Ausgabe 
24.11.1914
 
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soll, was von militärischer Seite möglich ist, freilich in der bestimmten Hoffnung, daß die Opserfyeudigkeit des deutschen Volkes auch d i e Verteidiger des gemeinsamen Vaterlandes nicht leer ausgehcn lassen will, deren keine treue Mutter »der Gattin, kein sorgender Vater oder Freund besonder,? gedenkt. Deshalb muh den Militär­behörden das Recht bewahrt bleiben, nach billigem Er­messen auszugleichen und Sendungen, deren Empfän­ger sich nicht mehr beim Feldheere befinden, zum Besten der Allgemeinheit zu verwenden. Für die Zuführung der Weihnächtsliebcsgaben an die Front sind folgende Bestimmungen in Aussicht genommen:

1. Liebesgaben für Einzelne.

a) Bis einschließlich 250 Gramm kann die Zusen­dung in Briefen durch die Feldpost jederzeit erfol­gen das Porto beträgt von 50250 Gramm 10 Pfg. Briefe von 250500 Gramm (Porto 20 Pfg.) wer - den voraussichtlich im Dezember eine Woche lang zu­gelassen werden.

b) Für Paketsendungen bis einschließlich 5 Kilogramm ist nicht die Feldpost zuständig, sondern sind militärische Vorkehrungen getroffen. Die heimatliche Post nimmt in der Zeit vom 23. bis 30. November solche Pakete an und befördert sie bis zu dem zuständigen militärischen Paketdcpot in der Heimat. Das Porto beträgt 25 Pfg. Bei den militärischen Paketdepols kann auch unmittelbar von den Absendern portofrei aufgegeben werden. Die Namen der militärischen Pa­ketdepots werden bei sämtlichen Poslanslaltcn des Deut­schen Reiches angeschlagen werden. Die Pakete werden von den militärischen Paketdepols geordnet und über die militärischen Sammelstationen an die Etappenhaupt­orte gesandt. Hier werden sie von den Etappenbehör­den übernommen, verteilt und der Truppe zugesührt. Vorbedingung für die richtige Zustellung aller Briefe und Pakete ist die richtige Adresse. Alle Ange - hörigen des Heeres sind erneut angewiesen worden, ihre genaue Adresse nochmals ihren Angehörigen in der Heimat mitzuteilen. Es wird sich empfehlen, wenn Spender von Liebesgaben, die in den nächsten Tagen keine deranige Nachricht erhalten sollten, vor Aösendung bei den nächsten Angehörigen ihres Freundes Erkun - digungen einziehen.

2. Liebesgaben für bestimmte Truppen­teile und Heeresverbände, sowie Lie­besgaben für die Allgemeinheit.

Die Zuführung dieser Liebesgaben erfolgt nur durch Vermittelung der Organisation der frei­willigen Krankenpflegen

a) Liebesgaben in ganzen Waggonladungen sind bei der A b n a h m e st e l l e für freiwillige Gaden 1 (fiir Verwundete und Kranke) und 2 (für Gesunde) am Sitz des für den Wohnort de» Spenders zuständigen stellvertretenden Generalkommandos anzumelden. Die Namen der Abnahmeftellen werden bei sämtlichen Postanstalten des Deutschen Reiches angeschlagen wer­den. Die Abnahmeftellen geben dann den Anmeldern Nachricht, an welche militärisch« Sammelstation sie die Wagen zu senden haben. Von der militärischen Sam- melstation werden die Wagen auf den für den allge - meinen Nachschub bestimmten Bahnen den Etappenbe­hörden zuges^rt, die die Weiterbeförderung der Liebes­gaben an me Truppen bewirken. Es ist erwünscht, wenn sich Personen zur Verfügung stellen, die diese Eisenbahnzüge von der Sammelstation nach dem Etap- penhauiptort geleiten, um zur Sicherheit der Zu - sührtung beizutragen. Wenn ce die Kriegslage erlaubt, kann ihnen von den Etappeninspektionen auch die Er­laubnis zur Begleitung vom Etappenhauptort nach vorne gegeben werden. Die Auswahl treffen die stell­vertretenden Generalkommandos im Einvernehmen mit den örtlichen Territoriak-Delegierten aus der Zahl der Personen, die sich bei der Organisation der Liebesga - bentätigkeit besonders verdient gemacht haben. Die stellvertretenden Generalkommandos stellen auch die Ge­leilscheine von der Sammelstation bis zum Etappen - hauptort aus. Grundsätzlich mutz jedoch die Fahrt im Eisenbahnzug erfolgen, der die Liebesgaben vorfühlst, und grundsätzlich mutz die Fahrt in der sammelstation

