Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Nr. 187
Gießen, Slimstlig den 15. August 1914
9. Jahrgang
Wie im Auslände gelogen wird!
Der Verein für das Deutschtnin im Auslände fordert auf, den Falschmeldungen rm Auslände entgegcnzutrcten. Welch ungeheuerliche Meldungen im Auslande verbreitet Kerben, ersieht man an folgendem Beispiel: Nach der Einnahme von Lüttich durch die deutschen Truppen erschien in Brüssel an allen Plakatsäulen und Straßenecken folgender Anschlag:
Revolution in Deutschland!
Italien «nd die Schweiz haben Deutschland den Krieg erklärt!
Grosse Schlacht bei Lüttich!
60 000 Deutsche gefallen, 40 000 gefangen!
Tic deutsche Armee in voller Flucht über die Grenze!
Die belgische Armee hat nur 300 Tote!
Pariser Blätter ließen sich aus Brüssel melden, daß in Lüttich sieben deutsche Regimenter sich ergeben mußten und jeder zehnte deutsche Soldat gefallen sei.
Stärkere Lügen können kaum erdacht werden!
Eine internationale Organisation der Lüge!
Die Frankfurter Zeitung macht die folgende hochintereffantc Mitteilung über die Organisation der Luge, mit der Deutschland umsponnen und von aller Welt abgeschnitten ist. Es faifi- da: Allmählich lichtet sich das Dunkel etwas, in das seit der Kriegserklärung die übrige Welt sür uns versunken war. Einzelne Zeitungen und einzeln« Nachrichten dringen vom Ausland her über die Grenze, lmd wir können daraus ersehen, wie unsere Feinde gegcn Deutschland arbeiten. Der Eindruck ist ebenso grotesk, ivie empörend — ein Lügengewebe sondergleichen! Da erzählen KricgsgÄangene als ganz sicher, daß die Russen längst in Berlin stunden! Da meldet die Agence Havas, die Deutschen seien aus dem Obcreisaß unter Verlust von 25 000 Mann zurückgeschlaqen worden, obgleich im Augenblick außer den Gefangenen und vielleicht vereinzelten Spionen kein Feind mehr mis deutichcm Boden steht. Ta verüben die belgischen Truppen geradezu Wunder der Tapferkeit, und sie schlagen die Deutschen in die Flucht, daß cs nur eine Art hat. Zn einer amtlichen belgischen Meldung heißt es: „Ein deutsches Armeekorps zählt acht
Regimenter. Es ivnrde in die Flucht geschlagen durch eine Brigade von zwei belgischen Regimentern".....Der deutsche Zusammen
bruch ist v o I l st ä n b i fl." „Belgien erregt die Bewunderung der Welt." Dann wird erzählt. Deutschland habe an Italien «in Ultimatum gestellt, um cs zur Teilnahme an, Kriege zu zwingen usw. Von den vielen Fahnen, Kanonen, Generälen risw., die unsere Feinde von uns schon erbeutet haben wollen, möchten wir schweigen, da es genügt, wenn wir feststellen, daß nach den Berichten unserer Feinde Deutschland längst überwunden und verloren ist.
