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35 Christliches Gebet 5

7 epurpho: Uber den Wechsel von& und p s. Mayser J S. 188 f. rns: nicht bei den Sept., auch nicht als Variante.

8 n Dοοαον⁰ẽ,j ou: Haplographie des c.

9 Hier ist der Anfang der Zeile(nach der vorigen etwa 3 Buch- staben) verloren; auch die folgenden 4 Buchstaben sind stark verwischt; sie müßten nach den Sept. heißen: Juroo; das erscheint gänzlich unmög- lich: das, was zu erkennen ist, deutet mit ziemlicher Sicherheit hin auf Irovo. Wahrscheinlich war die ziemlich wörtlich nach dem Hebräischen gebildete Konstruktion, die ja im Griechischen hart ist, dem Schreiber un- verständlich, so daß er etwas anderes, vielleicht robrov einsetzte, ohne die Sache zu heilen.

35 Christliches Gebet

P. 99, ein Pergamentblatt, wurde im Jahre 1910 durch das Deutsche Papyruskartell von einem Händler aus Eschmunén(Hermupolis magna) er- worben, zusammen mit anderen Stücken, die z. T. aus Behnesa(Oxy- rhynchos) stammen. Es ist 8 cm hoch und 9,5 cm breit und enthält auf der einen Seite 8 Zeilen eines Briefes in sehr spätem und schlechtem Koptisch(Mitteilung von Herrn Prof. D. Dr. Carl Schmidt, Berlin); die achte Zeile ist stark zerstört. Auf der anderen Seite stehen 10 Zeilen Griechisch. Augenscheinlich ist aus einem griechischen Pergamentheft oder-buch in Kodexform ein Blatt, das nur einseitig beschrieben war(also vielleicht das letzte, bereits lose) entnommen und am linken Rand und unten unter dem Schlußstrich beschnitten worden, um dann, von oben nach unten gedreht, den koptischen Brief aufzunehmen.

Wir beschäftigen uns hier nur mit der Seite, die den griechischen Text enthält. Auch hier ist die Schrift, eine nach rechts geneigte Unziale, sehr spät und wohl ins siebte oder achte nachchr. Jahrh. zu setzen. Vergleichs- möglichkeiten bestehen z. B. mit P. Gr. Ber. 50(Osterbrief Alexanders II., 704 20), doch finden sich in unserem Stück nicht die großen Anfangsbuch- staben und das abnorm große, wie überhaupt die Schrift auf unserem Blatt weit kleiner ist; doch in der ganzen Art zu schreiben bestehen mancher- lei Ahnlichkeiten. Für unseren Schreiber charakteristisch sind die ver- dickenden Knötchen an den Enden des Querbalkens des x und des senk- rechten Striches von u; das u ist so tief eingesattelt, daß es etwa die Form eines nach oben offenen Quadrates(C) annimmt; der Anstrich ist kaum sichtbar. Im übrigen ist die Schrift fast schön zu nennen; sie hält fast überall Zeile und Richtung und ist, wo gut erhalten, auch leicht leserlich. Nur p ragt über die Zeile, einmal ein wenig auch d, nur?; darunter, etwas auch x, kaum p. Erschwert wird aber die Lesung dadurch, daß die An- fänge der Zeilen 48 stark verblaßt sind, sowie durch eine äußerst ver- dorbene Orthographie, die an Inkorrektheit kaum zu überbieten ist. Von Lesezeichen findet sich die oruruh àvo am Ende von Z. 4 und 8, sowie in Z. 7 nach àndyru, vielleicht auch Z. 6 nach ueregd EY, die orrrli¹r d Z. 3 vor do. Hinter dem letzten Wort steht das Schlußbzeichen::; siehe auch die Anm. zu Z. 6. 1mutum kommt nicht vor.