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b) Liebesgaben in geringerer Menge als ganze Wagonladungen sind ausnahmslos bei den gleichen Abnahmestellen der freiroilligcn Kranken­pflege a b z u l i e s e r n. Von dort gelangen sie an die Zuständigen Sammclstationen. Weiter wird mil ihnen wie unter a)- angegeben verfahren, auch hinsichtlich der Begleitung. Vorbedingung für die Versendung aller Liebesgaben ist, datz alle Absender sich genau an die Bestimmungen über Inhalt und Verpackung halten; Gegenstände, die raschem Verderben oder Zerbrechen ausgesetzt sind, keinesfalls abscndcn. Sie müssen sich vergegenwärtigen, datz vom Tage der Aufgabe bis zur Zustellung etwa 4 Wochen vergehen, datz guter Wille uni führende Liebe sich hart stoßen an der rauhen Wirklichkeit des Krieges!

Ervtzes Hauptquartier, 13. Nov. 1914.

Der Generalquartiermeister.

Die Etappenkommandantur 3 Darm­stadt macht daraus aufmerksam, datz Weihnachtssend - ungen für die Truppen nur bis zutn 30. November aufzugeben sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch mutz jedem Paket eine Begleitadresse beigegeben werden.

Vas energische Vorgehen der Türken

im Kaukasus, Aegypten und im Schwarzen Meere hat den Wunsch nach einer neuen übersichtlichen Karte vom türkischen Kriegsschauplatz wachgeyusen. Der Beifall, den unsere beiden Karten vom östlichen und westlichen Kriegsschauplatz gefunden haben, hat uns daher ver­anlaßt,, in gleicher Ausstattung zum gleichen Preise auch eine Karte vom türkischen Kriegsschauplatz unseren Abonnenten zugänglich zu machen. Diese Karte ist so­eben erschienen. Sie umfaht im Matzftabe vonp 1 zu 4 000 000 die Gebiet« von Odessa nördlich bis Suez südlich und vom Kaspischen Meer östlich bis zur Ost - lüfte Italiens westlich, enthält also außer der; europä­ischen und astatischen Türkei noch Griechenland, Alba­nien, Bulgarsen, Rumänien, Ungarn, Bosnien, Mon­tenegro, Serbien. Südrutzland mit der Krim (den Kau­kasus), Westperfien, Lybien und Aegypten. Außerdem ist eine Sonderkarte von Ober-Aegypten (mit dem Ro­ten Meer) beigegeben. Auch enthält diese im Formate von 55:80 Zentimeter erschienene Karte etwa 100 Kriegs­fähnchen der Türkei, OesterreickMngarn Deutschland Rußland England Frankreich und Serbien. Sie ist ebenso wie die Karten vom östlichen und westlichen Kriegsschauplatz in mehrfachem Farbendruck hergestellt. Die Beschriftung ist llar und gut lesbar, das ganze Kartenbild übersichtlich und schön. Der, Preis beträgt nur 40 Pfg. Wir sind überzeugt, daß unsere Karte vom türkischen Kriegsschauplätze unseren Abonnenten ebenso willkommen sein wird, wie unsere beiden Kar­ten vom östlichen uUd westlichen Kriegsschauplatz, die in neuer Aufllaoe, mit wesentlichen Verbesserungen dem Preise von je 40 Pfg. ebenfalls noch in unserer Ge­schäftsstelle haben sind. Auch unsere Boten neh­men Bestellungen aus unsere 3 Karten vom Kriegs - schauplabe (Frankreich, Belgien und England-westlich Rußland. Oesterreich, Serbien-östlich und Türkei, Aegyp­ten und Rußland-türkisch) ohne Preisäusschlag entgegen.

Literarisches.

