Ausgabe 
19.8.1914
 
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Butzbach: Bäcker-JMnmi« C'iic&cn: Will,. Mayer, CbftfcHerci in

Gretzc»: :Ucv K ou sc rveuglas-Gcse U scha st in Homburg v. i>. H.: Stört Ncrg. Schuhmacheimieister in ©ieften; Wcbr. Fmheaser in Wicfien; Möbelfabrik 6. Heinr Hering in Marburg: Möbelfabrik Th. Brück in Gießen: Karl Schorn, Architekt in Giessen: Otto Docrbcckcr, Architekt in Marburg: Johs. Köddlug, Bildl-auer in Giessen: Tr. A, Baumgartner. Verlagsbuchhandlung in Leipzig: Otto Fennek

Söhne, Wcrkzeugfabrik in Kassel: Firm« Klein & Stiefel, Maschinen­fabrik m Fulda: Web er merke in Weidenau a. 6. Sieg: Firma Krause & Co. in Grohen-Linden: Wilhelm Paul, Schuhmachermeister in

Weilburg.

7. Silberne Medaille der Provinz Oberhcssen und Silberne NuSstellungSmcdaill«: Gewerkschaft Grube Messel bei Tarnistadt: Gg. Reit, Maschiuensabrik in Giessen: Oberhessische Werkstätten, G. m. b. H.

8. Silberne Medaille der Stadt Giessen und Silberne AuS-

ftellimgsmedaille: C. u. G. Pause, Fabrik für Städtebedarf in Wetz­lar: Wenzel & Thorwesten, Gartenarchitekten in Frankfurt a. M.; Richard Ritz, kunstgemerblicltc Wcrkstätte in Frankcnbcrg in H.-N.; Chr. Langbein, Klifcrmeister in Butzbach: Petri, Bergassegor a. T., Bcrgwcrksbesitzer in Giessen: W. Heckenroth, Möbelfabrikant t» Herbor». lSchluss folgt.)

Zu dem Fonds für Liebesgabe» sind bei dem Oberbürgermeister weiter eingegargc»: von der Pfcrdemarkt-Deputatlon 5000 Mark, von Geh. Hofrat Prof. Tr. Pasch 50V Mark, vom Verein Frohsinn 200 Mark, vom Bcamtcnvcreiii 100 Mark, vom Giesse »er Lokomotiv- fiihrcrvcrcin 100 Marl, vom Gesangverein Heiterkeit 100 Mark, vom Verein der Tetaillisten 200 Mark, von Professor Tr. Gmelin 20 Mark, von Rentner Louis Kattrein 50 Mark, von Geh. Hofrat Tr, Hansen sCramen-Geb.) 01 Mark, von Herren- und Tamenschuet- der Horegseck 10 Mark, von einem Tamcnkränzchcn, überreicht durch Frau Winn 350 Mark, von Stadtbaumeister Gerbe! 25 Mark, von Stadtbaumeistcr Braubach 25 Mark, von Stadtsekretär Allendors

20 Mark, von Konditor Heinrich Hcttler 10 Mark, von demselben Sammlung bei den Kartspielern 50,12 Mark, zusammen 6830,12 .Mark,

Anrechnung der Kricgsdienstzeit. AuS Zuschriften ersehen wir, dass vielfach Zweifel darüber bestehen, ob und wie weit die KriegS- dieustzcit auf die noch abzulclstcnde Militärpflicht angcrechnct wird, eine Frage/ die für die jetzt erst Gestellungspflichtigen und nament­lich für die Kriegsfreiwilligen von Bedeutung ist, von denen ein grosser Teil die Ciujährigen-Berechtlgung hat. Dazu ist zunächst zu bemerken, dass eine Anrechnung des Kriegsdienstes unter allen Umständc» stattfindet. Sogar die Dienstzeit, die vor dem Beginn des 18, Lebensfahrcs. also vor dem Beginn der Wehrpflicht, fällt, gilt im Kriege als Dienstzeit. Für jeden Teilnehmer an einem Kriege wird zu der wirkliche» Tauer der Dienstzeit ei» Fahr hinzu- gcrechnck. Der Kaiser bestimmt, was als Krieastcilnahmc anzu- fchcn ist und unter welchen Voraussetzungen bei Kriegen von länge­rer Dauer mehrere Kriegsjahrc anzurechnen sind. Tic Zeit einer Freiheitsstrafe von mindestens einjähriger Dauer, sowie die Zeit der Kricgsgefangenschast wird nur unter besonderen Umständen auf die Dienstzeit angcrechnct.

