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Nr. 99.
Donnerstag, den 17. Dezember 1914. r-leph°n Nr.3«2. 26. Jahrq.
Erfolgreiche Kämpfe der deutschen und österreichischen Truppen.
In den letzten Schlachte« wurden insgesamt über 69099 Russen gefangen genommen.
Deutsche Hochseestreitkräfte beschoffen die englische Ostküste.
amtliche Tagesberichte.
WTB. Großes Hauptquartier, 12. Dezember, vormittags. In Flandern griffen gestern die Franzosen in der Richtung östlich Lungemarck an. Sic wurden zUrückgeworsen und verioren etwa 200 Tote und 340 Gefangene. Unsere Artillerie beschoß den Bahnhof Ypern zur Störung feindlicher Truppenbewegungen. — Bei Arras wurden Fortschritte ge - macht. Zn Gegend Souain-Perthes griffen die Franzosen erneut ohne jeden Erfolg an.
Zm Argonnenwalde versuchten die Franzosen nach wocheniangem rein defensivem Verhalten einige Vorstöße. Sie wurden überall leicht abqewiesen. Dagegen nahmen die deutschen Truppen wiederum einen wichtigen französischer Stützpunkt durch Minensprengung. Der Gegner erlitt starke Verluste an Gesallenen und Verschütteten. Außerdem machten wix 200 Gefangen«.
Bei A p r e m o n t, südlich St. Mihiel, wurden mehrere heftige Angriffe derFranzosen a b g e w i e s e n. Ebenso ans dem Vog«sen-Kamm in Gegend westlich Markiych.
An der oft preußischen Grenze warf unsere Kavallerie russische Kavallerie zurück und machte 350 Gefangene.
Südlicb der, Weichsel in R o r d p o l e n entwickeln sich unsere Operationen weiter.
In Südpolen wurden russische Angriffe von österreichrsch-ungarrischen und unseren Truppen abgeschlagen.
Ober st e Heeresleitung.
11 ttOO Russen Befangen.
WTB. Großes Hauptquartier. 13. Dezember, vormittags. Nachdem am 11. Dezember, die französische Offensive aüs A p r e m o n t. südlich St. Mihiel gescheitert war, griff der Feind gestern nachmittag in breiter Front über Flirey (halbwegs St. Mrhrel- Pont-Moufson) an. Der Angriff endete für die Franzosen mit dem Verluste von 600 Gefangenen und einer großen Anzahl vvn Toten und Verwundeten. Unsere Verluste betrugen dabei etwa 70 Verwundete. Im "übrigen verlies der Tag aus dem westlichen Kriegsschauplatz im wesentlichen ruhig. .
3n Nordpolen nahmen wir eine Anzahl feindlicher Stellungen. Dabei machten wir 11000 Gefangen« und erbeuteten 43 Maschinengewehre.
Aus Ostpreußen und Südpolen nichts Neu«s.
O b e r st e Heeresleitung.
WTB. Großes H a u p t q U a r t i e r„ 14. Dez., vormittags. Schwächere französische Angriffe gegen Teile Unserer Stellungen zwischen Maas und den V o g e- s e n wurden leicht a b g e w i e s e n. Zm übrigen ,|t vom westlichen Kriegsschauplatz sowie aus Ostpreußen und aus S ü d p o l c n nichts Wesentliches zu melden.
Zn Nordpolen nehmen unsere Operationen
ihren Fortgang.
Zu den russischen und französischen amtlichen Nachrichten ist folgendes zu bemecken:
UM Petersburg wurde am 11. Dezember
amtlich gemeldet:
Südöstlich Krakau setzten wir unsere Offensive
fort, erbeuteten mehrere deutsche Geschütze und Maschinengewehre und etwa 2000 Gefangene.
Tatsächlich ist nicht ein Mann, nicht e i n G e- s ch ü tz oder Maschinengewehr unserer „südöstlich Krakau" kämpfenden Truppen in russische Hände gefallen. ^
Die amtliche Pariser Mitteilung vom 12. Dezember behauptet:
„Nordösüich Vailli) wurde eine deutsche Batterie völlig vernichtet. Zn Deurnouds, westlich Vigu- eülles-les-Hattonchatel wurden zwei deutsche Batterien zerstört, eine großkalibrige und eine für Flugzeuge bestimmte Zn derselben Gegend wurde von Franzosen ein Blockhaus gesprengt und wurden mehrere Gräben zerstört."
Alle diese Meldungen sind erfunden.
Ober sie Heeresleitung.
WTB. Großes Hauptquartier, 15. Dezember, vormittags. Die Franzosen griffen gestern an mehreren Stellen vergeblich an. Ein Angriff gegen unsere Stellungen südöstlich Ypern brach uMer starken Verlusten für den Gegner zusammen. Ein seindlicher Vorstaß aus der Gegend nordöstlich S u i p p e s wurde ebcttfo wie ein feindlicher Angriff nordöstlich Orues (nördlich Verdun) unter schweren feindlichen Verlusten abgewiesen. Zn der Gegend von Ailly-Apre- motil (südlich St. Mihiel) versuchten die Franzosen in viermaligem Ansturm unsere Stellungen zU nehmen; die Angriffe scheiterten. Ebenso mißlang ein erneuter seindlicher Vorstoß aUs Richtung Flirey (nördlich ToUl). Zn den Vogesen sind die Kämpfe noch im Gange. Bei der Rückeroberung des Dorfes Steinbach (westlich Sennheim) machten wir. 300 Gefangene.
Aus O st p r e-u ß e n nichts Neuäs. Die deutsche, von Soldau über Mlawa in Richtung Ciechonow vorgedrungene Kolonne nimmt vor überlegenem Feinde ihre alte Stellung wieder ein.
