Ausgabe 
28.11.1914
 
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i >ern Hai sich nichts geändert. Der Frost hat aufge - 'l t und der Boden ist wieder in Worajl verwandelt, so mehr, als es in den letzten Tagen ziemlich viel n chneit hat. In Rousselaere herrscht Ruhe. Die Trup- r ibewegungen nach der Front und die Ankunft Ber- ^ ndeter dauern fort. Die Lausgräben der seindlichen 1 meen Ziegen an einiger Stellen nur 50 Meter von ander enffernt. Man hört sich gegenseitig sprechen. t Soldaten haben in den Lausgräben viel unter dem it Ziffer und Eis,, zu leiden.

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DT. -jP a r.i s, 25. Nov. Die Verluste der Frau­en, diepsie in diesem Kriege bis zuin 1. November verzeichnen haben, betragen nach zuverlässigen Mit - lungen 130 000 Tcte, 370 000 Verwundete und 7 000 Gesangene.

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26. Nov. (Ctr. Sin.) Hebet die Kämpfe Apffmitt^r Wald erhält derBerliner Lokal-Anzeiq." 4 'MoVsendaatj einen Bericht, aus dem hervorgeht, tz oie^'Fninzosen selber über den Ausgang der dor- >en Pchnpse sehr wenig zuversichtlich urteilen. Danach ird aäs Le Havre berichletz Ueber den Verlaus oer ffttpfe im Ärgonner Wald zeigen sich die von priva- Jeffl chntfrrichteten Deputierten sehr unzufrieden. Der Ifnifter det' öffentlichen Arbeiten, S e m b a l h, be - ühtch sich wahrend seines mehrtägigen Aufenthalts in öWft,' M Pekoraniffe einiger angesehener Volksvertre- r z^i zerffrenett' und wies insbesondere daraus hin, iff die wichtigsten Punkte trotz äller deutschen Angriffe sher den entschlossenen und opfermutigen Truppen cht^ entrissen werden konnten. Der Deputierte Brunet gW'8W8 dem Minister Feldpostbriese vor, in denen «hier«.Offiziere derunmatzgeblichen, doch reiflich er- vcseit^nr Meinung" Ausdruck gaben, der Kampf im rgvntter" Wald werde leider zugunsten der tchkf'Men enden.Wir opfern uns auf," schreibt u Lkütitant,doch wir wissen, dätz unser Mut für Sache flietzt."

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P B»« Krieg im Often.

y Im,,,i/h?dfichen Teilt Serbiens an der Save - ich,ndüng M infolge des besser gewcrdenen Wetters das ioniidmoti österreichischen Truppen wesentlich rl e ichtert. Die Serben entfalten wohl lebhaften ÜiÄrstSiK, sind aber aus einer befestigten Stellung be- »it-s lffenusg «schlagen worden. Eine vorgeschobene Stel- Mgi'ßtVrTerben wurde in der Flanke angegriffen, wo- auf dli Getiben : gezwungen waren, sich zurüchzuziehen. setzt verfügen die Serben dort nur noch über eine MuptverteidiguNgslinie. (ctr. bln.) .

Nov. (Ctr. Bln.) DasBerl. Tg." reldet"Küs Zw f im ' Rach einer Meldung aus Risch (drin h!^^TMnä-Divisi-on ein Aufruhr ausgebro-

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mimoik .L m?s Jjy pnMrtlG^che Bertustc der englischen Flotte.

WTB. Rotterdam, 24. Rov. Rach Meldun-

>en aus. sicherer Quelle ist der englische Ueber-

t V'^tyjro it'g b sA u d a c i o u s" am 28. oder 29.

D^obe^M^der Nordküste Irlands auf eine Mine ge-

cmfcn ppch^gesunken. Die Admiralität hält das Ereig-

ür streng, geheim, um eine Auslegung des Landes zu

>ermerd0tt.