Die Beamte» und Lehrer des GrossherzogtumS Hesse», di« in

21 Beamten- und Lehrervcreinen zufammengeschlvssen sind, haben

einen Aufruf erlassen, in dem sie zum Besten des Roten Kreuzes eine Sammlung veranstalten und aiisfordern, dass sich möglichst alle Kollegen verpflichten, für die Kriegsdaner oder einen sonst zu be­stimmenden Zeitraum einen Abzug von dem Ticnstgchalt zugunsten des Roten Kreuzes gewährleisten. Unterzeichnet haben: Richter-

vcrcln, akademisch gebildete Lokalbcamte, Oberlchrervcrein, nka- dcmisch gebildete Finanzbeamte, akademisch gebildete Staatsban- bcamtc, Hessische Oberförster, akademisch gebildete Landwirtschafts, Ichrer, Städtebcamte, mittlere Reichspost- und Telegraphcnbeamten, mittlere Fustizbcamtc, mittlere Vcrwaltuugsbeamte, Hessische Finanzbeamt« Reallehrcrvercin, mittlere Bankbeamte, Hessische Steucraufscher, Flnanzbureaubcamtcn, staatliche Untcrbeamtcn, Hessische Tomanialforstbcamte, Hessische Landcslehrcrvcrein, Katho­lischer Lehrervercin, Hessische Gcrichtsasscssoreu, Hessische Forst- asscssorcn. Tie Vereine zählen mehr wie 10 000 Mitglieder und ist ein schöner Betrag für das Rote Kreuz sicher. Die Zusage weiterer Vereine ist noch z erwarten,

Tanitätshundc. Der Vorstand des Deutschen Vereins siir Danitätshuudc mit dem Sitz ln Oldenburg hat vor einigen Tagen folgenden Aufruf erlassen:Ter Weltkrieg ist entbrannt! Nur wenige Tage vielleicht noch und tausende deutscher Söhne werden für des Reiches Herrlichkeit bluten, um den Feind, der srevlerisch an unser Heiligstes zu tasten wagte,' in seine Schranken zurilck.zu- iveiseu, Fn dieser Stunde banger Erwartung tritt an »ns die Frage heran, ob für unsere Brüder, Gatten, Söhne das Aensserstc vorbereitet ist, um die Schrecknisse des Krieges zu mildern, Wohl wissen wir, dass nach langen Friedrusjahrcn unser Heer so wohl gerüstet ist, dass es mit stolzer Tiegesgewisshelt in den Kamps ziehen kann. Aber viel gibt cs noch zu tu», um detze» zu Helsen, die ver­wundet ans dem Schlachtfeld« liegen bleibe». Was kau» ausser den bisher getrossenen Maßregeln slir sic geschehen? Die Schlacht ist geschlagen. Tic hereinbrcchendc Nacht umhüllt mit ihren schwarzen Schleier» Freund und Feind. Kanonendonner und Klcingcnzehr- scuer verstummen allmählich. Dafür erhebt sich von den Schlacht­feldern das furchtbare Klagen der Verwundeten und der Scnszer der mit dem Tod« Ringenden. Sauitätskompagnien und Kranken­träger schwärmen aus, um ihre verwundeten Brüder zu suchen und ihnen rechtzeitig Rettung und Hilse zu bringen. Aber viele, un­endlich viele so lehrt uns di« Geschichte, deu«n hätte geholfen iverdcn können, werden nicht gesunden und gehe» so elend zugrunde, da die Sinne der Menschen durch die Dunkelheit beeinträchtigt wer­den. Da gibt cs bewahrt« Freunde, die mit ihrem scharfen Instinkt den Menschen zu Hilfe kommen. Das sind die ausgebildetcn Saniiätshnnde. welche planmässlg das Gelände absuchen, und sobald sie einen Verwundeten antresfe», Staudlaut gebcn oder ihren Führer heranholcn. Es lst dringend notwendig, sofort alle die Kräfte z»- samnttiizufassen, die dieser Aufgabe gerecht werden könne». Es gibt in Deutschland eine grosse Zahl Sanitätshund«, oder mit leichter Mühe noch auszubildender Privat- und Diensthunde. Alle Besitzer und Führer solcher Hunde wollen dem Vorstand de? Deut­schen Vereins siir Tanitätshunde, zu Händen des gcschästsfiihrcuden Vorsitzenden, Kommerzienrat Slalllug, Oldenburg i. Gr., unverzüg­lich Mitteilen, ob sie ihre Hunde unentgeltlich oder eventuell zu welchem Kaufpreise dem Verein zur Verfügung stellen wollen, gleich­zeitig auch, ob sie freiwillig als Führer ihrer Hunde ins Feld zu rücken sich bereit erkläre». Als Führer von Sanitätshnnde werden voraussichtlich nur nichtdienstpflichlige, aber noch riistlac Männer, die auch grössere» Marsä-anstrengungen gewachsen sind, Vertvendnua finden können. ES ist eine Ehrenpflicht, der sich keiner der in Be­trachts kommenden Faktoren entziehen kann und darf, diesem Aus­rufe schnellstens Folge zu leisten. Freiwillige Spenden zur Förde­rung dieses Zweckes werden dankend cnlgcgcngenommen und au die Grossh. Mllitärkanzlei im Grosshcrzoglichen Schloss nach Olden­burg erbeten. Die Stunde ist ernst. Deutschland crivartet, dass auch die, die nicht in den heiligen Kampf ziehen kötinc», ihre Pflicht tun. Ans Werk!" Der Erste Hessische Polizei- und Tchntzhnnd-Vevesn, Sitz Osfenbach a. M., nimmt bereitwilligst Anmeldungen von Hundebcsitzeru und Spenden durch sein« Mitglieder, insbesondere durch Schutzleute, behufs Uebermittelung an den Deutschen Verein slir SanilätShunbc bezw, an die Grossh, Miiilärkanzlei entgegen.

