Poscn-Gncscn zu beenden. Die Verhandlungen mit dem Päpstlichen Stuhle führten zu eincni Einverständnis darüber, daß der bisherige Weihbischof von Posen, Dr. Likowski, zum Erzbischof von Posen-Gnescn ernannt werden soll. Die Ernennung ist noch nicht erfolgt, steht aber bevor.
Auch diese Maßnahme will die bisherigen Gegensätze aus- gleichen, Verstiminungcn beseitigen, aussöhnen. Wer hätte das vor wenigen Tagen für möglich gehalten!
GciicralstabSkönfcrcnzc» für die Presse.
Die augenblickliche Laue hat cs mit sich gebracht, bah die Mli- tärvcrwalMng ständia Kühlung mit der Presse nimmt, Es werden daher Konferenzen stattsindcn, in welchen ein« gegenseitige beruflich-technische und vertrauliche Aussprache vorgenommen iverdcn soll. Tic erste dieser Konferenzen fand am Montag im Reichstag statt. Major Nicolai, der Vorstand der Nachrichtenabteilung des Groben Gcncralstabes. gab eine Tarstcllung über de» Verlauf und die bisherigen Ergebnisse der deutschen Kriegsführung. Er bat die Preflc, nach Kräften die an sich ja verständliche Ungeduld des Publi- tums, mit der cs ans die Kunde von gewonnenen Schlachten warte, zügeln zu helfen. Insbesondere miille verhindert werden, daß die Masten argwöhnisch würden, wenn der Nachrichtenborn jetzt noch eine zeitlang — und auch später nach Beginn der taktischen Ope- rationcn gelegentlich einmal — etwas dürftig fließe. Kur den Augenblick se« man mitten im Ausmarsch. Gcplänkelt oder auch gekämpft werde ununterbrochen da oder dort, doch hätten diese Zusammenstöße nur sehr untergeordnete Bedeutung. Und es komme jetzt alles darauf an, dem Gegner alles vorzucnthalten, was Schlüsse auf die Anlage des Feldzuges auf unserer Seite gestattet. Später, nach den ersten Schlachten, wenn nichts mehr zu verheimlichen sei, ivcrde dies ganz von selbst anders. Wenn etwas wirklich Wichtiges passiere, werde das, wie cs sich beim Kall Lüttich gezeigt habe, schon bckanntgcgeben. auch, wen» das Kriegsgiück unseren Truppen einmal weniger günstig sei.
Die Amnestie..
Der preußische Justizminister hat zur Ausführung des Allerhöchsten Gnadenerlasses vom 1. August am 4. August folgendes verfügt: Gesamtstrafen, die wegen der unter den Allerhöchsten Gnadenerlaß vom 1. August fallenden Straftaten erkannt sind, sind insoweit erlassen, als die ihnen zu Grunde liegenden Einzclstrafcn in den Rahmen des Erlasses fallen, ohne Rücksicht auf die Höhe der Gesamtstrafe. In den Strafsachen, in denen durch den Allerhöchsten Erlaß vom l. August die Strafen erlassen worden sind, sind die Kosten bis auf weiteres nicht einzufordern oder cinzutrcibcn.
Den verschärften Belagerungszustand über Danzig hob der Festungskommandant von Danzig wegen der musterhaften Haltung der Bevölkerung wieder auf.
Deutschlands finanzielle Kriegs» üstung.
Zu der Erklärung der Norddeutschen Allgemeinen Zei- tung über die finanzielle Kriegsrüstung Deutschlands schreibt die Neue Freie Presse: Das Bild, das von halbamtlicher deutscher Seite entworfen worden ist, ist glänzend. Wie die Armceverfassung so ist auch die wirtschaftliche Verfassung unseres Verbündeten durch die Kraft der Voraussicht und hellen Verstand gekennzeichnet. Diese wirtschaftliche Politik trögt auch dazu bei, anderen Ländern als leuchtendes Vorbild zu dienen.
Französische Kriegsgefangene.
Gestern nachmittags haben 700 französische Kriegsgefangene aus dem Elsaß Worms aus dem Transport nach dem inneren Deutschland passiert.
.Die französischen Gefangenen.
Die Frankfurter ZeiMng schreibt:
In der Bethmannschule liegen 170 französische Gefangene! Ganz früh schon huscht die Nachricht von Mund zu Munde, und die Leute, die von Bornheim kommen, machen einen Umweg durch die Anlagen. Sic klettern auf die Bänke, auf die Einfassungsmauern, um einen Blick auf die Nothosen werfen zu können. Da sind sic nun endlich, dl« Beweisstücke unserer ersten glücklichen Erfolge. Cie leben und reden und keine französische oder belgische Lllgcn- nachricht kann sic aus der Welt schaffe».