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- ' "f B -X» : 2-o ndon, 26. Rov. (Richtamtl.) In der zestritzM''Sitzung des Unterhauses teilte Marineminister y mit, datz das LinienschiffB u l w a r k" -November morgens in Sheerneh in die Luft j'ä^sto sti. Zwischen 7 00 und 8 0 0Mann gekommen, nur 12 Mann wurden ge-

Mttatjrii ib'fill.' : 'i i ,

(bin Die'vnweseNden Admirale berichteten, sie seien über­zeugt, daff'-idie'Ursache eine innere Erplofion des Ma- ittft und keine Erschütterung des Wassers er - cfgte. Das Schiff sank in 3 Minuten und war ver- äiwuÄen' nls /sich die dichten hlauchwolken verzogen satten. Die Erplosion war so stärk, datz die Gebäude ert,/StzeSnetz bis auf die Fundamente erzitterten und würde mehrere Meilen weit vernommen. (Das Linien- schfff"!j.BUlwark" stammte aus dem Jahre 1899, hatte 15 °>50 Tonnen Deplaeement. 18 bis 19 Meilen Ge- MiMMt,, vier 30,5, zwölf 15 Zentimeter-Geschütze und' coO Mann Besatzung.)

i Nttldet noch über den Untergang desBul- Lärk'P^fr E r p l o s i o n war so heftig, datz sie mei- le,«w<ftg«hört wurde. Einige Stücke des Schiffes wur- den 6 Meilen «eit geschleudert und an der Küste von V« Häuser vcn Sheerneh wurden in ihren, Hrundsesten erschüttert. Auch mehrere Meilen längs der Themse wurde die Erplofion gehört. Der Erplofion solqlkif'^icke 'Aauchwolken und Flammensäulen. Das Schlachtschiff sank in 3 Minuten. Atte QfffziU4'umgekommen und die Mannschaften, die aus. h,«m Maffer ^gefischt wurden, sind schrecklich oer- stümmell<£)« anderen Kriegsschiffe, die in der Rahe be- ".jBulwärk" lagen, liehen nach der ErplofipN sofort ihre Torpedonetze fallen. Besonders tragische mutet der Umstand an, datz im Moment der Erplosion die Mw sikkapell« an Bord spielte.

WTB. Paris, 27. Rov. DasEcho de Paris" meldet aus Le Havre: Der englische DampferM a- l a ch i 1 e" (2000 Tonnen), wurde auf der Fahrt von Liverpool nach Le Havre, einige Meilen nord- w e st l i ch Le Havre, durch ein deutsches Un­terseeboot versenkt. Der Kapitän des Unter- seebooles gab der Mannschaft desMalachite" 10 Mi­nuten Zeit, von Bord zu gehen, Und wenig später fing der Dampfer Feuer. Das Unterseeboot verschwand. Die Mannschaft derMalachite" komrte sich nach Le Havre retten.

Türkische Kriegsmeldungcn.

Die türkische Botschaft in Rom teilt mit, datz die aus mehreren hundert Kamelreitern bestehende ägyptische Avantgarde am Sudzkanal zu den Türken ü b e r,g e - gangen ist.

WTB. K o n st a n t i n op e l, 25. Rov. Die Zei­tungHawki-i-efkiar" erfährt von ihrem Berichterstatter in Mufich, datz kürdische Kavallerie die Russen angegriffen habe, die über Dutak südwestlich Kara-Kilissa am Muratfluh vorrücken wollten. Die Kur­den zwangen dit Rüssen zU eiligem Rückzug und erbeu- teten einige Kanonen und ein Maschinengewehr.

DieSüdslavische Korrespondenz" meldet autz Kon- stantinopel: In einer Unterredung erklärte EnverPa- s ch a, datz die im Kaukasus und Aegypten operierenden türkischen Arrneen ihre Aufgaben bisher mit den gröh- ten Erfolgen durchführten. Im Kaukasus sei infolge der überaus schwierigen Terrainverhältnisse und der har- ten Winterflürme naturgemätz mit einer langsameren Entwickelung des türkischen Vormarsches rechnen. Trotz der ungünfligen äutzeren Verhältnisse bewiesen aber auch hier d e offensiv vorgehenden türkischen Trup­pen durch ein« Reihe bedeutsgmer Erfolge ihre Ueber - legenheit. Brillant habe sich der Aufmarsch der türki­schen Streitkräfte in Aegypten entwickelt, dessen Wieder- eroberung nur eine Frage von kürzerer Zeit sein könne.

vom auhereuropäischen Nriegsschauplatz.