Man gebe das Waldgras frei! Eine ungchcncrc Menge von Heu für die Pferde nnd das Vieh föimtc gewonnen werden, wenn die Forstbchörde ft, ganz Tcnischland sofort das Sammeln von Gras in den Wäldern iiir dieses Jahr erlauben wollte,

Schicht nicht aus Fliigzengc! Eine amtliche Verfügung besagt, dass unter keine» Umständen auf Flugzeuge geschossen werden darf, die nicht mit voller Sicherheit als feindliche erkannt worden sind.

Postverkehr mit Oesterreich-Ungarn, Im Verkehr mit Lcstcr- reich-llngarn und Bosnien-Herzegowina, Liechtenstein und mit de» österreichischen Postanstaltcn in Kreta und der Türkei wird der Post- «Nwcisungs-, Poftauflrags- und Nachnahmedicnst eingestellt,

Alte Mühlen sollen wieder in Betrieb genommen werden. Auf Anregung des Krcisamtcs Friedberg sollen zum Vermahlen des

Getreides die auf dem Laube noch zahlreich vorhandenen, durch die übermächtige Konkurrenz aber stillgelcgtcu Kleimniihlen in weit­gehender Weise herangezogc» werden, Tie Mühlciibesiycr wurden bereits zur Wiederherstellung ihrer Vetriebc aufgesordert. Durch die Verwirklichung der kreisamtlicheu Vorschläge wird einmal den kleinen Besitzern eine Verdienstmöglichkeit gewährt, zum anderen kommen auch die hohen Transportkosten siir die Beförderung des Getreides in die Großmühlen in Fortsall.

Ocsscntlichc Bücherhalle, Fm Juli wurden 2001 Bände aus- gclichen. Davon kommen aus: Erzählend« Literatur 1005, Zeit­schriften 210, Fugeiidschriftcn 221, Literaturgeschichte 10, Gedichte und Dramen 22, Länder- und Völkerkunde 01, Kulturgeschichte 25, Ge­schichte und Biographien 83, Kuussgeschichte 15, ploturwissenschast und Technologie 120, Heer- und Sceivesen 21, Haus- und Landwirtschaft 13, Gesundheitslehre 10, Religion nnd Philosophie 44, Staatswisscu- schaft 10, Sprachwissenschaft 11, Fremdsprachliches 27 Bände. Nach auswärts kamen 10 Bände,