Wir kennen diese perfide Art, mit Lügen »nd Verleumdungen gegen Deutschland zu arbeiten, seit langen Jahren. Es war 1870 picht anders, wo die Opcrcttenschlacht gegcn Saarbrücken als mächtiger Erfolg ausposaunt, die deutschen Waffcntatcn aber dem fran- zonschcn Volke verschwiegen wurden, sodaß dieses sich, als der furchtbar« Ernst nicht mehr zu verbergen war, von den eigenen Führern schamlos verraten fühlte. Wir kennen diese verruchte Basilio- Manicr aber auch aus Fricbenszeiten und wissen, wie schwer sie dem deutschen Ansehen in der Welt Abbruch getan hat. Es war ein Mittel der Stimmungsmache in der englischen Einkreisungs- polittk, Deutschland überall als Friedensstörer und Intriganten erscheinen zu lasse». Wo etwas vorging, was irgend einem Lande unangcncbm war, da mußte Dciilschiand als treibende Kraft bezeichnet werden, auch wenn es absolut unbeteiligt war. Lemper »liquid haeret hieß es in England, dem wirtschaftlichen Konkurrenten aui hem Weltmärkte mußte geschadet werden! Nach denselben Methoden wird nun seit dem Kriegsausbruch in verstärktem Maß« gearbeitet. Ehe noch die Engländer den Feind a»s- gesucht haben, war ihr erster, wohlberechtigter Schritt, uns die von Emden ausgehenden Kabel abzu schneiden, um so unsere Verbindung mit der übrigen Welt zu zerstören. Sic wollten uns in der Nachrichtcn-Ucbcrmittclung isolieren, »m uns dann auch polittsch isolieren zu können. In derselben Richtung liegt die Zerstörung des Funkcnttirms von Daressalam, und wir haben noch niit weiteren Maßnahmen in dieser Richtung zu rechnen, alle zu dem einen Zwecke. England mit seinen Verbündeten das W e l t „ a ch - e i ch t c » ni o n o p o l zu verschasfcn. Dann kann von England aus di« ganze übrige Welt bei den bevorstehenden Ereignissen in englischem Sinne bearbeitet werden. Dann werden die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz nur insoweit und nur in der Form der übrigen Welt niitgctcilt. wie cs England gefällt. Und dann wird jeder politische Schritt Deutschlands und Oesterreichs lediglich in cnq- Ulcher Beleucht,ing zur Kenntnis der übrigen Länder kommen. Englaqtz will sich ko das mächtige Mittel der Beein- [i.J! U u n n ^ c 1 Welt durch d i e Presse sichern, und es dickes Mittel selbstverständlich rücksichtslos gegen Dcntsch- ""Groden. Deutschland soll nicht nur mirtschastlich, es soll ä, 7 /,."'" pa l i sch isoliert werden, und wie richtig man in I !“! "uüe Gefahr der antideutschen Stimmungsmache, die selbst a-? Ländern tätig ist. cinschätzt, das beweist die Reise
Botschafters nach Rom zur Jnsorniicrung seiner
_Eide diesen ungeheueren Einfluß nicht auszuüben a, v* c§ . nid,t seit Jahrzehnten in Friedenszeilen planmäßig durch eine bewunderungswerte Ausbildung des Nach- richtendicnstcs darauf hingearbeitet. Ucberall in der Welt hat bas englnchc. non frer Regierung wohlwollend geförderte und ihr dgsür wieder dienstbar« Bureau Reuter ein Monopol erstrebt und cs pielsach erhalten. Bekannt ist die Beeinflussung ganz Amerikas
durch die englische Vermittlung, wie sic sich durch die Associated Preß vollzieht. Amerika, das moralisch sür uns in dieser kritischen Zeit so ungeheuer viel bedeutet, sicht jetzt wieder die europäischen Vorgänge lediglich durch die englische Brille. Achnlich aber ist cs i» Asien. In Japan, dessen Haltung jetzt so viel erörtert wird, hat das Bureau Reuter das tatsächliche Monopol inne, und es wird dieses Monopol um so brutaler gegen Deutschland ausmitzen, als uns ictzt auch die Berbinduiig über Rußland a b geschnitten ist. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie jetzt die öffentlich« Meinung Japans von England aus bearbeitet wird, aber natürlich stehen selbst die fremden Regierungen unter dem Eindruck dieser einseitigen, irresührenden und deutschfeindlichen Meldungen. Was dann etwa noch das Bureau Reuter unterläßt, das wird von der Pariser Agence Havas besorgt, die gegenwärtig jeden Rekord der Verlogenheit schlägt »nd die französische Bevölkerung, nattirlich im Einverständnis mit der Regierung, genau so schamlos irresührr, wie sie cs 1870 getan bat!