Die Araber haben unabhängig von Stambul den H e i l i g e n Kr i e g gegen die Englän­der proklamiert. Damit bestätigt sich, datz die Türkei im Balkankrieg zwar an Land verloren hat, aber an innerer Einigkeit gewachsen ist. (B. Z.)

L o n d o Ns 23. Rov. (Ctr. Bln.) Auch das Reu- tersche Bureau meldet jetzt aus Kairo, datz bei den Kdmpfen am Suezkanal, die auf einer Front von 30 Ki.ometern stattgefunden haben, von den Türken 300 Engländer gefangen genommen worden sind.

Rach einer Meldung des Reuterschen Bureaus ha­ben die Engländer am 23. November von Basra am Schatt-el-Arab feierlich Besitz ergriffen. Die türkischen eldunigen von den schweren Verlusten der Engländer in den Kämpfen werden von Reuter bestätigt. Dieser gibt die Zähl der Verwundeten, die bisher in die La- zarette gebracht seien, auf zirka 2000 an. (Aus dem tür­kischen Hauptquartier wurde gemeldet, die Türken er­warteten die Engländer nun in einer neuen Stellung, wo der Feind seine Kanonen und Schiffe nicht ver - wenden könne. Die Red.) (Ctr. Bln.)

Deutscher Sieg in Qstasrika.

Kopenhagen, 24. Nov. Das englische Mi­nisterium des Aeutzern versendet nachstehenden Bericht, der vom Montag datiert ist:

Da gemeldet wurde, datz eine wichtige Endstation der Eisenbahn in Deutsch-Ostasrika nur schwach beseht sei, wurden Truppen entsandt, um die Station zu er­obern. Sie wurden am 2. November gelandet und rückten sofort gegen die feindliche Stellung vor. Mittler­weile stellte sich heraus, datz die Deutschen sehr stark waren, und obgleich die Engländer die Stadt erreichen konnten, waren sie gezwungen, sich zurück- z u z i e h e n und sich zuy Vorbereitung neuer Opera - tionen wiederum einzuschiffen, Di« englischen Ver- lüste betrugen r U n d 8 0 0 Mann. (ctr. bln.)

Allerlei XriegMachrichten.

WTB. Budapest, 25. Nov. Die heutige Sitz­ung des Abgeordnetenbauses gestaltete sich zu einer gro- tzen Ovation für das Deutsche Reich und Kaiser Wil­helm, wobei auch' mit grotzer Snmpatbie an die Waf­fenbrüderschaft des türkischen Reiches gedacht wurde.

WTB. Berlin, 25. Nov. DasBerl. Tagebl." meldet aus Königsberg i. Pr.: Das KommandaMurge- richt R a st e n b u r g verurteilte den Häusler Julius Barth aus Fürstenau wegen Kriegsverrats zu zehn Jahren Zuchthaus.

WTB. K o n st a n t i n o p e l, 25. Nov. Das Par­lament wird in der dritten Dezemberwoche eröffnet wer­den.

nimmt man zum Sämigmachen

von Soppen und Men

an Stelle des englischen Mondamin.

Xu$ Stadt und Land.

* Grotzherzogs Geburtstag wurde am Mittwoch hier in Eietzen neben der offiziellen Festvor ­stellung im Theater auch durch würdige Feiern in den Lazaretten still und doch festlich begangen. Die Stadt war gefläggt.

Hessische Handwerkskammer. Im Interesse der Hebung des Schulbesuchs hat der Vor - stand der Hessischen Handwerkskammer in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Schülern der Gewerbe­schule n, die die Abgansgsprüfung mit der NoteGut" bestanden haben, die gleichen Vergünstigun- gen bei Ablegung der Meisterprüfung, wie den Absolventen der Baugewerkschulen einzuräumen. Matzgebend für diesen Beschlutz war, datz die Bauge­werkschulen in letzter Zeit mehr für die Ausbildung von Leuten, die eine Anstellung im technischen Staats- oder Kommunaldienst erstreben, in Betracht kommen, wäh­rend die Gewerbeschulen von Handwerkern besucht wer­den, wodurch sie eigentlich an Stelle der Baugewerk - schulen getreten sind. Die Vergünstigung bezieht sich auf den Erlatz eines Teiles der theoretischen Prüfung für Maurer, Zimmerer, Steinmetzen sowie Maschinen - bauer. Bedingung ist die vorherige Ablegung der Ge­sellenprüfung. Das Nähere wird noch bekannt gegeben werden.

