanspruchen, da diese Rationen ebenso germanischer Abstammung sind wie die Serben und Bulgaren slawischer. Auch sind die germanischen Völker durch das Band des Protestantismus ebenso geeint, wie die Slawen durch die Orthodoxie. Khuen machte weiter auf die innere Gärung aufmerksam, die schon bei der Mobilisierung hcrvorgc- trcten sei. Die Bewegung der Polen, Ukrainer und Bal- t e ii sei um so bedenklicher, als es sich um auch numerisch sehr be­deutende Nationalitäten handle, deren LosreißnngSgelliste durch eine bedeutende materielle Krast unterstützt werden. lieber die voraussichtliche Dauer des Krieges sagte Khuen, daß man vor »»übersehbaren Komplikattoncii stehe, da im Falle von einigen Mißerfolgen ans dem Cchlachtfelüe verschiedene alte An­sprüche gegen Rußland aufleben würden, man brauche nur an! Beffarabten zu denken.

Aegypten englische Provinz.

Die Politische Korrespondenz meldet: Aegypten wird seih dem AuSbruck des Krieges vollständig als englische Provinz behandelt. Die Verwaltung des Landes befindet sich in den Händen der britischen Militärbehörden. Ein englisches Dekret an die ägytische Regierung hat verfügt, daß das ganze ägypti- schc Gebiet für die Kriegszwecke Englands benutzt werdet könne.

Amerika ermuntert die Schifsahrk.

Die amerikanische Regierung Übernimmt ähnlich wie! England für die Schiffahrt die Seeversicherung; sie beabsichtigt auch Schisse zu kaufen, um amerikanische Erzeugnisse aus­zuführen.

Mitteilungen aus Landesverratspro;effen.

lAmtlich.) Mehrfache Berilfsentlichmigen der Presic über schwebende amtliche Unicrsnchungcii in La»des»erralsangclegrn- hcitcn lassen es angezeigt erscheinen, ans den ij II des Gesetzes über den Verrat militärischer Geheimnisse vom ?. Inni 1911 hin- zuweiscn, Veröffentlichungen dieser Art ohne Erlaubnis der die Ermittlungen leitende» Behörden find danach strafbar.

Deutsche Kriegsschiffe in Offasien.

Nach einem Telegramm des Nicuwe Rotterdamschv Courant bedrohen deutsche Kriegsschiffe in Ostasicn englische

Was hat seine Tochter mit ihm zu schassen?" antwortete Björnarne rauh.Sie ist ein Wesen von anderer Art wie alle diese schmutzigen, ekelhaften Tiere. Aber Asraja selbst ist eitel. Er ist alt und reich: er kann Silber aus seinen Höhlen graben so viel, daß zwölf Ncnntierc es kamn tragen mögen. Muß ich hier bleiben ain Lyngcnfjord? Gibt cs keinen an- deren Platz im Lande? Kann ich nicht fortgchen in den Süden nach Dänemark oder Schweden? nach Island hinübcr- schiffcn oder nach den Shetlandsinscln, wenn es sein muß, und dort wohnen?" Er blickte lauernd Marstrand an, alsi wollte er sehen, was dieser dazu sage.

Ich fürchte, lieber Björnarnc," erwiderte sein Freund, daß dein Plan schon darum nicht gelingt, weil Gula nicht darein willigen würde."

Nicht?" rief er mißtrauisch und heftigwoher weiß: du das? Sie wird wollen und soll wollen. Ich kann sie zwingen!"

Zwingen, Björnarne? Ein Weib zwingen? Gewalt brauchen?" sagte Marstrand,schäme dich vor solchen Ge­danken. Könnte ich alles, was du sagst, für Wahrheit holten, ich würde nicht anstehen, deinen Vater zu Hilfe- zu rufen. Aber das ist dein Plan nicht und kann dein Werk nicht sein." Er blickte ihn durchdringend an und fragte dann leise:Weiß Paul um den Zustand deiner Liebe?"

Björnarne sah vor sich hin und schüttelte den Kopf.Paul weiß nichts," erwiderte cr,,cr sagte nur nur, daß du Gula mit geheimen Blicken verfolgtest und wohl imstande seiest, an ihres Vaters Silber zu denken."

Und er hat dadurch dein Blut in Bewegung gebracht und sein Gift in dein Ohr geträufelt," war Marstrands Antwort. Raffe dich auf, Björnarne, wirf alles Blendwerk von dir, und vor allen Dingen, traue dem nicht, der in dieser Übeln Sache dir mit übelm Beistand dienen will."

Du willst mir nicht dienen?" sagte Björnarnc vor sich hinblickend.

(Fortsetzung folgt.)