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gehen, schauderhaft aber ist es, wenn ein Berliner in seine schnarrenden Lätze das gemütliche Wörtchen ,,a bissel" ein- slietzen läßt. Daß der Berliner der Gegenwart das tut, geht aus den Romanen der Brüder Zabeltitz hervor, die ihre schneidigen, norddeutschen Herren dieses Wörtchen oft gebrau­chen lassen. Schauderhaft auch ist es, wenn man in Gießen die Wendung ,,die Jungens" gebraucht,Die Jungens", das ist eine Redewendung, die derjenige Berliner gebraucht, der mit Schulbildung nicht allzu sehr belastet ist. Jedes Rind weiß, daß diese Rusdrucksweise sprachlich unrichtig ist, der Plural vonder Junge" heißt dochdie Jungen", warum wollen wir in unserer Sprechweise den Jargon der Berliner Bevölkerung einfließen lassen? Um zu sagendie Jungen" oderdie Rnaben", brauchen wir doch den Mund nicht wei­ter aufzumachen, als wenn wir sagendie Jungens". (Oder klingt dieses Wort vielleicht schneidiger, moderner, kraft­voller? Bann sei man doch auch konsequent und sage:Ich bin mit die Jungens gegangen", wollen wir Dialekt reden, so doch lieber den guten Gießener und oberhessischen Dialekt, viel feiner alsdie Jungens" klingt dochdäi Bouwe".

Ronfefsionelle Statistik. Rach einer Berech­nung, die teils auf statistischen Zählungen, teils, für die außereuropäischen Erdteile, auf Schätzungen beruht, gibt es zurzeit auf der Erde etwa 202 Millionen Protestanten und 290 Millionen Ratholiken. In Rmerika (Nord- und Süd­amerikas halten sich die beiden Ronfessionen ungefähr die wage: 83 Millionen Protestanten, 87 Millionen Ratholiken. Europa zählt 109,7 Millionen Protestanten und 191,8 Mil­lionen Ratholiken. (Ein vergleich mit den' entsprechenden Zahlen des Jahres 1872 zeigt, daß sich das zahlenmäßige Verhältnis der beiden Ronfessionen sehr zugunsten der Pro­testanten verändert hat. Damals gab es in Europa 70,8 Millionen Protestanten,' die Ratholiken zählten mit 147,8 Millionen über das Doppelte, was heute bei weitem wohl nicht mehr der Fall ist. Eine Hauptursache dieser Verschie­bung des Verhältnisses liegt darin, daß das katholische Frank­reich so gut wie keine Bevölkerungszunahme aufzuweisen hat, und daß in Großbritannien infolge der Ruswanderung aus dem tzatholischen Irland die Zunahme der Ratholiken minimal ist sie beträgt seit 1872 0,1 Million, während gleichzeitig die Zahl der Protestanten um >4,7 Millionen gewachsen ist. Dadurch wird für Europa die relativ stärkere Vermehrung der Ratholiken in manchen Ländern, unter ande­rem auch in Deutschland, mehr als ausgeglichen. Der Rn- teil an der Gesamtbevölkerung der Erde belief sich schätzungs­weise für die Protestanten um 1870 auf 7,9 Prozent, um 1910 auf 11,7 Prozent' für die römischen Ratholiken auf 13,6 und 16,7 Prozent.

Worte zum Nachdenken.

wer in Gottes Hut Ist geborgen,

Froh und sicher ruht Ghne Sorgen.

Gottes Gnade Schirmt vor Schade, wahrt die Pfade

Rächt und Morgen. F. Fliedner.

Rannst du uns noch nicht geben Zurzeit im ird'schen Leben, was unser Herz ersehnt:

Dann, treuer Heiland, sende Geduld nur, bis das Ende Dein Wunderwalten Krönt.

Gott gebe uns Gnade und helfe, daß wir in Wohlfahrt nicht sicher, in Trübsal nicht traurig und verzagt sind, son­dern immer in Gottesfurcht leben, fest und beständig im Glauben und Bekenntnis Jesu Thristi bleiben und das heilige Vaterunser mit Mund und Herzen stets sprechen und bitten, daß Gott um seines lieben Sohnes willen uns und unsere Rachkommen bei der seligen Lehre des Evangelii wolle er­halten. Dr. M. Luther.

Sein Herz ist groß genug, um deine Sache auf sich zu nehmen, was du ihm gibst, das nimmt er, und was er nimmt, das übernimmt er auch zu deiner Freude. Das ist selige Ruhe des Glaubens, wenn man mit Gottes Zeit und Gottes Liebe rechnet. Jg.

kirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 2. Rugust, 8. nach Trinitatis. Gottesdienst.

In der Stadtiirche.

vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Thristenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde, vormittags 9Ve Uhr: pfarrassiftent h o f f m a n n.

Beichte und heil. Rbendmahl für Matthäus- und Mar- kusgemeinde gemeinsam. Rnmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten, vormittags IN/iUhr: Rinderkirche für die Markusgemeinde, pfarrassiftent h o f f m a n n.

In der Johanneslirche.

vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechiolsheimer.

Zugleich Thristenlehre für die Reukonfirmierten aus der Lukasgemeinde, vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Rusfeld. vormittags 11 Uhr: Rinderkirche für die Johannesgemeind«.

Pfarrer Rusfeld.

Rbends 8 Uhr: Versammlung und Libelbesprechung im Jo­hannessaal.

Wartburg", evangelischer Jünglings- und Männer-Verein.

(viezstraße IS, Kirchstrabe 9.)

Dienstag, abends 8Vs Uhr, Bibclstunde,

Mittwoch, abends 8 Uhr, Turnstunde,

Donnerstag, abends 8Hz Uhr, Lese- und Spielabend, Samstag, abends 8Vs Uhr, Versammlung der älteren Rbteilung,

Sonntag, abends 8 Uhr, Vortragsabend, Viezstr. 15. Gäste stets willkommen!

9Couul a

röte,

sowie alle Arten von Hautunreinig­keiten, Hautausschlägen,wie Blütchen, Mitesser, Finnen, Pickeln, Pusteln etc. verschw.durch tägl.Gebrauch d.echten

"fke&enpferd -Temci\roefel.'fe4e

rümann & Co., Radebeul. 5 Pfg. :: Ueberall zu haben.