Fm Schulhof stehen einige deutsche Feldwebel und Offiziere. Unter den schweren Sommcrschattcn der Bäume selten sic ganz friedlich aus. Tann aus der Treppe zu den Schulräumen noch einige deutsche Soldaten mit aufgepslanztem Gewehr. Wir treten in ein Klassenzimmer. Aus der Tafel steht noch mit exakter sorg- fälttgcr Lchrerschrlft mit Kreide hingcmalt „Die Neuordnung des athenischen Staates durch Solon". Auf den Boden ist Stroh hin- gcbreitct und dort liegen sie in ihre» roten Hosen und etwas graublauen, unsauberen, karrierten Hemden. Sic sind müde und unwirsch und schauen mißtrauisch zu mir hin. Daun beginnt der eine
A f r «j a.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 33
Das ganze Grauen und das innerste Wesen dieser Schöpfung, ihre ewig gebührende Kraft und ewige Vernichtung zeig- ten sich in allcnAbstufungen. Uebcreinandcr gestürzt.gcbrochcn, geborsten und verwittert lagen zahllose Stäninie, wie der Tod jie ereilt hatte. Manche hatten ihm lange getrotzt, bis ihre Stunde kam, andern war er früh erschienen. Hier ruhten sie in dichter Gemeinschaft, dort hatte ein Riese, aus der Höhe niedcrfallend, zerschmettert, was seinen Sturz aufhalten wollte. Mit königlichen Leibern bedeckten sie die Felsen, an denen ihre Kronen zersplittert waren, wankend nnd seufzend standen andere mit zerrissenen, losgctrenntcn Wurzeln und erwarteten den Stoß, der ihrem Dasein ein Ende machen sollte. Von vielen, die einst mächtig nnd gewaltig, war nichts übrig geblieben als eine faulige zerstörte Masse; über sie hingestreckt lagerten ihre Kinder und Enkel, an denen der Wurm der Vernichtung noch frischer nagen konnte. Hier fehlten die Aeste, dort fehlte die Rinde, da war der Splint noch frisch, dort alle Hülle abgefallen bis aufs tiefste Mark, während neben ihnen, ihr Elend verhüllend, grüne saftige Gefährten ruhten, die gestern noch frische Zweige in die Lüfte schickten, damit ein irrender Vogel Schlaf und Frieden aus ihnen suche, der schreiend ausflattcrte und floh, als Geister der Nacht heulend durch die Schlucht stürmten und den lebenslustigen Gesellen zu den Toten warfen.
Es war keine leichte Arbeit für die neugierigen Wanderer, fortgesetzt über die Haufen schlüpfriger Baumstämme und über die unwegsamen Steintrümmer zu klettern, aber Helgestad war nicht so bald zu ermüden und eingesponnen in seine Betrachtungen, welche Vorteile dieser Wald dem Besitzer bringen niußte. Während Pctcrlcn und Marstrand in die Tiefe des Tals vordrangen und den Balself verfolgten, ,ging er mit Olaf der Höhe zu, um einen freieren Punkt zu
oder andere langsam im Patois der Gegend von Bclfort zu reden. Eine Hand voll Zigaretten, hier und dort verteilt, macht sie zutraulicher. Es ist llar. sie haben immer noch Furcht vor einem ungewissen drohende» Schicksal, dem sie entgcgenzugchcn glauben. Ein intelligenter junger Bursche beginnt zu erzählen und dann wieder einer. Nein, sic wissen nichts, gar nichts! Noch nicht einmal di« Namen der Generäle, die sie führten. Fn einem anderen Zimmer liegt ein sungcr Unteroffizier auf der Streu. Er schläft. Tic Wache weckt ihn, und brummend erhebt er sich. Unwillkiirlich mache ich Vergleiche zwischen dem blitzsauberen stämmigen und geraden deutschen Soldaten, der neben mir steht und den Leuten, die dort wie Tote aus dem Strohlager ruhen und in ihren ärmlichen blauen Mänteln oder Ihren karrierlcn Hemden und roicn Hosen so merkwürdig verlottert aussehen. Aber wir wollen nicht vergessen, sie haben einen langen Marsch und eine Schlacht hinter sich, bei der sie durch Gräben und aus der Erde hinkriechc» mußten.
