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Institut auf ihren Bitterstoff untersucht. So ist es gelungen, bei den meisten Varietäten einzelne süße ausfindig zu machen, die den Ausgang gebildet haben für die heute bereits im Großen angebauten Süßlupinen. Deutschland hat einen Uber- klug an armen, sandigen Böden, auf denen bisher das in der Wirtschaft zur Fütterung erforderliche Eiweiß auch nicht an- nähernd ausreichend erzeugt werden kann. Wir haben bisher alljährlich für 600 Millionen Mark Eiweißfuttermittel ein- kühren müssen, die hauptsächlich in den Wirtschaften mit Eiweißhmangel zur Verfütterung gelangten. Diesem großen Mangel kann jetzt durch den Anbau der Süßlupine, deren Ver- mehrung im letzten Jahr auf etwa 35 000 Doppelzentner ge- lungen ist, und welche auch als Grünfutter einen sehr hohen Eiweißfutterwert hat, abgeholfen werden. Die Körner der Süß- lupine enthalten fast 40% eines leicht verdaulichen Eiweißes, ähnlich dem der Soja und doppelt so hoch wie das der Bohnen oder Erbsen.

Auf ähnlichem Wege sind nikotinarme Tabakpflanzen ge- wonnen worden, denen in ihrer Erbmasse der Faktor für die Ausbildung des Nikotins fehlt.

Die Winterfestigkeit unserer ertragreichen Weizen läßt noch zu wünschen übrig, sie ist eine mendelnde Eigenschaft und läßt sich durch Bastardierungszüchtung erhöhen. Unsere ertragreichen Weizen erkranken häufig an einem Rostpilz. der erhebliche Ertragsminderungen zur Folge hat durch Zer- störung des Blattgrüns, so daß die Ausbildung der Körner darunter leidet. Es gibt primitive Weizenrassen, die gegen den Pilz immun, aber weniger ertragreich sind; diese Immunität läßt sich auf dem Wege der künstlichen Kreuzung auf unsere Weizenrassen übertragen. Kompliziert wird die Aufgabe da- durch, daß es auch verschiedene Rostrassen gibt, denen gegen- über sich die Weizen nicht gleichempfänglich verhalten. Es gilt also in größtem Umfang Kombinationszüchtung zu betrei- ben und die Kombination zu finden, welche möglichst gegen alle Rostarten widerstandsfähig ist. An dieser Frage wird an verschiedenen Instituten eifrig gearbeitet.

Unsere Kartoffelernten sind im allgemeinen stark schwan kend; um unter allen Umständen den Bedarf der Wirtschaft decken zu können, werden alljährlich weit mehr Kartoffeln angebaut, als für eine normale Ernte notwendig sind. Ursache