Wir müssen dies« Dinge jetzt nehmen, wie sie sind, und uns trotzdem durchhauen. Gewiß ist hierin in Deutschland manches versäumt worden. England hätte dieses Nachrichtcn- monopol'nie auSbildcn können, ohne die billigen Preßte lc- g r a m me, die sich jetzt für das Land glänzend bezahlen. Bei uns hat man leider alle Mahnunngen der Presse über- hö r t und aus kleinlichen fiskalischen Rücksichten die Ermäßigungen für Preßtelegramme abgelehnt. Erst in allerletzter Zeit ist man zu der Ueberzeugung gekommen, daß der wirtschaftlich und politische» Brunnenvergiftuiig durch England entgcgengearbeitct werden muß: das kann jedoch erst später
wirksam werden. Heute liegen uns Schreiben aus Holland und auS der Schweiz vor, in denen bittere Klagen über die Verwirrung geführt wirb, die dort selbst bei verständigen und wohlwollenden Menschen durch die Meldungen der Agence Havas angerichtct wird. Man kann deshalb alle lene, die in dem gewaltigen Völkerringen neutral sind, und alle jene, die mit der gerechten Sache Dcuischiands inmpathisteren. nicht dringend genug davor warnen, Meldungen, des Bureau Reuter oder gar der Agence Havas zu glauben. Die deutsche Kriegsberichterstattu,ig, di« durch das Woiffsche Bureau weiter verbreitet wird, ist absolut zuverlässig wie jeder Tag mehr erhärten wird. Natürlich wird sich unsere Regierung bemühc», richtige Meldungen nach Möglichkeit an das Ausland zu bringen, aber jetzt kann jeder Unparteiische, jeder Deutsche im Ausland und jeder Freund Deulschlanbs unserer gerechten Sache gute Dienste leisten, indem er den englischen und französischcii Lügcnfabrikcn mannbast cntgcgcntritt und uns hilft, die Wahrheit im Ausland zu verbreiten. Wer ausländisch? Freunde besitzt, soll sich der Milbe unterziehen, sie a u f z u - klären — solche Briefe können dem Vaterlande von Nutzen sein. Insbesondere aber möchten wir uns a» die Amerikaner wenden, die sich jetzt noch in Deutschland befinden, und die demnächst heimkehrcu werden. Dem ganzen deutschen Volke haben ihre Tiimxatbickuiidqcbunaen von Herzen wohlgetan, sie werden uns unvergeßlich sein. Mögen sic ihre Freundschaft auch drüben betätigen, indem sie Mitwirken, der Wahrheit zum Siege über die englische Wcltbeeinflussung zu verhelfen. Alle Freunde Deutschlands sollten sich jetzt in diesem Streben vereinigen!
Englands und Frankreichs Kriegserklärung an Oesterreich Ungarn.
Gestern mittag 1% Uhr ist der englische Botschafter im Ministerium des Auswärtigen in Wien erschienen und hat erklärt, daß sich England von gestern (Mittwoch Mitternacht) an als mit Oesterreich-Ungarn im Kriegszustand befindlich betrachte. Gleichzeitig hat der Botschafter feine Pässe gefordert.
Staatssekretär Grey gab dem österreichisch-ungarischen Botschafter in London Grafen Mcnsdorf die Mitteilung von der Kriegserklärung Frankreichs und Englands an Oesterreich- Ungarn. Als Grund der Kriegserklärung Frankreichs gab Grey die angebliche Abscndnng österreichischer Truppen nach dem Elsaß an. Letztere Behauptung ist eine wissentliche Unwahrheit, da kürzlich auf eine Anfrage der französischen Regierung von hier aus eine kategorische verneinende Antwort erfolgt ist.
Der amerikanische Botschafter hat den Schutz der Eng- länder in Oesterreich übernommen.
