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der Einzelvereine. Als Festprediger war Pfarrer Eschenröder (Worms) gewonnen worden, der seiner predigt das Wort des Jesaias Rap. 55 v. 10 u. II zu Grunde gelegt hatte: „Venn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Ls soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefällt und soll ihm gelingen, dazu ich es sende." Der Prediger sprach in hinreißender Rede von der Gottermacht des evangelischen Liedes, das die Menschen fromm, froh und fest mache. Rach dem Gottesdienst fand eine Rachoersammlung in Steins Garten statt, bei der Herr Rir- chenrat v. Schlosser die zahlreiche Versammlung mit herzlichen Worten begrüßte. Gr gab der Freude Rusdruck, daß der Sache der Rirchengesangvereine auch in unserem Dekanat großes Verständnis entgegengebracht würde und wünschte, daß dar gute Einvernehmen zwischen Stadt und Land, wie es in diesem Fest in die Erscheinung trete, auch fernerhin bestehen bleiben möchte. Dekan Gußmann hielt hiernach noch eine kernige Rn- sprache, in welcher er das Wesen und die Bedeutung der Rirchengesangvereine betonte und die Hoffnung aussprach, daß auch noch in anderen Dekanatsgemeinden solche Vereine entstehen möchten. Zwischen und nach diesen Reden erfreuten die einzelnen Vereine durch einen oder mehrere Gesangsvorträge geistlichen oder weltlichen Inhalts die Festbesucher, die Steins Garten zum großen Teil anfüllten, bis gegen 8 Uhr die Feier ihr Ende fand. Möge das schön verlaufene Fest bei allen Teilnehmern rechte innere Erhebung und neue Freude an unseren schönen Rirchenliedern erweckt haben. 6.-Tr.
Beuern. Rm 4.p. Trin., also Sonntag, 5. Iuli, findet in unserer Gemeinde wieder das Missionsfest zur Erinnerung an die vor zwei Jahren hier erfolgte (Ordination unseres Missionars Heinrich Walther, welcher den Lesern unseres Sonntagsgrußes durch seine interessanten Berichte über Ramerun, Land und Leute und die Missionrtätigkeit daselbst, wohl bekannt ist, statt, vormittags um 10 Uhr ist Festgottesdienst in unserer Rirchei nachmittags 1 Uhr Rindergottesdienst und um 3 Uhr dann das eigentliche Missionsfest auf unserem, von schönen Buchen beschatteten Rirchplatz. Festprediger sind: pfr. Hofmann (Winnerod) und Missionar Maier (Mannheim). Rlle URssionsfreunde sind herzlichst eingeladen.
Rm 12. Juli findet zu Gießen im Ronfirmandensaale in der Liebigstraße wieder Taubstummengottesdienst und zwar ausnahmsweise nachmittags um I Uhr statt. Darnach findet eine gemeinsame Besichtigung der Gewerbe-Russtellung statt. Der verkehrrausschuß hat in hochherziger Weise allen Taubstummen zu diesem Besuche der Russtellung Freikarten bewilligt. Rnmeldungen zur Erlangung eines Rusweises wegen Fahrpreisermäßigung für unbemittelte Taubstumme wolle man möglichst frühzeitig an Pfarrer Bechtolsheimer gelangen lassen. _
Worte zum Nachdenken.
In der Rot erkennt man einen treuen Freund, im Rampfe das gute Schwert, in der Fremde den Segen der Heimat, in der Rächt die Sterne am Himmelszelt, in der Rnfechtung die ausgereckte Hand Gottes, der nicht Gedanken des Leides hat, und der uns demütigt, um uns zu erhöhen. Rud. Rögel.
Das Licht ist in dem Gottessohn so mächtig, daß er mitten in der finstern Welt dasteht wie ein Leuchtturm für alle Menschen. Wehe, wenn das Licht des Leuchtturms erlischt! Dann zerschellen die Schiffe und die Menschen gehen unter. So ist außer Jesu für uns nur Tod und verderben. Gott sei Dank, daß wir in ihm Licht und Leben haben können.
Rdolf Stöcker.
Zur Ewigkeit geht unaufhaltsam unser Lauf. Rur was dahin uns fördert, dort noch gilt und uns freuen kann, ist wert, daß unser Herz dabei verweile. Darum: hinauf, die Herzen in die höhe!
Wer seines Mitmenschen Bestes sucht, der findet sein eigenes Bestes, so gewiß der selber glücklich wird, der andere glücklich macht. Das ist das wunderbare Segensgeheimnis des Reiches Gottes!
Wir geh'n getrost an deiner Hand,
Herr Jesu, die uns führet.
Wir haben dich getreu erkannt Und haben wohl gespüret,
Daß, wenn du Lasten auf uns legst,
Gibst du auch Rraft zum Tragen,
Und was du zuzumuten pflegst,
Das ist getrost zu wagen.
Wegen Raummangel mußten wir die Fortsetzung de- Rrtikelr „von der Rächt des Heidentums" bis zur nächsten Nummer zurückstellen. Die Red.
kirchliche Anzeigen.
Sonntag, den 28. Juni, 3. nach Trinitatis.
Gottesdienst.
In der Stadtlirche.
vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Zugleich Thristenlehre für die Reukonfirmierten aus der Markusgemeinde.
vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Beichte und heil. Rbendmahl für Matthäus- und Mar- kusgemeinde gemeinsam. Rnmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten, vormittags 11 1 Uhr: Rinderkirche für die Matthäusgemeinde. pfarrassiftent h o f f m a n n.
In der Johanneslirche.
vormittags 8 Uhr: pfarrassiftent hoffmann.
Zugleich Thristenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.
vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Vormittags I I Uhr: Rinderkirche für tie Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.
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