Die Sonnensiiistcriiis, di« nächsten Freitag eintritt und bet uns sichtbar ist, wird «ine fast total« sein: in der größten Phase bleiben nur vier Hundertstel des Sonneiidurchmcssers von der lBe- deckung durch den Mond frei. Die Vcrsinsteruiig beginnt um 11 »hr 12 Dkinuten vormittags in der James-Bai in Kanada und endet um 3 Uhr 57 Miimteu nachmittags an der Küste des Somali- iaiidcs. Die Sichtbarkeit der Finsternis erstreckt sich über die nord­östliche Hälfte Nordamerikas, die nördliche Hälfte des Atlantischen Ozeans, Europa, die nördliche Halste Afrikas, di« ivestlick>e Hälfte Asiens, den nordwestlichen Teil des Indischen Ozeans und die nörd­lichen Polargcgciiden, Die schmale Zone, aus der die Finsternis total erscheint, durchschncidet das-nördlichc Grönland, die Mit!« der skandinavischen Halbinsel, das westliche Stussland, Armenien, Persien, Belutschistan und endet beim Golf von Katcha an der West­küste Indiens, Sie geht also sehr nahe an der nordöstlichen Grenze Deutschlands vorüber, dagegen werden in den südwestlichen Gegen- dcndcn des Reiches nur sieben Zehntel des Sonnendurchmessers ver­finstert werden, In unserer Gegend wird die Sonnen- findernis von etwa 12,10 bis 2,30 Uhr sichtbar sein,

Ein frecher Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht zum Dienstag in einem am Schisfenbcrgcr Waide, in der Nähe der Station Schifscnberg gelegenen Landhäuschen verübt. Das Häus­chen, das zur Sommerszeit dann und wann von der Familie des Professors Sommer-Gießen bewohnt wird, war gcgcnwärttg un­bewohnt, was die Spitzbuben jedenfalls ausgckundschaftet hatten und sich zunutze machlen. Alles, was nicht Niet- und nagelfest war, haben die Diebe mitgenommen, als Wäsche, Betten und sonstigen Hausrat von erheblichem Wert, Zur Forrschaffung muss ein Wagen gebraucht worden fein. Von den Tätern hat man »och keine Spur, obwohl mau sofort einen Polizeihund zu Hilse nahm. Dieser ver­folgte die Spur bis zu einem in der Nähe befindlichen Steinbruch«, doch lassen sich daraus keine weiteren Schlüsse ziehen. Allem An­scheine nach wurde der freche Diebstahl von abgefeimten Verbrechern ansgeslihrt, bi« hoffentlich bald dingfest gemacht werden.

Der Geldwechsel-Schwindler, der vorige Woche eine Fra» auf dem Postamte in Otsenbacb dadurch betrog, dass er ihr angeblich Gcldrollcn, die ein Stück Ruiweiscn enthieltcn, für «inen Hundert­markschein gab, wurde in Frankfurt in der Person eines vielfach abgeurteilten Betrügers namens Hans Beer aus Gross-Habcrsdvrf, verhaftet, Er hatte auch in Frankfurt denselben Schwindel ge­trieben.

Westerwald und Unterlahn.

h. Falsche Gewichte. Trotz rechtzeitiger amtlicher Bekannt­machung über Gewicht-Revision mussten bei einigen Geschäftsleuten in Wissen a, d, Sieg die Gewichte beschlagnahmt werden, da sie nicht vorschriftsmäßig waren,

Siegen, Familiennnterstiitzung, Auch hier hat sich ein Ausschuß gebildet der di« Untersttitzung an hilssbedürstige Familien aus städtischen Mitteln, deren bisheriger Ernährer in den Krieg gezogen ist. ln die Hand nehmen wird. Außer der Reichs- »nd Kreisuntersttitzuna sollen ans Gemeindemitteln Zuschüsse pro Monat bis 0 Mark an Ehefrauen und 1,50 Mark an bezugsberech- ttgte Familienangehörige gezahlt werden. Nach einer vorläufigen Feststellung sind in der Stadt Siegen H00 Frau«» mit 2000 Kindern zu untersttihcu, was monatlich über 10 000 Mark der Stadt kosten würde.

Von Nah und Fern.

X Familiendrama in Frankfurt, Am Sonntag geriet der in der Schlacksshansgassc iu Frankfurt wohnende 10jährige Arbeiter K, Weilbachcr mit seiner Ehefrau in Streit, in dessen Verlauf er einen Ncvolverschuss aus die Frau abgab, der sie aber nur leicht am Kopf verletzte. Hieraus brachte sich Meilbacher selbst zwei Schlisse in den Stopf bei. Der lebensgefährlich Verletzte wurde in das Heilig-Geist- Hofpital gebracht, wo er gestern früh gestorben bst.