Ein Manifest der rcvoltttiouärcn Partei an das russische Volk.
Man weiß, daß die russische Regierung in derselben Zeit, wo sic vier Armeekorps im Siidcii mobilisiert hat, den Zustand der verschärften Uebcrwachiing, anders gesagt, den Belagerungszustand über Petersburg und Moskau verhängte. Die ersten Opfer dieser militärischen Maßnahmen ivaren natürlich unsere russischen sozialistischen Freunde und hauptsächlich die legale sozialistische Presse. Die Zeitung Arbcitcrieben der revoliitionären Sozialisten, Dout Pravbu. der Sozialdemokratie, Nacha rabotchaiajismc, ebrufalls der Sozialdemokratie gehörend, wurden verboten.
Wenn die legal« Presse auf diese Weise für den Augenblick auch unterdrückt wurde, so begannen die geheimen Druckereien ihre Tätigkeit doch zu verstärken. Das erste Dokument, das aus dielen geheimen Druckereien hervorging. war der Aufruf der revolutionären sozialistischen Partei an die russtschen Arbeiter und Bauern. Das Manifest stellte Bctrachttiiigen au über die Ursache des Krieges und gibt, wie kaum anders zu erwarten, Oesterreich di« Schuld, das den Serben ein „unannehmbares" Ultimatum gestellt habe. Dan» aber heißt es weiter:
„Aber ist die serbische Regierung weniger interessiert, geht
sic nicht auch verbrecherisch gegen die Mazedonier vor, verweigcri sic ihnen nicht das Recht, frei über ihr Schicksal zu verfügen? Hat sie nicht kürzlich gegen gllcs Recht politische Flüchtlinge dem Zarismus überliefert?
Und welche Heuchelei erst diese Einmischung deS Zaren zugunsten des kleinen unglücklichen Serbiens, des Zaren, der Pole» und Finnland und die Jude» martert und der sich gegen Persien wie ei» wahrer Bandit beträgt!?"
Ter Ausruf ruft die Arbeitermassen auf, sich zu erheben und die Jntrigiien de? Zarismus zu durchkreuzen, vor allem wenigstens daraus hinzuwirken, daß der Krieg lokalisiert bleibe:
„Welches auch immer der Lauf der Ereignisse sein wird. Ihr überzeugle Arbeiter und Bauern werdet in dem heldenmütigen Kampf fortfabrcn, um Rußland seinen wirklichen Platz in der bedrohten zivilisierten Welt zu erobern."
Das deutsche Botfchastcrpalais in Petersburg zerstört!
Hofrat Kattner ermordet.
Hosrat Alfred Kattner, der seit mehr als 30 Jahren im deutschen konsularischen und diplomatischen Dienst in Ruß. la»d tätig war, und der bei der kürzlichcn Abreise der dcut- scheu Botschaft zurückgclasscn worden war, ist, wie der Lokal- Anzeiger mittcilt, vom Petersburger Pöbel ermordet worden. Die Volks-Massen konnte» ungehindert in das Botschafterpalais eindringcn, haben den Beamten »iedcrgcmacht, die Räume geplündert und daun das Gebäude in Brand g e st c ck t. Tann erst kam Polizei »nd Feuerwehr.
Englische Stimmen gegen die Teilnahme Englands am Krieg.
Tie Berliner Morgenpost ist i„ der Lage, zwei englische Flugblätter gegen den Krieg mitzuleilen. Ti« Flugblätter stammen wahrscheinlich aus den letzten Tagen vor der englischen Kriegserklärung: sie wurden von Organisationen verbreitet, die sich Neu- tralitätsgcsellschgsteu nennen. In einem dieser Flugblätter heißt es:
„Engländer, tut eure Pflicht! Haltet euer Land fern von einem böswilligen und dummen Kriege!
Kleine, aber mächtig« Eliguen versuchen, das Land in einen solche» Krieg zu stürze». Ihr müßt dieses Komplott noch heute vernichten, oder cs wird zu spät sei».
