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hatten bald herausgefunden, um wen es sich handle, und er­zählten mir nun ausführlich von dem Mädchen und seiner Familie. Dreißig Morgen habe der Vater in Besitz, die er mit einem Zahne bebaue. Der zweite Lohn hatte das Zchlofferhandwerk gelernt und war in der Fremde, der dritte fei Notariatsgehilfe in Mainz. Zwei der Töchter feien nach auswärts verheiratet, außer Lina fei noch eine jüngere Schwe- fter als Dienstmädchen in Stellung und zwar in Wiesbaden. Der alte Landau fei ein frommer Mann und habe feine blinder gut erzogen, Schulden habe er nicht, er fei in der Gemeinde ein geachteter Bürger.

So wußte ich alles, was ich wissen wollte, und mein plan war gefaßt. Soldat war ich gewesen, beinahe 25 Jahre war ich alt, Beschäftigung hoffte ich auch im Winter zu bekommen, ich konnte daran denken, in absehbarer Zeit den eigenen Hausstand zu gründen. Lina Landau und keine an­dere, so stand es in mir fest. Sobald die Gelegenheit dazu ge­kommen sei, wollte ich an sie die entscheidende Frage richten.

Uber lange Zeit hindurch wollte diese Gelegenheit sich nicht bieten. Zwar kamen wir öfter sowohl bei Baspar Heinz als auch bei Philipp Machmer zusammen, aber immer waren andere Leute zugegen. Das aber hatte ich bald herausge­funden: ich war dem Mädchen nicht gleichgültig, sie wandte sich im Gespräch sehr häufig an mich und war immer sehr freundlich gegen mich. _ (Fortsetzung folgt)

Worte zum Nachdenken in der Kriegszeit.

Laßt uns, o Herr, immer mehr zu der Weisheit reifen, die über das Nichtige hinwegsehend in allem vergänglichen nur das Ewige sieht und liebt, und in allen deinen Rat­schlüssen auch deinen Frieden findet und das ewige Leben.

Schleiermacher.

Wer unter dem Schirm des höchsten sitzt und unter dem Schalten des allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Psalm 91, I u. 2.

Ihr seid alle Gottes Binder durch den Glauben an Christum Jesum. Gal. 3,26.

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 18. GKtober, 19. nach Trinitatis. Gottesdienst.

In der Stadttirche.

vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer D. Schlosser, vormittags 11 Uhr: Binderkirche für die Matthäusgemeind«.

Pfarrer v. Schlosser.

Ubends 5Uhr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und heil. Ubendmahl für Matthäus- und Mar­kusgemeinde gemeinsam. Unmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Mittwoch, den 21.(Oktober, abends 8 Uhr: Briegs- betstunde. Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche.

vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Binderkirche für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Bechtolsheimer. abends 5 Uhr: Pfarrer U us feld.

Beichte und heil. Ubendmahl für die Lukas- und Jo­hannesgemeinde gemeinsam. Unmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Ubends 7t -Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal und der konfirmierten weiblichen Jugend im Lukassaal

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