Frankfurt, 15, Aug, Bon den 200 Frankfurter Rechtsanwälten sind nicht weniager wie 70 zum Militärdienst einberufcn. Das Generalkommando hat Zwei Radler-Institute geschloffen, Iveil ihr Inhaber für Besorgungen Wucherprcis« verlangt hat, Ein aus­gemachter Schurke ist der 50jährige Kutscher Neinhold Schrö­der. Er meldete sich bei Mädchen, die in der Zeitung eine Stelle suchten und tat so. als ob er Auftrag habe, für eine Herrschaft ein Mädchen zu besorgen. Das war aber nicht der Fall, denn sein Ziel war, die Mädchen zu missbrauchen. Das gelang ihm in manchen Fällen. In drei Fällen batte er sich auch Mädchen unter 11 Fahren genähert. Die Strafkammer verurteilte ihn zu 2V4 Fahren Zucht­haus. Der Staatsanwalt hatte 5 Fahre Zuchthaus beantragt.

8, Tarmstadt, 15, Aug, Ein schwerer Auto Unfall er­eignete sich gestern nachmittag an der Landgras-Philipp-Anlaae nächst dem alte» Nahnhos, Der Führer eines» ausserhalb kom­menden AntoS hatte anscheinend di« Steuerung über das Auto ver­loren und kam auf den Bahnsteig, wo gerade die Frau eines im Feld befindlichen Vatcrlandsvcrteidigers mit ihren beiden Kindern spazieren ging. Das Auto überfuhr das hinter der Mutter her- lauscnde etwa 5 Fahre alte Bübchen und verletzte «s schwer, Ter Besitzer hielt sofort und brachte das bewußtlose Kind nach dem städtischen Kraukeuhause, Untersuchung ist eingelcitet,

Niedcr-Olm, 18, Aug, A r b e i t s u n f a l l. Der Tachdecker- meistcr Petri, stürzte bei Arbeiten von einem Neubau am Freitag ab und erlitt schwere Verletzungen, sodaß er in bedenklichem Zu­stand in das Krankenhaus »ach Mainz verbracht wurde. Sein Schwager wollte den Abstürzcndcn mit den Arme» unten auffangen, brach dabei aber den Arm am Handgelenk,

Niedcr-Fngclhcim, 18, Aug, Ein llntcrofsizicr, der hier in Ouarlier lag, wollte von einem sich noch in Bewegung besindenden Zuge abspringen. Dabei wurde er vom Zuge erfaßt und getötet, Vicriihcii», 18, Aug, Einen Acker mit K a r t o f s e l » hat hier eine Frau, die selbst nicht sehr begütert ist, für bi« Hinterbliebe­nen der Kriegsteilnehmer zur Verfügung gestellt. Zur Nach­ahmung zu empfehlen!

Worms, 18. Aug. Zu der gestern gemeldeten Bluttat sei heute fcstgestellt, dass bic Verletzung des Schutzmamis Möller nicht dessen Tod herbeigesiihrt hat. Es besteht die Hoffnung, dass Möller mit dem Leben davonkommt, Ter Täter dagegen, der schwer vorbestrafte Johann Krämer, ist durch einen Schuss des Schutzmannes Walter getötet worben.

Grllnniictgrlis-Bersttiqkrmia dcr Stadt Gießen.

Samstag, den 22. August, Montag, de» 21. August und Dienstag, den 25, August ds. Js. soll das Grnmmctgras von den städtische,! Wiesen meistbietend versteigert werde,, und zwar:

Samstag, de» 22. August, nachmittags 1 Uhr

an Ort und Stelle bei der Aktienbrauerci, am Öhlcbcrgweg bei der Heyligeiiftädtschen Fabrik und tn dcr Stephansmark,

Zusammenkunft auf dem Lcihgesternerwcg au dcr frühere» Aktdeitbrauerei,

Moniag, bei, 21. August.

ä. vor mittags 9 Uhr Zusammenkunft am Tchlachthof von den Wiesen

mn Neustädterfeld und am Elektrizitätswerk und von den Wieseck-

böschuugen.

b, vormittags 1014 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Kaiscrallcc 1, von den Wiesen im Hccgstrauch und im Russ­land, ,

c. nachmittags 2 Uhr: in, Phillvsophenwald von den Wiesen am

Fürstcnorunnen, im Wiesecklal, von den Hospitalwilesen in der Gemarkung Wieseck,

<1. nachmittags 5 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach.