Ter junge Mensch ist Maler: er hat in Zürich und München studiert und spricht deutsch. Er leuchtet auf, als ich ihm von Bildern spreche und erzählt aus deutsch in schweizer Dialekt. Auch ein anderer spricht deutsch. Seine Frau ist ein« Deutsche und er klagt über diesen Krieg. Nur ganz allmählich erfahre ich, daß fast alle diese Leute aus Bclfort und Umgebung stammen und in Bclfort in Garnison lagen und daß es das siebente Korps unter General Bonncau und eine Division war, die auf französischer Seite im Kamps standen. Der Divisionsgeneral hieß „Subcrbq", ruft einer dazwischen. Und aus meinen Einwurf: „Eh bien, pas de blagues", versichert er ganz ernsthaft, und die anderen stimmen zu: Mais oui, il s’appelle Suberby. Ucbrig«Ns
scheinen die Leute wirklich wenig Ahnung davon zu haben, wer a» ihrer Spitz« stand, und sie behaupten, im letzten Augenblick seien an den leitenden Stellen die Befehlshaber gewechselt worden. Als ein langer treuherziger Bursche in breitem Dialekt von seinem Oberst Tutrel erzählen will, ertönt ein Pfiff, und er schweigt verlegen.
Viele von ihnen sind übrigens Reservisten, die erst vor vierzehn Tagen «ingezogen sind, und di« fast keine Vorstellung haben von dem, was um sie her vorging. Am Mittwoch sind sie von Bclfort abmarschicrt. wo alles ruhig war. Tann waren sie zwei Tage unterwegs, und am Sonntag um halb zwölf Uhr morgens begann vor Mülhausen die Schlacht, die furchtbar war. Ein Mann von den 183eru sagt glücklich lächelnd, daß er von den 10 bis 50 Mann seiner Sektion der einzige Uebcrlebende sei! Bis zum Abend um 11 Uhr dauerte das Feuer, und selbst in den Straßen von Mülhausen und in den Gärten sei gekämpft worden. Hierbei seien einzelne von ihnen obgefprengt und gefangen genommen worden. Andere sind in der Nacht vom Sonntag zum Montag auf dem Marsche überrascht und nach längerem Kampf gefangen genommen worden. Vorgestern abend wurden sie von Mülhausen abtransportiert; sie übernachteten in Colmar und fuhren dann nach Frankfurt.
Eine Stube Gefangener nach der anderen wurde gegen zwei Uhr heruntcrgcführt in den Schulgarten, wo sie Suppe, W u r st und Brot erhielten, und wo eine behäbig« gemütliche Frau mit gewalttger Gest« den Riescnlöffel hantierte, der die Suppe aus dem Kessel holte. Wir aber alle hatten die Empfindung: Wenn von unseren braven deutschen Jungen manch einer — und Gott gebe, daß ihre Zahl so klein wie möglich sei — auf fremder Erde in Gefangenschaft geriete, so mögen sie dort so gut und Menschenfreund l i ch behandelt werden, wie diese Franzosen in Frankfurt.
Was die Franzosen erzählen.
Aus dem Leserkreis der Franks. Ztg. wird eine Reihe von Acußerungcn mitgeteilt, die die in Frankfurt für kurze Zeit untergebrachten französischen Gefangenen getan haben: „Wir haben die Deutschen nur gesehen, wenn sie im Laufschritt auf uns zukamen. Unsere Toten hatten fast nur Kopf- und Brustwunden. Bei Mülhausen waren die Deutschen uns einmal auf 50 Meter nahegekommcn und schossen alles über den Haufen. Unser Leutnant sagte: Wo stecken sie nur? Auch er sah trotz des Feldstechers nichts — alles war grau. Die Erde und die feldgrauen Uniformen sahen sich ähnlich, wie ein Ei dem anderen. Wir haben unsere alten Exerzieruniformen behalten und mit diesen sind wir aus Bclfort ausgerückt, weil nichts anderes da war!" Dentschland «nd Italic».
Der italienische Botschafter in Berlin, Bollati, hat, wie die Neue Gesellschaftliche Korrespondenz mclhct, seiner Regierung den Wunsch ausgesprochen, sie münolich über den Stand der Dinge in Deutschland zu unterrichten. Bollati, der aus seinen deutschen Sympathien niemals ein Hehl gemacht hat, reiste gestern abend nach Rom ab; die deutsche Re- gicrung hat ihm einen Sondcrwagen, der einem Militärzug eingefügt worden ist, zur Verfügung gestellt.
Die Engländer befürchten eine» Flotteniiberfall.
