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So ist es z. B. für den machtpolitischen Ausdruck der betr. Völker nicht gleichgültig, welche Führung das Volk hat. Es kann z. B. von einer grund⸗ sätzlichen und entscheidenden Bedeutung im Lebenskampf eines Volkes sein, ob das betr. Volk von einer ihm artgemäßen Herrenschicht oder von einer andersrassigen Schicht geführt wird. Ferner ist es von entscheidender Be— deutung, ob die vorhandenen erblichen Anlagen, die in dem betr. Volk liegen, auch durch Umwelteinflüsse entwickelt werden und zur Entfaltung kommen oder nicht. Hierher gehören weltanschauliche Momente, Vorbilder, Erziehungseinflüsse in körperlicher und seelischer Richtung usw.
Der deutsche und der französische Soldat.
Teilen wir zunächst einmal nach dem obigen rassischen Schema grob ein und stellen wir zunächst einmal den deutschen Soldaten dem französischen gegenüber, so erkennen wir als hervorstechendstes Merkmal im deutschen Volkstum den rassisch bedingten typisch nordisch-germanischen Drang nach persönlicher Ungebundenheit, der ihm unter Umständen zum Ver— hängnis werden kann und— wie es uns die Geschichte der Vergangenheit gelehrt hat— auch oft zum Verhängnis geworden ist.
Wir erkennen ferner, daß sich der deutsche Soldat durch zwei ebenfalls nordrassisch bedingte Eigenschaften, nämlich durch seine Selbständig⸗ keit und seinen Angriffsgeist auszeichnet und in diesen beiden Eigen—⸗ schaften vielen anderen Rassen und Völkern Europas überlegen ist. So hat er auch im Laufe seiner ereignisreichen und wechselvollen Kriegsgeschichte stets das Begegnungsgefecht und den Bewegungskrieg ge— sucht, während z. B. der Franzose grundsätzlich die Defensive als die ihm letzten Endes typische Kampfesart gewählt hat.
Wir erkennen ferner, daß der Deutsche von seinen nordischen Ahnen her über eine Organisationsgabe verfügt, in der er allen anderen europäischen und außereuropäischen Rassen überlegen ist. Von dieser Organi⸗ sationsgabe aber nicht zu trennen ist die deutsche Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Es ist in diesem Zusammenhange von anderer Stelle bereits einmal darauf hingewiesen worden, daß z. B. die General— stabskarten der Franzosen und der Deutschen so außerordentlich verschieden sind. Während auf unseren Karten die scheinbar unbedeutendsten Einzelheiten der Geländeverhältnisse eingezeichnet sind und u. a. bei den Wegeverhält⸗ nissen auch die anscheinend nebensächlichsten Straßen verzeichnet werden, zeigen die französischen Karten eine Oberflächlichkeit, die uns Deutschen geradezu unverständlich erscheint.
Eine weitere auf rassische Anlagen zurückzuführende unterschiedliche Reaktionsbereitschaft bei militärischen Niederlagen ist ebenfalls charakteristisch. So unterliegt die französische Seele wesentlich leich— ter den Eindrücken einer Schlacht, und rückwärtige Bewegungen sind auf dieser Seite wesentlich schwerer zum Stehen zu bringen als beim deutschen Soldaten. Während eine Panik auf deutscher Seite durch das Eingreifen eines geeigneten Führers u. U. schon nach kurzer Zeit beseitigt werden kann, wirkt sie auf der Gegenseite wesentlich länger und nachhaltiger. Aller- dings erholt sich andererseits der ostisch-westische Franzose stimmungsmäßig


