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davon, in einer Kiefern- oder Lärchen-Assoziation etwa 30 400% kommt der Strauchschicht, noch weniger der Kräuter- und am wenigsten der Moosschicht zustatten. Ausgesprochene Lichtpflan- zen würden somit in diesen Schichten nicht mehr das Minimum an Licht finden, das sie zum Leben benötigen, und in der Tat setzt sich die Strauch-, Kräuter- und Moosschicht im geschlossenen Wald nur aus relatiyv wenigen, aber schattenfesten Pflanzen zu- sammen, Pflanzen, die mit einem sehr niederen Lichtgenußmini- mum zu gedeihen vermögen, ja gerade in einem solchen Licht- klima sich wohlfühlen. Man denke nur an die immergrüne Moos- schicht unserer Fichten- und Tannenwälder, in denen fast kein Sonnenstrahl auf den Boden gelangt. Hier allein können sich die Moose in dieser Vielfältigkeit und Pracht entwickeln, voraus- gesetzt, daß andere ökologische Bedingungen erfüllt sind. Die Baumschicht schützt sich durch diese Abschirmung des Bodens vor der Besiedlung ihres Wurzelraums durch raschwüchsige und konkurrierende Licht-Pflanzen, ihr Schatten verhindert aber auch das Ubermächtigwerden jeder Schattenflora.

Eines der schönsten und genau untersuchten Beispiele der Anpassung der unteren Pflanzenschichten an die Lichtverhältnisse der Baumschicht bildet der Buchenwald. In ihm hat sich nicht nur eine Anpassung an die geringe, zur Verfügung stehende Lichtmenge an sich, sondern auch eine ausgesprochene zeit- liche Periodizität des Ablaufs des Lebensrhyth- mus(des Austreibens, der Belaubungsdauer, der Blütenbildung, der Beendigung des oberirdischen vegetativen Lebens) der Kräuterschicht in Anlehnung an die jahreszeitlich wech- selnden Lichtverhältnisse des Bodens herausgebildet. Im Vorfrüh- ling und Frühling ist der Buchenwald kahl. Im Vergleich zum Sommer wird nur ein kleiner Teil des Lichtes von den Stämmen, Asten und Zweigen der Bäume zurückgehalten, der größte Teil des Lichtes aber kommt während dieser Zeit auf den Boden. Das nutzt die Kräuterschicht aus, indem in dieser freilich kurzen Zeit- spanne von wenigen Wochen ihr aktives Leben sich abspielt und mit dem Eintritt der Belaubung der Baumschicht und damit des Lichtmangels in den Zustand der Passivität übergeht. Ficaria die Feigwurz, Anemone nemorosa das Buschwindröschen, Corydalis cava der Lerchensporn sind Pflanzen des Frühlingsaspektes des Buchenlaubwaldes. Im Sommer- und Herbstaspekt aber fehlen sie scheinbar; dann ist die oberirdisch sichtbare Kräuterschicht