Die Furcht der Engländer vor einem deutschen Uebcrsoll ans die englische Küste ist wieder erwacht. Der militärische Mitarbeiter der
gewinnen, von dem aus sich das ganze Gebiet übersehen ließ. Der nordlündische Eigentümer war kein Spekulant, und seinem mäßigen Erwcrbstriebe wollte die Benutzung dieser Holzschätze durchaus nicht recht einlcuchten. Er bedachte die Schwierigkeiten sowohl wie die bedeutenden Kosten, welche es machen müßte, um hier Bäunic zu fällen und bis an den Fjord zu bringen, und entwickelte seine Gedanken darüber, daß cs immer billiger bleiben werde, Holz aus dem Süden kommen zu lassen, tvo es im Ilcberfluß wachse. Helgestad hörte still zu und schlug dann und wann mit seinem großen Stocke an die mächtigsten Bäume.
„Kannst cs nicht begreifen", sagte er endlich. „Gehörst zu denen, die sehen müssen, ehe sie glauben, und hat auch sein Gutes, ruhig in Empfang zu nehmen, was da ist, und sich nicht auf Grübeln und Trachten cinzulasscn. Magst es aber als gewiß annehmen, Olaf, daß du in Jahr und Tag finden wirst, es sei das leichteste Ding von der Welt, den ganzen Wald zu Brettern und Bauholz zerschneiden zu lassen, und nichts bequemer, als am Balsfjord Jachten zu beladen, die es bis nach Nordland und selbst nach Holland führen."
Olaf sah den Sprecher verwundert an und erwiderte kopfschüttelnd: „Es ist möglich, daß es Mittel gibt, aber viel
Geld und große Mühen sind dazu nötig. Gehörte das Land Euch, so würde ich glauben, Ihr könntet es wagen, dann »och reicher oder ärmer zu werden; dieser dänische Herr aber wird so leicht nicht an so große und schwierige Spekulationen denken, und schwerlich wird er einen finden, der Narr genug wäre, ihm dazu große Sommcn vorzustrecken."
„Keinen Narren außer mir," sagte Hclegstad ihm Pfiffig zunickend.
„Wie?" rief der Nordländer, „das wolltet Ihr wirklich tun? Verlockend mag es aussehen, aber ich warne Euch. Ihr habt mehr als viele erworben und seid in Jahren, wo man nusruhen soll."
„Nuh!" antwortete Hclgestad grinsend, „habe wirklich geglaubt, würdest mit beiden Händen zugreifcn, wenn dir ein
Times schreibt, England müsse sich auf eine» Haid st reich der deutsche» Flotte vorberciten. Die geeignete Zeit dazu seien die nächsten beiden Wollten. Es sei nicht aiizunehnn«, daß eine junge Flotte wie die deutsch«, die sich ihre» Lorbeer erst lerdicncn müsse, in de» Häsen sich verbergen werde. Auch der Hstorikcr Holland Rose hält diesen Handstreich für möglich.
Tie englische Flotte.
Ein englisches Geschwader wurde zwischen Kostu und Pakras gesichtet, ei» anderes, bestehend aus mehreren Pa>zcrii und zehn Torpedobooten, auf der Höhe von Ancona (Italien
Englische Massnahmen.
In London hat sich eine Fremdenlegion gebildet,, die neben dem englischen Heer kämpfen soll.
England will, wie verlantet, ein zweites Heer auf- stellen: Lord Kitchener habe Aufforderungen in alle Graf- ichastsräte des Königsreichs gesandt, ihm dabi behilflich zu sein. Das englische Publikum boykottier deutsche Geschäfte, Getränke »nd Waren. Das Daily Chroicle verlangt, daß das den Deutschen anfcrlegte Verbot, Wahn nnd Automobile zu besitzen und das Telephon zu bcnven, auch auf die O e st e r r e i ch c r und Ungarn ausgedcnt werde.
Viele von Deutschen bewohnte Häuser sindoon der Lon- doner Polizei durchsucht worden. Nicht wniger als 21' Spione oder als solche verdächtige Leute wurda am Dienstag und Mittwoch voriger Woche in Haft genommen, darunter ein d e u t f ch e r B a r o n und andere in hohen «zialcn Stellungen befindliche Deutsche. Die ihnen gehcigen Automobile wurden von der Polizei beschlagnahm Auch der Vertreter Krupps, Friedrich Wilhelm von B ü o w, wurde verhaftet..
Englands Versorgung aus Dänen»«? stockt.
Die dänische Ausfuhr nach England wurd wegen der Minengefahr in der Nordsee eingestellt. Das st insofern schlimm für England, als cs riesige Mengen dän'ches Fleisch bezogen hat.
Ein japanisches Geschwader in De.
Ein japanisches Geschwader ist nach einer Meldungder Agenzßr Stefans unter Admiral Dewa in See gegangen.
Französtschr Spionage in der Schweiz.