Fragt euch doch: Weshalb sollen wir in den Krieg gehen?
Tie Kricgspartei sagt: „Wir müssen das Gleichgewicht der Kräfte aufrecht erhalte»: denn wenn Deutschland Holland oder Belgien anneftiert, so wird es so mächtig werden, daß es auch uns bedroht." „Dann," sagt di« .Kriegspartei, „sind wir auch durch Vertrag verpflichtet, sür die Neutralität Belgiens zu kämpfen. Außerdem haben wir vertragliche Verpflichtungen gegenüber Frankreich, für die Franzosen zu känipsen."
Alle diese Gründe sind falsch. Tie Kriegspartei sagt nicht die Wahrheit. Die wahren Tatsachen sind folgende:
1. Wenn wir uns auf die Seite Rußlands und Frankreichs stellten, so würde das Gleichgewicht der Kräfte in einer Weise zerstört werden wie nie zuvor. Das militärische Rußland mit seinen 100 Ästillionen Ästenschcn würde die Vormacht in Europa werden. Und Si-e wissen, wie beschaffen dieses Rußland ist.
2. Wir sind keineswegs vertraglich verpflichtet, in einen europäischen Krieg einzugrcisen, um die Neutralität Belgiens zu verteidigen. Unsere Verträge bestimmen ausdrücklich, daß unsere Verpflichtungen uns nicht zwingen lallen, in einen europäischen Krieg cinzugrcisen, um sie (diese Verpflichtungen) cinzuhalten. Und wenn wir für die Neutralität Belgiens tatsächlich kämpfen sollen, so müssen wir darauf vorbereitet sein, ebensowohl gegen Frankreich wie gegen Deutschland zu kämpscu.
3. Der Premierminister nud Sir Edivard Greg haben im Hause der Gemeinen nachdrücklich und feierlich erklärt, daß wir keinerlei mündliche oder schriftliche Abmachung abgeschlossen haben, sür Frankreich in den Krieg zu ziehen. Wir sind unseren Verpflichtungen in der Marokkoaiigelegenheit gerecht geworden. Die Entente Eordiale war ein Friedeuspaki und nicht ein Kriegs- biiiidnis.
4. Wenn Deutschland tatsächlich versuchte, einen Teil Belgiens, Hollands oder der Normandie zu auncktsercii — es liegt aber kein vernüilstigcr Grund vor, daß Dcutschlaiid einen solchen Versuch machen würde —, so würbe Dentschbind schwächer sein als cs jetzt ist, denn es würde seine ganze Kraft oufbieten »liissen, um die eroberten Gebiete im Zaume z» halten. Wir wissen ober nicht das Geringste davon, daß Deutschland tatsächlich solche Absichten hege. Es wäre ungeheuerlich, auf einen so unbestimmten Verdacht hin England in den Krieg hineinzuzerren.
Das Flugblatt schließt mit der Aufforderung an jeden Engländer, alle m seiner Macht befindlichen Mittel anzumeiiden, um die Regierung, das Parlament, die Behörden an der Intervention Englands zu verhindern.
In dem anderen Flugblatt wird gesagt:
„Warum sollen wir für Rußland kämpsen? Wenn England zum Krieg« rüstet, wird cs Rußignd «ntcrstötzcn. das Festland von Europa zu erobern.
Rußland ist das Land, das zu bekämpfen uns 50 000 WO Lstr. im Krim krieg gekostet hat.
Rußland ist das Land, welches unser Indisches Reich bedroht.
Rußland ist das Land, weiches noch in der letzten Woche Landslcntc in den Straßen ihrer Städte nicdcrgcschossc» bat.
Rußland ist das Land, welches der Feind vo» fortschrittlichen Idee» und britischen Gedanke» von Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit ist.
Welches ist die grüßte Gefahr für England: 65 Millionen


