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wunderte, das war, daß die Männer aus Ruppertsecken, die bei diesem Transporte halfen, so zart und behutsam den Kran­ken anfaßten, als ob sie ihr Lebtage Kranke gepflegt oder Stickcreiarbeiten gemacht hätten, während ihre Hände doch fortwährend die schweren Acker- und Waldgerätschaften: Karst, Pflug, Senfe und Axt zu führen gewohnt waren.

Ts bildete sich sofort eine Art Bruderschaft, die sich erbot, den Kranken abwechselnd zu pflegen, mein Vater aber war der, der am meisten am Bette des Soldaten weilte. Uührend war es, wie man im Dorfe wetteiferte, diesem Liebe zu er­weisen. vor dem Gemeindehause hatte man Stroh über die Straße gebreitet, damit das Pollern der Fuhrwerke nicht zu merken war. Wir Schulkinder hüteten uns in diesen Tagen, den gewohnten Lärm zu machen, lvenn ja einer von uns Bu­ben laut wurde, so wurde ihm alsbald gesagt:Kreisch nicht so, dort oben liegt der kranke Soldat!" Die Frauen brachten herbei, was nach ihrer Meinung dem Kranken dienlich sein konnte: Gbst und frische Butter, Fleischbrühe und den letzten Best von der im letzten lvinter hergestellten Wurst.

(Fortsetzung folgt.)

Allerlei Neues aus der Mission.

Die Erbauung eines Tropengenesungsheims in Tübingen ist schon seit längerer Zeit ein Bedürfnis. Die aus den Tropen krank Zurückgekehrten sollen in einem auf freier, sonniger Höhenlage zu errichtenden Hause durch ein im Tro­pendienst ausgebildetes Personal sachverständig verpflegt wer­den. Durch eine in Preußen gesammelte Kirchenkollekte und eine Zuwendung aus der Nationalspende zum Kaiserjubiläum ist der Grundstock vorhanden. Man rechnet nun damit, daß die noch fehlenden 100000 Mark durch Liebesgaben bald Zu­sammenkommen, um noch vor Ende 1014 den zunächst für 30 Betten berechneten Bau schuldenfrei zu vollenden. Als zwei­ter Direktor neben Dr. GIpp ist mit Beginn dieses Wahres der Herausgeber der ZeitschriftDie ärztliche Mission", Dr. Feldmann, eingetreten.

Missionsausstellung. Koch im Januar wird im Kcichstagsgcbäude zu Berlin eine Missionsausstellung, vor­nehmlich für Ueichstagsabgeordnete, slattfinden. Sie will das Interesse für die deutschen Missionen in unseren Kolonien und in der Südsee wecken. Die Vorbereitungen zu ihr liegen in den Händen berufener Fachmänner, hauptsächlich gelangt Ma­terial aus dem deutschen Missionsschulwesen unserer Kolonien zur Ausstellung. Die evangelische und katholische Kirche be­teiligen sich gemeinsam an der Ausstellung.

Worte zum Nachdenten.

Schaue das Ziel an!

lvie drückend ist die lvüste, der Weg so öd und hart,

So einsam oft die Reife, so rauh die Pilgerfahrt!"

Getrost du müder Pilger! Bald ist das Ziel erreicht:

Des cw'gen Morgens Böte sich schon am Himmel zeigt.

Getrost! Bald ruhst du droben von allen Mühen aus,

Bald führt dein Herr und Heiland dich cheim ins Vaterhaus.

Drum, will dein Fuß ermüden, brennt heiß der Sonne Glut; So blick' hinauf zum Ziele, das gibt dir frischen Mut.

Und sieh, des Herren Güte ist jeden Morgen neu:

(Ob Freund und Bruder weichen, Er bleibt dir immer treu.

Er kann dich niemals täuschen, Er läßt dich nie allein,

Er schenkt trotz aller Feinde den Becher voll dir ein.

Er fühlt, wie keiner fühlet mit dir auch jeden Schmerz, Enttäuschung, Kummer, Sorgen Er kennt dein banges

Herz.

Er schenkt dem Schwachen Stärke, dem Müden neue Kraft: Er wird auch dich nicht lassen auf deiner Pilgerschaft.

harr' aus drum, müder Pilger! Bald ist das Ziel erreicht,

Der ew'gen Morgens Uöte sich schon am Himmel zeigt.

harr' aus! Die Wüstenreise kürzt täglich, stündlich ab:

Auf sel'gen Friedensauen ruht bald dein Wanderstab.

(Aus: Bibel-Lesezirkel von v. viebahn.)

Uirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 25. Januar, 3. nach Epiphanias.

Gottesdienst.

In der Stadttirche. vormittags 9\]> Uhr: Professor D. S ch i a n. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

Abends 5Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Montag, den 26. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthüusgemeinde.

Dienstag, den 27. Januar, vormittags 10' i Uhr: vereinigter Zivil- und Militärgottes- dienst zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Pfarrer Bechtolsheimer.

Donnerstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr, im Mar- kussaal: Bibelstunde. (Brief des Apostels Jakobus.) Pfarrer Schwabe.

Uächstkünftigen Sonntag, den 1. Februar, findet im Abcndgottesdicnst Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

In der Johanneskirche, vormittags 9 x k Uhr: Pfarrer Ausfeld, vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johanncsgemcind«.

Pfarrer A u s f e l d.

Abends 5 Uhr: pfarrasststent hoffmann.

Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Johan­nesgemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Jo­hannessaal.

Mittwoch, den 28. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Johannessaal. Pfarrer Ausfeld.

Freitag, den 30. Januar, abends 1 ->6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas- und Johan­nesgemeinde.

ein rosiges, jugendfrisches Antlitz und einen zarten, blendend schönen 'lViot £ n es d'*»s erzeugt die echte

- 1 ?« *.»««» Li ienmilchseile von bergmann & Co, Radebeul, ä St 50 Pfg

Wenn wir einem jvicnfchen begegnen, wenn wir ihn grüßen, mit ihm sprechen, so schauen wir ihm ins Gesicht. Wir brauchen ihn nicht unverwandt und starr anzu­sehen. aber wir müssen doch in der Hauptsache unsere Blicke auf sein Gesicht konzen­trieren, das erfordern die Regeln des Anstands. So ist es denn ganz natürlich, daß die Gesichtsfläche eines Menschen der Beobachtung seines Gegenübers am meisten unterliegt, und wir die aer nqste Hautunrcinigkeit im Gesicht e>nes anderen viel leichter bemerken, als etwa ein Defekt seiner Kleidung, das kleinste Gesichtspickelchen viel eher wahrnehmen, als eine Beule an seiner Hand. Diese Tatsache läßt in jedem Menschen den begreiflichen Wunsch aufkeimen, eine möglichst reine, glatte, frische Gesichtshaut zu besitzen, die sympatisch und angenehm wirkt Doch es ist leicht, sich diesen Wunsch zu erfüllen, wenn man sich an tägliche Waschungen mit der bewährten Steckenpferd-Teer schwefelseife von Bergmann 6c Co.. Radebcul, gewöhnt, die für 50 Pfg. das Stück überall zu haben ist.