Zn Russisch-Polen hat sich nichts Wcsent - liches" ereignet. Die ungünstige Witterung beeinflußt unsere Maßnahmen.
Die ober st e Heeresleitung.
WTB. Großes Hauptquartier, 16. Dezember, vorm. Im W e st e n versuchte der Gegner erneut einen Vorstoß über Neuport, der dupch das Feuer seiner Schiffe von See her unterstützt wurde. Das Feuer blieb gänzlich wirkungslos. Der Angriff wurde abgetotefen; 450 Franzosen wurden gefangen genommen.
Auf der übrigen Front ist nur die Erstürmung einer vom Feinde seit vorgestern zähe gehaltenen Höhe westlich Sennheim erwähnenswert.
Von der o st p r e U ß i s ch e n Grenze ist nichts Neues zu milden.
Zn N o r d p o l e n verlaufen unsere Angriffsbewegungen normal. Es würden mehrere starke Stützpunkte des Feindes genommen und dabei etwa 3000 Gefangene gemacht und 4 Maschinengewehre erbeutet.
Zn Südpolen gewannen unsere dort im Verein mit den Verbündeten kämpfenden Truppen Boden.
O b e r st e Heeresleitung.
Deutsche Hochseeschiffe vor England.
WTB. Berlin, 16. Dezember, amtlich. Teile unserer Hochseestreitkräfte machten einen V o r st o ß nach der englischen Ostküste und beschossen am 16. Dezember früh die beiden besestigten Küstenplätze S c a r- b o r o u g h und Hartlepool. lieber den weiteren Verlauf der Unternehmung können, zur Zeit noch keine Mitteilungen gemacht werden.
Der , Chef des Admiralstabes der Marine: gez. v. P o h l.
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WTB. Wien, 12. Dez. Ungeachtet aller Schwierigkeiten des winterlichen Gebirgsgeländes setzten unsere Truppen ihr Vorrücken in den Karpathen unter
fortwährenbenl siclgreichen Gefechten, in den«n gestern über 2000 Rüssens gefangen genommen wurden, fort. Die Pässe westlich des Lupkower Paffes sind wieder in unserem Besitz. Zm Räum« südlich Gor- lice, Grybow und Neu-Sandec begannen größere Kämpfe.
Die Schlacht in W e st g a l i z i e n, deren Front sich aus der Gegend östlich Tymbark bis in den Räum östlich Krakau hinziehl, dauert fort. Gestern brachen wieder mehrere Angriffe der, Russen in unserem Artil- leriefeuer zusammen.
Die Lage in Polen hat sich nicht geändert.
Die Besatzung vonlP rzemysl brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 18 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition heim.
Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. H ö f e r, Generalmajor.
WTB. Wien, 13. Dez. In der Schlacht in West- qalizien wunde der südliche Flügel der Russen gestern bei Limanowa geschlagen und zum R ü ck z u g gezwungen. Die Verfolgung des Feindes ist eingeleitet. — Alle Angriffe auf unsere übrige Schlachtfront bra' chen ebenso wie an den früheren Tagen zusammen. Unsere in den Karpathen vorgerückten Kräfte setzten wieder uMer mehrfachen Kämpfen die Verfolgung energisch fort. Am Nachmittag wurde Neu-Sandec genommen. Auch in Grybow, Gorlice und Zmigrvd rückten unsere Truppen ein. Das Zempliner Kvmitat ist von dem Feinde vollkommen gesäubert. Zn den abseits von den Schauplätzen der großen Ereignisse gelegenen östlichen Waldkqrpathen vermochte der Gegner südlich des Gebirgskammes nirgends wesentlich Raum zu gewinnen. Im allgemeinen halten unsere Truppen die Paßhöhen, in der Bukowina die Linie des SUcza- wa-Tak«s. — Zn Südpolen wurde nicht gekämpft. Nördlich Lowitz setzten unsere Verbündeten den An- ariff. auf die stark besestigten Stellungen der Russen erfolgreich fort.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: von H ö f« r, Generalmajor.
9000 Russen gefangen.
WTB. Wien, 14. Dez. Die Verfolgung der Russen in W e st g a l i z i e n wuyde fortgesetzt und gewann abermals unter kleineren und größeren Gefechten allenthalben nordwärts Raum. Nun ist auch Duk 1 o wieder in unserem Besitz.
Unsere in den Karpathen vorgerückten Ko - tonnen machten gestern und vorgestern 0000 Gefangene und erbeuteten 10 Maschinengewehre.
Die Lage an unserer Front von R a i b r o 1 bis östlich KrakaU und in Südpolen ist unverändert.
Nördlich L o w i tz drängen unsere Verbündeten im Angriff weiter gegen die untere Bsura vor.
Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: von Hoefer, Generalmajor.
31 000 Russen gefangen.
WTB. Wien, 15. Dez. Die Offensive unserer Armeen in West-Galizien hat hier den Feind zUm Rückzuge gezwungen und auch die russische Front in S i> d p o l e n zum Wanken gebracht. Unsere den Feind in W«st-Ealizien von Süden her unermüdlich verfolgenden Truppen gelangten gestern bis in die Linie Zyslow-Rajbrot. Bei dieser Verfolgung' und in der letzten Schlacht wurden nach den bisherigen Meldungen 31 000 Russen gefangen gcnopi - men. Heule liegen Nachrichten über rückgängige Bewegungen des Gegners an der gesamten Front Rajbrot— Niepvlcmice und Wolbrom—No wo—Radomsk—Piotr- kow vor.


