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ren, verabsolutierte und zentralisierte die gewonnenen Einzel- erkenntnisse und am Ende sah manden Wald vor lauter Bäu- mou nicht.

Die letzten Jahrzehnte jedoch brachten wie in allen anderen biologischen Wissenschaften so auch in der Forstwissenschaft, so- weit sie natur wissenschaftlich orientiert ist die geisteswissen- schaftlichen forstlichen Disziplinen, Betriebswirtschaftslehre, Forstpolitik, forstliche Statik blieben nicht unberührt, sollen aber hier ausscheiden eine grundsätzliche Wandlung. Die forstliche Produktionslehre als Inbegriff der forstlich-biologischen Diszi- plinen erkennt durchaus die Leistungen der bisherigen For- schungsmethoden und die Notwendigkeit ihrer Beibehaltung auch für die Zukunft an, sie fordert aber, daß daneben und unab- hängig davon außer der Idiobiologie als der Lehre von dem Ein- zelwesen, den Bäumen, auch die Soziobiologie oder die Lehre von den gesellschaftlichen Verbänden, von den Pflanzengesell- schaften und darüber hinaus von dem Wald als Ganzem, zu ihrem Rechte kommt. Die Biologie hat den einseitigen Mechanismus verabschiedet. Das gegenwärtige Streben geht über die Verein- zelung des Gegenstandes zur Ganzheit und Einheit, zur Synthese. Man erkennt jetzt ganz allgemein die Lebenswerte der sogenann- lenüberindividuellen Bindungen, es entsteht der Begriff des ökologischen Einheitsfaktors als der Resultante aller Faktoren. Die Soziobiologie geht von dem Standpunkt aus, daß der einzelne Baum, der Teil, letztlich nur aus dem Ganzen, dem Wald heraus verstanden werden kann, das Ganze, der Wald, aber mehr ist als die Summe der Teile, der einzelnen Bäume. Durch zahlreiche Wechselbeziehungen der einzelnen Glieder entsteht eine Pflan- zenassoziation und eine Tierassoziation, die sich gegenseitig und Boden und Klima beeinflussen, eine Ganzheit mit durchaus kon- kreten Ganzeigenschaften, mit inneren Gesetzlichkeiten, mit cha- rakteristischen Ganztendenzen, mit Ganzbedingtheiten für ihre Teile. Die forstliche Soziologie als wichtigster Ausdruck dieser Ganzheitsforschung betrachtet demnach alle das soziale Zusam- menleben der im Walde vereinten Pflanzen und Tiere berühren- den Erscheinungen, ihre Ursachen, ihre Statik und Dynamik, den Gesellschaftshaushalt oder die Okologie des Waldes im weitesten Sinne. Das Ziel ist, die Gesellschaftszusammenhänge und die Ent- wicklung der sozialen Erscheinungen aufzuspüren und als Ge- setze anzusprechen, in der Forstwirtschaft somit die Okologie und