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nützlicher und schädlicher Insekten beherbergt, so daß Letztere nicht überhandnehmen und den Wald zerstören können. Im ge- mischten Wald allein ist der Boden meist im für die Produktion dauernd besten Zustand. Aber auch die Bestimmungsgründe für die Erziehung und besonders die Verjüngung des Waldes lassen sich aus der pflanzensoziologischen Betrachtungsweise leicht und sicher ableiten. Besonders auf diesem Gebiete ist in der Ver- gangenheit viel gefehlt worden. Aber ich will nicht Ankläger sein und die Sünden aufzählen, sondern darauf hinweisen, daß nicht allein die soziologische Betrachtungsweise, sondern in der Gegenwart mit ihrer finanziellen Not auch rein wirtschaftliche Gründe den Forstmann zwingen, von der kostenlosen oder wenig- stens viel billigeren spontanen Walderneuerung, der Verjüngung des Waldes im engsten Anschluß an die Natur viel mehr Ge- brauch zu machen, als es bisher geschehen ist. Es ist richtig, daß durch verfehlte forstliche Maßnahmen der Wald auf weiten Flächen vorerst die Fähigkeit, sich natürlich zu erneuern, ver- loren hat. Aber gerade das muß dem Forstmann ein Menetekel sein, zuerst die naturnormale Assoziation wieder herzustellen und auf diesem Umwege dann auch die Möglichkeit zur Selbstver- jüngung des Waldes wieder zu gewinnen. Die geringste Gleich- gewichtsstörung und damit die höchste Anpassung an die For- derungen der forstlichen Ganzheitsbetrachtung zeigt der Betrieb des Blenderwalds, wie er in der Schweiz, begünstigt durch be- sondere ökologische Verhältnisse, in hoher Blüte steht. Aus der Ganzheitsidee heraus wurde der Dauerwaldgedanke Möllers geboren, der im Kern unanfechtbar ist, in der Praxis aber durch Generalisierung der Bärenthorener Betriebsweise scheiterte. In seiner forstlichen Bedeutung am ersten und tiefsten schon in den 80 er Jahren des 19. Jahrhunderts erfaßt wurde der Ganz- heitsbegriff von Prof. Gayer-München.

Zum Schluß sei noch auf einen Gesichtspunkt hingewiesen, der zwar abseits der wirtschaftlichen Zielsetzung des forstlichen Betriebes liegt, aber nach allgemeinem Urteil keineswegs ver- nachlässigt werden darf: Die Beziehung der pflanzensoziologi- schen, der Ganzheits-Betrachtungsweise des Waldes zur Wal d- schönheitspflege, zur Waldästhetik. In einer Zeit schwerster materieller Not, wie wir sie durchleben, muß auf die Erhaltung und Herausstellung der ideellen Werte im Leben des Volkes ganz besonderes Gewicht gelegt werden. Denn sie können