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B. Beuern, 5.Juli 1914. Unser Missionsfest, da; zur Erinnerung an die vor 2 Jahren erfolgte Drdination des von hier gebürtigen Missionars Heinrich Malter alljährlich An­fang Juli dahier gefeiert wird, fand heute nachmittag in unsrer geräumigen Kirche statt. Die vereinigten Posaunen­chöre von Bersrod und hier eröffneten die Feier mit dem Uiederländischen Dankgebet, wonach der hiesige Kirchengesang­verein mit dem Lied „wunderbarer König" folgte. Die an­regende Festpredigt hielt Pfarrer Hofmann-Winnerod im An­schluß an Evangelium des Markus 1b, 15 über unsere Pflicht zur Missionsarbeit. Nach einem weiteren Dortrag der Po­saunenchöre und des Kirchengesangvereins erzählte Missionar Meyer aus Kamerun von seiner Arbeit in dieser unserer deutschen Kolonie. Cr sprach in fesselnder Nede von dem leib­lichen und geistigen Elend der Heiden, ihrer Krankheitsnot, der unwürdigen Stellung der Frauen, Aberglauben, Zauberei u. a. und zeigte dem gegenüber die Liebesarbeit der Mission und ihre Erfolge. In Deutsch-Kamerun stehen zurzeit 54 Missionare, 40 Missionsfrauen, 400 Missionsgehilfen und 3 schwarze Pfarrer an der Arbeit. Auf 16 Stationen und 400 Außenstationen hat die Baseler Mission 17 000 Getaufte und 23 000 Schüler, ein Beweis von der Lebenskraft des Evangeliums und eine Bürgschaft für fernere Erfolge. Mit einem nochmaligen Oortrag des Posaunenchors und dem ge­meinsamen Gesang von „Ach bleib mit deiner Gnade" schloß das schöne Fest, das fast von 1000 Personen aus nah und fern besucht war.

Die Fortsetzung von „Griechische Reisen und Sommer- frischen" erscheint in der nächsten Nummer.

Großherzoglichen Gberkonsistoriums v. Nebel, der Schrift- führer Dekan Bayer und Pfarrer Wagner-Bensheim bestimmt. Vas nächste hessische hauptfest findet in (vberhessen und zwar in Hungen statt, wozu Pfarrer König-Bellersheim in Vertre­tung des Dekans Kirchenrat hainer-hungen als Abgeordneter herzlich einlud.

Längere Zeit beanspruchte die Beratung über die Frage: „Ist eine kirchliche Finanzgemeinschaft der politisch einge­meindeten Vororte mit den Stadtgemeinden möglich?", wor­über wirkl. Geh. Gberpostrat Kobelt-Darmstadt, als Mitglied des Vorstands, eingehend und sachlich referierte. Ts handelte sich um Gffenbach-Bieber und Mainz mit Mombach und Kastel-Amöneburg. Nachdem verschiedene Bedenken von seiten des Vertreters von Mainz (Pfarrer Lie. Bert-Weisenau) gel­tend gemacht worden waren, bejahte die Versammlung doch zuletzt die Frage im Interesse der Gemeinden und der Gustav- Adolf-Vereinssache, zumal dadurch Ersparnisse (jährlich 3464 Mark) zugunsten der übrigen Diaspora erzielt werden.

Zuletzt stand zur Verhandlung die Frage: „wie kann und soll die Jubiläumssammlung der Gustav-Adolf-5tiftung für 1917 in unserem Zweigvereinsgebiet erfolgreich vorbereitet und durchgeführt werden?"

Der einstimmig gefaßte Beschluß des Zentralvorstandes vom 8. Dezember v. J. geht nämlich dahin, daß die Reforma- tions-Jubiläumssammlung für die Zwecke der weiblichen Diakonie in der Diaspora bestimmt sein soll.

Bei der längeren Debatte war es inzwischen 1 Uhr und so Zeit geworden, daß das Festessen in der „Traube" die müde und matt gewordenen versammelten durch Speise und Trank erfrischen und beleben sollte.

Der geplante Ausflug nach dem Neuborn mußte infolge eingetretenen Gewitterregens leider unterbleiben, doch waren noch einige Abgeordnete und Festgäste mit etlichen wörr- stadter Bürgern ein Stündchen gemütlich auf dem sogenannten „Mühlchen" vor Abgang der Züge zusammen.

h. A. h.

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Da augenblicklich die neue Friedhofskapelle zu Gießen im Innern einer Reparatur unterzogen wird, so finden die Be­stattungsfeiern am Grabe statt. Es wäre wünschenswert, daß die Frauen, die sich den neuen Friedhof zum Schauplatz ihrer lebhaft geführten Gespräche auswählen, ihre Unterhaltung doch nicht so laut führen, daß die in geringer Entfernung davon stattfindenden ernsten Feiern dadurch gestört werden. Man kann die Tages- und Stadtneuigkeiten ja auch vor dem Friedhofe auf der Marburger Straße gründlich, ausgiebig und temperamentvoll verhandeln. Noch besser eignet sich hierzu die Wohnung; dort hat man ja auch Sitzgelegenheit und kann sich der Erörterung interessanter Gesprächsstoffe noch viel gründlicher widmen.

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An den Taubstummengottesdienst, der nächsten Sonntag ausnahmsweise schon um 1 Uhr beginnt, schließt sich eine gemeinsame Besichtigung der Gewerbe-Ausstellung an. Der Verkehrsausschuß hat den Taubstummen freien Eintritt be­willigt.

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Dienstag, den 14. Juli, veranstaltet der Akademische Wartburgbund abends 8V* Uhr in Steins Garten eine Ver­sammlung, in der Herr Professor D. Schian über das Thema „Die gegenwärtige Austrittsbewegung und die Gebildeten" sprechen wird. Jedermann ist herzlich eingeladen.

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 12.Juli, 5. nach Trinitatis. Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde, vormittags 9Ve Uhr: Professor D. E ck. vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2V? Uhr: Kinderkirche für die Matthäusge­meinde. pfarrassistent Hoffmann.

In der Johannestirche.

vormittags 8 Uhr: pfarrassistent Hoffmann.

Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde, vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.

Im Konfirmandensaal in der Liebigstrahe.

Nachmittags 1 Uhr: Taubstummengottesdienst. Pfarrer Bechtolsheimer.

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