Dienstag, bcn 25, August u. vormittags 0 Uhr: am Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, von den Wiesen im Stohzenmorgenz am Utersbrunnen und Altcntisch,

b. nachmittags 314 Uhr: an Ort nnd Stelle vvn den Wiesen in der Gemarkung Rödgen,

c, nachmittags 4 Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Ge­markung Großen-Buseck,

Steigliebhaber, welche die Wiesen M besichtige» beabsichtigen, wollen sich an den städtischen Wiefemvärter Bellas, Wolfstrassc 15, wenden,

Tic Krossherzogsichen Bürgermeistereien kr umliegenden Ge- meindLil werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekan.m- niachcn zu lassen.

Giessen, den 17. Aug-ust 1911,

Der Oberbürgermeister:

I. V,: G n ew al d.

Telegramme.

Deutsche Erfoltte im Osten.

Ucbcr.JOOO Gefangene.

Eine russische Stadt besetzt.

IV. R Tas Generalkommando des 1. Armeekorps meldet, daß am 17. August bei Stall upönen ein Gefecht statt- sand, bei dem Truppenteile des 1. Armeekorps mit unver­gleichlicher Tapferkeit kämpften, so daß der Sieg erfochten wurde. Mehr als dreitausend Gefangene und sechs Maschinengewehre fielen in unsere Hände: viele weitere russische Maschinengewehre, die nicht mitgcführt lvcrdcn konnten, wurden nnbrauchhar gemacht.

Tie Stadt Mlawa in Russisch-Polen, Gouvernement Plock an dcr Strecke Deutsch-Evlau-Nowo-Georogiewsk ist von deutschen Truppen besetzt worden. (Mlawa liegt 30 Kilo­meter südöstlich von Soldau an dcr ostprcußischenz Grenze, 120 Kilometer östlich dcr Weichsel. D. Red.)

Ein Ultimatum Japans an Deittschland.

W. B. In Peking geht nach einem Telegramm der deut­schen Kabelgescllschast das Gerücht, daß Japan im Begriffe lche, au Deutschland ein Ultimatum wcgrn Kiantschau zu iellcn.

Der Vormarsch in Belgien..

Ans London wird der Franks. Ztg. gemeldet, d-rch/lmS deutsche Vorrückcn bis Dinant im südlichen Brlgirn dir- ranzösische Heeresleitung vollkommen überrumtzsü habe. .

Die belgische Regierung verlützl BriMel.

Ter belgische König und seine Famiür sind muh, dem Schloß in Antwerpen übergesiedelt. Die Urbersicdeürng der Regierung von Brüssel nach A n tMcr-p-eri hat be­gonnen. In dcr Umgebung von Brüssel wird durch d« Bürgerwchr der Stadt die Ver tei4»'i«gr«ri-g d-ovb«--' reitet.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlaa von Krumm & Cie., Gießen.

Druck: Verlag Osfenbachcr Abendblatt, G. m. b.H., OffeubachekM.

Wochenmarktpreise in Gietzon

Butter per Pfd. 1.051.15 Mk. Milch Liter 22 Pfg.

Hühnereier Stück 910 Pfg. Gänseeier Stück Psg.

Käse Stück 68 Psg.

Käsematte 2 Stuck 56 Pfg. Tauben per Paar 0.801,20 Mk. Hühner per Stück 1.201,80 Mk. höhne ver Stück 1.502,50 Mk. stänse per Pfund 0.00000 Psg. Enten per Sttick 0.000.00 Mk. Ochsenflcisch per Pfd. 0.860.92Mk. Kalbsseisch per Pfd. 8690 Psg. Kuh-,,. Rinbss. per Pfd. 8081 Psg. Schweinefleisch per Pid, 7090Pfg. Lammelstkisch per Pfd. 7090 Pfg. Kartoffeln p. Ztt. 1.50 5,00 Mk. Nene Kartoffeln p. Pfd. 67 Pfg,

am 18. August 1914

Zwiebeln ver Pfund 1518-Pfg,

Blumenkohl per Stck. 2040 Psg. Grüne Erbsen p, Pfd, 1518 Pfg, Grüne Bohnen p. Pfd, 1215 Pfg. Gelbe Rübchen Päck. 56 Pfg.

Kohlrabi Stck. 56 Psg.

Römischkohl PSkckicn 58 Pfg.

Gurken Stck. 1020 Psg.

Gurken, kleine Stück 35 Psg,

Weißkraut p. Haupt 1020 Psg. Kopssalat ver Kops 25 Psg, Acpsel per Pfund 0000 Psg. Birnen Pfund 1525 Pfg,

Pflaumen Punfd 1535 Pfg.

Mirabellen Pfund 2025 Psg.

Pfirsiche Pfd. 2535 Pfg,

Falläpsel Pfd.68 Psg.

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