? Sobald Unsere Truppen englischen Boden betreten, wird ihnen zur leichten Ver­ständigung mit der feindlichen Bevölkerung der soeben estänenene Deutsch'-- englische Soldaten- Sprachführer von Hauptmann S. Th. H a a s- m a n n wertvollste Dienste leisten. Ebenso wird unse­ren wackeren Soldaten in Polen der Deutsch-pol­nische Soldat« n-Sv r, achsührer von Hauiot- mann Haasmann außerordentlich willkommen sein. Von berrtsenller Seite bearbeitet, mit leichtiatzlicher Aus­sprache-Bezeichnung und praktischer, Aufschlage-Vorricht-

ung versehen, sind die Bändchen für alle, die ohne beg­liche Kennlnis> fremder Sprachen sind, von gröhtem Nutzen. Der Preis beträgt nur 20 Pfg. Die Sprach - führer können durch unsere Buchhandlung, Seltersweg 83, bezogen werden.

? Der Gea Verlag, Berlin W. 35, läßt den bis­her erschienenen Karten soeben eineS p e z i a l k a r t e vom südöstlichen Kriegsschauplatz" im Mahstabe 1:1 250 000 folgen. Auch diese Karte ist von Professor W. Liebenow bearbeitet und zeigt in einer Grütze von 53:80 Zentimetern die Gebiete zwi - schen Breslau-Wien im Westen bis Berdiczew-Zitomirz im Osten und Prehburg im Süden bis zum Gouverne­ment Grodno im Norden. Die Karte läßt bei schönem, vielfarbigem Druck und einer außergewöhnlich reichen Beschriftung die Kämpfe der Deutschen und Oesterreicher gegen die Russen anschaulich versolgen. Einzelheiten wie Einzeichnungen der Sümpfe, sowie sarbige Wiedergabe . der Festungen erhöhen den Wert der Kaste. Der billige Preis von 50 Pfg. ermöglicht die Anschaffung jeder - mann. Unsere Soldaten wünschen u. a. auch Land - karten; den aus russischem Boden Kämpfenden sollte die handliche Kaste als Beigabe zu Liebesfcndungen zutze- sellt werden.

?Durch Not Und To d". Schilderungen aus dem Weltkrieg 1914 unter Mitwistung von Hermann Frobenius j U n., gesammelt und bearbeitet von Hermann Frobenius, Preuh. Oberstleutnant a. D., Verlag von F. Tempsky in Wien, IV. Preis 1 M. In dem jetzt vorliegenden ersten Hefte sind h ö ch st in­teressant geschriebene Artikel enthalten über die eigenen Anschauungen vom westlichen und östlichen Kriegsschau­platz, die von festem deutschen Geist durchzogen sind.

Airchüche Nachrichten.

Gvaugrlische Grmeinde in Girhrn.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Mittwoch, den 25. November, vormittags Um 10 Uhr: Vereinigter Zivil- und Militärgottesdienst zur Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Grohher- Zvgs.

Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr: Kstegsbetstunde. Pfarrer Ausfeld.

Freitag, den 27. November, abends % 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Iohannesgemeinde.

Nächstkünstigen Sonntag, den 29. November, als am 1. Advent, wird in beiden Kirchen «ine Kollekte für die durch den Krieg geschädigten Ostpreußen und Elsatz- Lcthstnger erhoben und im Hauptgottesdienst Beichte u. heiliges Abendmahl gehalten werden. Anmeldungen vor­her bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Weitere Abendmahlsfeiern werden gehalten am 2. Advent für die Matthäus- und Lukasgemeinde und am

3. Advent für die Markus- und Iohannesgemeinde, jedesmal im Abendgottesdienst. Zu diesen Abcndmahls- feiern wirst besonders auH die konfirmieste Jugend ein­geladen. _

Verantwortlich: AIbin Klein, Gießen.

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Sämtliche, nicht mehr dienstpflichtige ehemalige ausgebildete

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welche bereit sind, sich zur Verwendung bei Train-De­pots wieder zur Verfügung zu stellen, wollen sich u m- gehend, spätestens aber bis zum 2 7.No- v e m b e r 19 14, bei ihrem zuständigen Bezicksfeld - webel unter, Vorlage ihrer Militärpapicre melden. Gießen, den 23. Nov. 1914.

Großh. Bezirkskommando. Naumann,

Oberstleutnant und Bezirkskommandeur.

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