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versalität erreicht und geradezu eine neue Epoche nicht nur in der Disziplin, von der er ausgegangen ist, sondern weit darüber hin- aus in allen Wissenschaften herbeizuführen geeignet ist.

II.

Der Wald als soziales Gebilde, als Ganzheit hat, vorerst rein äußerlich und nur pflanzensoziologisch be- trachtet, eine besonders eigengeartete Gesellschaftsstruktur, die ihn von anderen Vegetationstypen, pflanzensoziologisch gespro- chen von anderen Formationen scharf unterscheidet. Gegenüber einer Wiese, einem Feld, einem Hochmoor, einer Heide zeigt er einen ungleich grobartigeren und komplizierteren Aufbau. Der Wald ist der schon räumlich größte, das Landschaftsbild am meisten bestimmende Pflanzenverein. Er ist in der Regel vertikal in verschiedene Schichten gegliedert, deren oberste und höchste die Baumschicht, das mehr oder weniger geschlossene Kronendach der Bäume bildet. Unter der Baumschicht befindet sich die nied- rigere Strauchschicht, ihr folgt die Kräuter- oder Staudenschicht (Feldschicht) und darunter die sich dem Boden wie ein Teppich auflagernde Moosschicht(Bodenschicht). Dem Auge verborgen ist die unterirdische, den Boden durchdringende Schicht der Pilze und Bakterien, die sich mit den Wurzeln aller Pflanzen in den unsichtbaren Lebensraum teilen. Jede der fünf Schichten zer- fällt meist selbst wieder in Unterschichten, die unter sich und mit den Hauptschichten durch Ubergänge verbunden zu sein pflegen, und jede der fünf Schichten, am häufigsten die Kraut- und Moosschicht und die Pilz- und Bakterienschicht, setzt sich meist aus zahlreichen Gattungen und Arten zusammen. Allerdings können einzelne Schichten und Unterschichten ganz fehlen, nur die Baumschicht in einem gewissen Schlußstand und die Erd- schicht sind spezifisch für die Formation Wald. Die Zusammen- setzung der Baumschicht kann im Extrem auf eine Spezies, etwa die Kiefer, die Buche, Fichte, Tanne, zusammenschrumpfen und stellt dann die einfachste Form der Lebensgemeinschaft dar.

Von den inneren Zusammenhängen in der Ganzheit Wald ist am sinnfälligsten die Abhängigkeit der einzelnen Schich- ten vom Lichtgenuß ausgeprägt. Die Baumschicht erfreut sich des vollen Lichtes und damit höchster Assimilationsmög- lichkeit. Nur ein Bruchteil des vollen Lichtes, in einem geschlos- senen Tannen-, Buchen-, Fichten-Bestand nur wenige Prozente