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halten, (Begenitänbe ber Beratung werben hauptsächlich sein ber Urbeitsnachweis unb bie Fürsorge für arme Familien,
Nicht bringenb genug können wir unsere Gießener Ge- meinbeglieber immer wieber bavor warnen, unbekannten Leuten, bie bettelnb vor bie Tür kommen, etwas zu verabreichen. Folgenber Fall läßt biese Warnung als berechtigt erscheinen, In ber vorigen Woche kam ein schulpflichtiger Knabe in ein Geschäft in ber Lubwigstraße unb bat um Gelb für Brot, ba sie zu Hause nichts zu essen hätten. Der Geschäftsinhaber schenkte bem Jungen 5 Pfennig, ein im Laben anwesenber Herr spenbete ben gleichen Betrag, Nun begab sich ber Junge in bie in bemselben Hause liegenben Wohnungen, In ber einen bekam er lO Pfennig, in ber anberen ein großes Stück Brot, ba er wieberum angegeben hatte, baß es zu Haufe an Brot fehle, Uls ber Geschäftsinhaber eine halbe Stunbe später in seinen Keller kam, fanb er bas Stück Brot auf ben Kohlen liegen, Der „hungrige" Junge hatte es burch bas offen stehenbe Kellerfenster hinuntergeworfen, Unb eine Stunbe später sah jemanb aus bem Hause, in bem ber Junge gebettelt hatte, biesen mit schwarz umränbertem Ulunbe — er hatte bas erbettelte Gelb in Schokolabe umgesetzt auf ber Straße stehen.
Seit geraumer Zeit schon treibt ber Junge bieses Wesen, er versäumt bie Schule unb geht auf ben Bettel, obgleich seine Familie sich zumeist aus gesunben, arbeitsfähigen Personen zusammensetzt, vaß ein Kinb, bas es so treibt, unbebingt sittlich zugrunbe gehen muß, liegt auf ber hanb. Man weise bes- halb alle berartigen Bettler, namentlich auch bie Erwachsenen unter ihnen, ab unb schicke sie an bas Urmenamt ober an ben Pfarrer ber Gemeinbe, zu ber sie gehören. Dann wirb ber Fall regelrecht untersucht werben unb, wenn Not oorliegt, wirb Ub- hilfe stattfinben. Die Wohltätigkeit ist in Gießen so gut organisiert unb verfügt über so reiche Mittel, baß niemanb zu bar- ben braucht, Nber ben charakterlosen Bettlern unb Bettlerinnen, bie ihr Leben lang ihrem uneblen Gewerbe nachgehen, sollte man nach Möglichkeit bas hanbwerk legen.
Zur Beachtung.
Nus Raummangel mußten wir biesmal bie Fortsetzung ber Erzählung „Ein pfälzischer Musikant" bis zur nächsten Nummer zurückstellen, v, Neb,
Worte zum Nachdenfen.
Du bist bie Kraft, bie uns gebricht;
Wir sinb im Dunkel, bu bist Licht,
Komm, bringe uns ben Tag!
Lösch aller falschen Lichter Schein,
Gib, baß wir folgen bir allein Unb Thristo ziehen nach!
hast bu noch keinen Zrieben mit Gott, so laß ihn bir von Jesus schenken,' hast bu ihn, so gehe Jesu Wege unb stifte Frieben, wo bu kannst.
Der Weg ber Pflicht ist ber weg ber Sicherheit unb bes
Segens. Tarlyle,
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Ueber allen anberen Tugenben steht eine: bas bestänbige Streben nach oben, bas Ringen mit sich selbst, bas unersättliche verlangen nach größerer Reinheit, Weisheit, Güte unb Liebe, Goethe,
Die Wochentage kommen mir vor wie eine rauchgeschwärzte Kammer; ber Sonntag ist bas Helle Fenjterlein, burch bas man Hinausgucken kann in bie weite Welt, ja sogar ein wenig in bie Ewigkeit hinein, Rosegger.
Ruf bie Wasserwogen Folgt ein Regenbogen,
Unb bie Sonne blickt.
So muß auf bas Weinen Lauter Freube scheinen,
Die bas Herz erquickt.
Laß es sein,
Wenn Nngst unb Pein
Mit bir schlafen, mit bir wachen —
Gott wirbs boch wohl machen.
Zwei Dinge lern' gebulbig tragen:
Dein eigen Leib, ber anbern Klagen.
Der Ulten Rat,
Der Jungen Tat,
Der Männer Hut War allzeit gut.
kirchliche Anzeigen.
Sonntag, ben I.Februar. 4. nach Epiphanias. Gottesbienst.
In ber Stabtkirche.
vormittags W/s Uhr: Pfarrer D. Schlosser, vormittags 11 Uhr: Kinberkirche für bie Matthäusgemeinbe.
Pfarrer D. Schlosser, flbenbs 5 Uhr: pfarrassistent hoffmann.
Beichte unb heil. Ubenbmahl für bie Matthäus- unb Markusgemeinbe. Unmelbung vorher bei bem Pfarrer jeber Gemeinbe erbeten.
Ubenbs 8 Uhr: Vereinigung ber konfirmierten männlichen Jugenb ber Matthäusgemeinbe.
Dienstag, ben 3. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal: Frauenmissionsverein.
Mittwoch, ben 4. Februar, abenbs 8 Uhr: Vereinigung ber konfirmierten weiblichen Jugenb ber Markusgemeinbe.
Donnerstag, ben 5. Februar, abenbs 8 Uhr, im Matthäussaal: Bibelstunbe. ft. Mos, 16 u. 4, Mos. 12.) Pfarrer D. Schlosser.
In ber Johanneskirche.
vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags l l Uhr: Kinberkirche für bie Lukasgemeinbe.
Pfarrer Bechtolsheimer.
Ubenbs 5 Uhr: Pfarrer Uusfelb.
Ubenbs Vs8 Uhr: Vereinigung ber konfirmierten männlichen Jugenb ber Lukas- unb Johannesgemeinbe. Dienstag, ben 3. Februar, abenbs 5 Uhr: Versammlung bes Frauenvereins ber Lukasgemeinbe im Lukassaal.
Mittwoch, ben 4. Februar, abenbs 8 Uhr: Bibelstunbe im Lukassaal. fl.Brief Petri.) Pfarrer Bechtolsheimer.
Freitag, ben 6. Februar, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein ber Lukasgemeinbe.
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