wart stammen zum größten Teil aus den vorhin genannten Buchen⸗ mastjahren, und der räumliche Aufbau des Buchenhochwaldes mit seinen ausgedehnten gleichaltrigen Stufen geht zurück auf die An⸗ regung von Georg Ludwig Hartig, der damit zu einem der er— folgreichsten Bildner der deutschen Landschaft geworden ist. In der Folge mußte die Lehre verlassen werden, aus Gründen, auf die ich hier nicht eingehen kann.
Was der Buche gut war, ließ sich aber nicht übertragen auf die anderen Holzarten. Hier kam man zu anderen Ergebnissen. Der räum⸗ liche Aufbau wurde vorwiegend bestimmt durch das Fachwerks⸗ verfahren. 100 Jahre lang beherrschte das Fachwerk den deutschen Wald. Es ist dies eine Methode der Ertragsregelung, die auf dem Wege der Verteilung die Bestände den einzelnen Nutzungsperioden zuteilt und damit auch die künftige räumliche Ordnung festlegt.
An die Stelle der Hartig'schen Distriktsflächeneinheit, die ein Ausmaß von 100 bis 600 Hektar hatte, trat nunmehr die Abtei— lungseinheit, die Größen von 10 bis 30 Hektar umfaßte. Es wurde also, um im Bilde zu bleiben, mit kleineren Quadern gebaut als zu Zeiten Hartigs. Das Ziel des Fachwerks bestand nun in der Schaffung von Schlagreihen. Die einzelnen Abteilungen sollten in Altersabstufungen von 20 Jahren derart aufeinander folgen, daß die älteste Abteilung im Osten und die jüngste Abteilung im Westen lagerte. Der Sturm, der eine solche Schlagreihe traf, sollte wie über die Stufen einer Treppe wirkungslos hinweggleiten. Die Alters⸗ abstufung in der Schlagreihe hatte weiterhin zur Folge, daß bei der Ernte niemals Deckungsbeziehungen verletzt wurden. Die räumliche Ordnung blieb gewahrt, und den Forderungen des Sturmschutzes wurde genügt. Trotzdem das Fachwerk von dem Distrikt auf die Abteilung als Flächeneinheit zurückgegangen war, waren die Schlagreihen im⸗ mer noch kilometerlange schwerfällige Gebilde, deren Herstellung im Betriebsplan nur mit großen finanziellen Opfern erkauft werden konnte. Der Schlagreihenaufbau wurde besonders in unseren Nadelholzgebieten zur Entwicklung gebracht.
Die Erfahrung lehrte nun, daß der Schlagreihenaufbau keines wegs allen Anforderungen des Sturmschutzes entspricht. Nach der Sturmseite hin bestand zwar Deckungsschutz, kam aber der Sturm einmal von einer anderen Seite, dann lagen die gleichen Deckungs⸗ abhängigkeiten vor wie beim Einzelstamm im Bestand. Um die gegen⸗ seitige Abhängigkeit der Schlagreihen zu beseitigen, hat man nun so⸗


