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müssen und können überwunden werden. Es lassen sich die Wäl- der der unaufgeschlossenen fremden Länder mit möglichst gleichen klimatischen Verhältnissen, wie sie an den einzelnen Orten Mittel- europas herrschen, zum Vergleich heranziehen; die biologische Arbeit im Walde kann unterstützt und ergänzt werden durch historische Forschungen in den Archiven und durch die gut durch- gebildete Methode der sogenannten Pollenanalyse in den Mooren. Mit vereinter Hilfe läßt sich das Bild des naturnormalen mittel- europäischen Waldes auf den einzelnen Standorten immerhin mit einiger Sicherheit rekonstruieren. Auf Grund zahlreicher Vege tationsaufnahmen werden sich dann fest umgrenzte, in ihrer Eigenart scharf definierbare Waldgebiete mit einer Anzahl be- stimmter Waldtypen ausscheiden lassen, ein Ziel, das die Forst- wissenschaft und Forstwirtschaft seit langem anstrebt, dem sie aber mit der soziologischen Forschung ungleich vertiefter und gründlicher näherkommt, als es auf dem bisher im allgemeinen oberklächlichen Weg geschah, als es bei der bisherigen atomisti- schen Betrachtungsweise vielleicht überhaupt möglich war. Die nordischen Reiche, Finnland vor allem, aber auch Schweden, dann Rußland, haben in der soziologischen d. h. der Ganzheits- Erforschung des Waldes, die unter den dortigen noch weitaus natürlicheren und klimatisch und edaphisch einfacheren Verhält- nissen Freilich auch leichter ist, in den letzten Jahrzehnten Be- deutendes geleistet und können uns in vieler Hinsicht Vorbild sein. Ein großes Hindernis für die mitteleuropäische Forschung ist es, dasb pflanzensoziologische Arbeiten durch die Aufnahmen in der Natur, die dazu notwendigen Hilfskräfte und Reisen kost- spielig sind; an den Mitteln hierzu fehlt es uns nur allzusehr. Das Studium der soziologischen Verhältnisse des Waldes in ihren Variationen, ihrer Syngenese und ihrer Synchorologie, in ihrer Systematik nach Wuchsgebieten und Typen ist aber für den Forstmann nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Sein Ziel ist die praktische Anwendung dieser ge- wonnenen Erkenntnisse, seine Aufgabe, die Assoziation Wald dem Menschen dienstbar zu machen, sie zur dauernden nachhaltigen Erzeugung unentbehrlicher Bedarfsgüter zu be- nutzen. Was lehrt ihn in dieser Hinsicht die Soziologie? Der Forstwirt muß zur Gewinnung von Sachgütern, des Holzes jeder Art, in das natürliche, harmonische Gefüge des Waldes, der sich, was seine Lebenstüchtigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Ge-