In Basel hat die schweizerische Polizei, wie der Errier« bellet Sera erfährt, eine französische Spionage-Agentur aufgcobcn. Die Entdeckung erfolgte dadurch, daß eine mit der Adresse de« Hauptagenten versehene Briestaub« der Polizei in di« Hand siei. Dl« Spione ivurden verhaftet.
Blockade der montenegrinischen Küste.
Oesterreich teilte der italienischen Regierung fremdschafsi sich mit, daß es die montenegrinische Küste blockicrm werde, Italien erhebt keinen Einspruch.
Frankreich und Belgien.
Belgische Blätter veröffentlichen Telegramme Bischen: dem Präsidenten der französischen Kammer Deschanel und' dem Präsidenten der belgischen Kammer. In ihner. werden, die Belgier als Verteidiger der europäischen Unablängigkeitz und als Vorkämpfer der Ehre bezeichnet.
Weiter geben die Blätter offen die Bildung ein s-Franc- tireurkorps für den Guerillakrieg zu.
Ein guter Jang.
Nach Meldungen aus Stockholm wurde dort der 'michtigw russische Spionageagent Hamper verhaftet. Dieser wohnte seih einigen Tagen unter dem Namen Met» in einem Stockholner Hotel, wo ihn ein Gast erkannt«, der den kommandierenden Admiral in Kenntnis setzte. Der Admiral entsandte eine Patrouille, die Hamper verhaftete und mit ihm ein« in seiner Begleitung befindliche englische Dame, bei der Diamanten im Werte von vielen tausenden Mark gesunden wurden. Hamper war früher Leiter eines russischen Tpiviiagebnreaus in Kopenhagen, das seine Verbindungen iiber ganz Skandinavien, besonders über Schweden ausgedehnt hatte.
Ans Rnsstsch-Pole».
Die Gazetta Wicczorna erhält von einem aus Ezcnstochau tnl Lemberg ei »getrosten en Rei senden folgende Mitteilung: Vor i*nt Einzuge der deutschen Truppen in Ezenstochau kam cs dort zu einer förmlichen Revolution der polnischen Reservrste».
Fn Warschau herrscht infolge der kriegerisch«, Ereignisse Geld- n o t. Tie Fabriken ivaven am Samstag nicht mehr imstande, ihm» Arbeitern den Wocheulohn auszuzahlen.
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Anteil am Geschäft geboten würde. Wird Geld kosten, wie du sagst, aber werden die Vorteile auch groß sein. Sich her, gibt zwanzig Stellen, die gut sind für Schneidemühlen, und schwimmt das geschnittene Holz über alle Fälle der Bakself fort bis an den Fjord, wo es aufgesischt wird. Müssen jetzt alles Bauholz von Trondhjem nnd selbst von Bergen Holk». Werden es künftig besser und jedenfalls billiger haben, bi- greisst es, Olaf? Isis nicht so?"
Aber es war nicht so. Olaf erklärte mit vieler Bestimin- heit, daß er mit dieser Spekulation nichts zu tun habtr wolle; mochte nun Hclgestad auch behaupten, daß solche Bäune ii, ganz Finnmarken nicht weiter zu finden seien, daß die besten Schiffe daraus gebaut werden könnten, obenein aber de kleinen Täler an den beiden Seiten des Fjord so geschützf lägen und voll fruchtbaren Bodens feien, daß Kolonisten übert all sich darinnen anbauen könnten, er schüttelte beharrlich de» Kopf nnd widerriet das ganze Unternehmen.
Plötzlich aber wurde ihr Gespräch von einem wildeitz Schrei aus der Schlucht unterbrochen. Im nächsten Augen« blick folgte ein Schuß, dessen Donner alle Echos weckte, danrj ein Gebrüll, das Entsetzen erregen konnte, und gleich darauf ein neuer Büchsenknall. Rauch stieg zwischen den Bäumen auf, ein Mann floh in größter Hast über die Steine nnd Trümnicr nnd schrie im Lausen laut um Hilfe. Alles das geschah fast zugleich, doch Olaf sowohl wie Helgestad wußten es beide zu deuten.
Der Nordländer rannte mit dem Gewehr in der Hand dem Flüchtling entgegen, welcher kein anderer war als der Schreiber, und als er ihn erreicht hatte, hielt er ihn halb mit Gewalt fest, denn Paul Pcterjen schien vor Schreck Atem »nd Besinnung verloren zu haben. Sein Gesicht drückte Entsetzen aus, er hatte seinen Hut auf der Flucht verloren, sein Haar flog ihm um den Kopf, und seine Augen blickten verwildert uniher.
lFortsctzung folgt.)


