.
im allgemeinen leichter von Niederlagen als der schwerfälligere, nicht so leicht entzündliche und nur schwer begeisterungsfähige nordgermanische Deutsche. Der schnelle Wechsel in den Stimmungslagen„Himmelhochjauchzend— zu Tode betrübt“ ist typischer für den westischen als den nordischen Menschen.
Eine andere rassische Eigenart ist ebenfalls von großer Bedeutung für die Grundhaltung des deutschen und des französischen Menschen. Man kann den nordisch bedingten Menschen als einen strebsamen Menschen bezeich⸗ nen, während der ostische als tätig angesprochen werden kann. Wenn der nordische Mensch arbeitet, so hat er immer ein Ziel vor Augen, nämlich die Fertigstellung und Vollendung seines Werkes. Der ostische Mensch arbeitet ebenfalls, aber er verrichtet seine Arbeit, weil eben auch der andere arbeitet. Er denkt nicht in die Ferne, sondern hat eine engräumigere Zielrichtung und ⸗setzung. Wohl tun beide ihre Pflicht, aber sie tun sie aus einem rassisch vollkommen verschiedenen Gefühl heraus.
Dasselbe gilt erst recht auf militärischem Gebiete: Ist ein geeigneter Führer da, so tun sie beide äußerlich wohl das gleiche. Fehlt aber der Führer in irgendeiner Situation, so handelt der eine und der andere wartet.
Ich glaube, daß auch der Krieg, in dem wir augenblicklich leben, diese rassischen Zusammenhänge wieder unter Beweis stellt: Der Franzose erklärt uns Deutschen im September 1939 den Krieg. Mitbegründet durch das Gefühl der biologischen und rassischen Unterlegenheit schlägt er nun nicht sofort zu, sondern er wartet zunächst ab. Der Deutsche dagegen mit einer seiner Art und Rasse gemäßen einheitlichen und darüber hinaus sogar genialen Führung handelt, er schlägt sofort zu, er wählt den Angriff, während sein Gegner in der Defensive verharrt. Er erledigt in schwung⸗ vollem Angriff Polen, kommt dem englischen Landungsplan in Norwegen in einem unglaublich kühnen Einsatz zuvor, überrennt die mit den Feind⸗ mächten verbündeten Länder Holland und Belgien und dringt in Frankreich ein, um das Herz seines Gegners zu treffen. Hier wagemutiger, kühner Einsatz im Angriffs- und bewußt erzwungenen Bewegungskrieg— dort zuerst siegesgewisses, dann aber bangendes Warten hinter schützenden Betonklötzen.
Aber schon früher in der europäischen Geschichte lassen sich diese charakte⸗ ristischen Eigenschaften, d. h. im Grunde genommen rassisch bedingten Ver⸗ haltungsweisen der verschiedenen Völker immer wieder beobachten. So ist der germanische Mensch rassengeschichtlich stets ein Angreifer im Kampf gewesen. Allerdings muß hierbei bemerkt werden, daß dieser An⸗ griffsgeist nicht mit Kriegslüsternheit verwechselt werden darf, da der nordische Mensch ein viel zu starkes Rechtsempfinden hat, da er sachlich denkt, da er nicht zu hassen versteht und da er hierfür zunächst auch nicht leidenschaftlich genug ist.
Besonders typisch für den nordisch bedingten Menschen ist stets seine besondere Vorliebe für weitgesteckte Ziele. Außerdem ist er immer eine aus⸗ gesprochene Einzelpersönlichkeit gewesen. Dagegen beobachten wir bereits bei den Vorfahren der Franzosen auch in der Kriegsfüh⸗ rung immer wieder den Versuch, die gesteckten Ziele mit der Masse, mit der Mehrheit und mit der Unterstützung anderer zu erreichen. Für keine