* Keine unnützen Sachen ins Feld senden! Aus einer auswärtigen Zeitung teilen wir folgende beherzigenswerte Zeilen mit:Es wäre gut, in den Zeitungen bekannt zu machen, datz die Leute zu Weihrmchten nicht so unvernünftige Sachen schicken sol­len. Die Postsachen werden schcn so verzögert, und wenn dankn, wie zu fürchten, zusammenklappbare Weih­nachtsbäume aus Papier, kleine Weihnachtsmänner und dumme NeufahrskaNen gesandt werden, so erhalten wir die schönen Briefe und anderen regelmähigen wichtigen Sachen überhaupt nicht.

Keine Petroleumnot. Auf eine An- ftage erklärte die Mannheimer-Bremer Petroleum-Aktien, sesellschast, datz Petroleum in großen Mengen vor­handen sei. Die Vorräte reichten bis weit über den Win­ter hinaus, selbst wenn Zufuhren aus dem Autzlande her nicht erfolgten. Solche fänden aber, wenn auch in geringem Matze, doch statt. Die Gesellschaft habe bis­her ihre Verkaufspreise nicht erhöht; ihr Preis sei der gleiche, wie vor dem Beginn des Krieges. Die Klein - Händler hätten daher keine Veranlassung, die Verkaufs­preise zu erhöhen, wie dies verschiedentlich in starkem Matze schon geschehen sei.

n E i e tz e n. Der hiesige E i s v e r e i n will trotz des Krieges die Eisbahn einrichten lassen. Eisfestlich - keilen fallen natürlich aus; es soll nur eine rein sport­liche Betätigung zugelassen werden.

o G r o tz e n - L i n d e n. Am Donnerstag ist Ge­meinde-Einnehmer Heinrich Velten 5. im 61. Le- hensjabre verstorben.

o Klein-Linden. Die 13jährige Langsdors rettete am Mittwoch einen 8jährigen Jungen, der sich auf schwaches Eis gewagt hatte, vom Tode des Er­trinkens.

):( Wetzlar. Ins hiesige Gefangenenlager sind am Mittwoch die ersten Gefangenen (500 Franzosen) eingebrachl worden.

):( Kassel. Strenge Maßnahmen gegen den Kcrr- toffelwucher kündigt eine Bekanntmachung des hiesigen PolizeipräsideMen an. Zuwiderhandlungen aegen die Höchstpreissestsetzung sind dem Polizeipräsidium mitzu- teilen, damit die betreffenden. Vorräte gegebenenfalls be­schlagnahmt und zum Verkauf gebracht weiden können. Die Betriebe derjenigen Veckäufer, die sich an die Höchst­preise nicht halten, können nötigenfalls geschloffen wer­den.

üirchliche Nachrichten.

Evallgrlische Gemeinde in Hießen.

Gottesdienst.

Sonntag, den 29. November, 1. Advent.

Kollekte für die durch den Krieg Geschädigten in Oft - preußen und Elsaß-Lothringen.

In der Stadtkirche.

Vorm. oy t Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam.

Anmeldung vorher bei dem Pfprrer jeder Ge­meinde erbeten.

Vorm. Ilss^ Uhr: Kinderkirche für die Matthäus--Ge­meinde. Pfarrer D. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Abends 8 Uhrr Voytrag von Professor D. Schoell aus Friedberg über:Der Krieg als Erzieher zum prak­tischen Christentum^.

Mittwoch, den 2. Dezember, abends 8 Uhr:

Kriegsbetstunde. Pfarrer D. Schlaffer.

In der Iohanneskirche.

Vormittags 9 l /i Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Io- hannesgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Psayrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags W/ x Uhr: Kinderkirche für die Lukas-Ee- meinde. Psarrer Bechtolsheimer.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Abends 7)4 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weib­lichen Jugend der Lukasgemeinde im Lukassaal, so­wie der männlichm Jugend der Iohannesgemeinde im Johannessaal.