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und müssen zur teilweisen Kompensation dienen für die Ent- behrungen materieller Art. Daraus ergibt sich die Forderung, das hohe ideale Gut, das wir unser Heimatland nennen, seine Landschaft, vor allem seine wichtigste natürliche Komponente, den deutschen Wald, soweit es nur irgend möglich und mit ökonomischen Gesichtspunkten vereinbar ist, in seiner Ursprüng- lichkeit und Schönheit zu erhalten. Gerade der germanische Men- schenschlag, mit den Nordländern besonders der Deutsche, ist ja auf das Innigste mit dem Wald verwachsen. Wir Deutsche lieben unseren Wald, fühlen uns zu ihm hingezogen, unsere Dichter ha- ben ihn von jeher begeistert besungen, wir suchen und finden in ihm in unserer leiblichen und seelischen Not Erholung, Entspan- nung und Freude. Seine weiten Tore stehen auch dem Armsten nach des Tages und der Wochen Mühe und Sorge offen. Das soll und muß auch für die Zukunft so bleiben. Wirklich schön ist je- doch nur das Harmonische, der ursprüngliche Wald. Gestört in seinem natürlichen Gleichgewichtszustand ist der einförmige, an Pflanzen und Tieren arme, künstlich nach Linien gepflanzte und gesäte Reinbestand; harmonisch allein der möglichst naturnor- male, reichgegliederte Wald, der in seiner Mannigfaltigkeit der ihn zusammensetzenden Pflanzen und bewohnenden Tiere durch das feine Zusammenspiel seiner Glieder das Gefühl der Einheit, der Geschlosssenheit, der Ganzheit, der Zweckmäßigkeit, der Schönheit und des Glückes in uns erweckt. So führt die soziolo- gische Betrachtungsweise des Waldes den Forstmann nicht nur aul den richtigen wirtschaftlichen Weg, sondern sie gibt ihm auch die Grundlage zu seiner forstästhetischen Ein- stellung.
„Vom Nützlichen durchs Wahre zum Schönen.“(Goethe).


