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Die Druckerei der Gießener Studentenhilfe arbeitete mit Erfolg und hat sich in weitesten Kreisen der Hochschule durch die fachmännische Ausführung und preiswerte Berechnung der ihr erteilten Aufträge, einen festen Kundenkreis schaffen können. Auch hier ist Werkstudenten Gelegenheit gegeben, sich Geld- mittel kür ihr Studium zu verdienen.

Der Bau des Studentenhauses nimmt seinen Fortgang, wenn auch in den letzten Monaten als Rückwirkung der allge- meinen Wirtschaftslage das Arbeitstempo ein geringeres ge- worden ist.

Die Studentenhilfe hofft aber, bis Beginn des Winter- semesters 1930/1 das Haus dennoch beziehbar machen zu können.

In dem letzten Semester hat die Gießener Studentenhilfe eine planmäßige Mitgliederwerbung durchgeführt. Es ist ihr gelungen, ihren Mitgliederbestand erheblich zu erhöhen.

Weiter hat die Gießener Studentenhilfe in der Zusammen- arbeit mit der Gießener Studentenschaft für das Sommer- semester 1930 eine Autofahrschule eingerichtet, in der die Gießener Kommilitonen die Möglichkeit haben, zu einem er- heblich verbilligten Satz ihre Führerausbildung und den Führer schein zu erhalten.

Der bisherige Geschäftsführer der Gießener Studentenhilke, Dr. Kielmann, der seit dem 1. Juli 1928 im Amte ist, scheide! am 1. Juli d. J. aus seiner Stellung aus. Dipl.-Volkswirt Grebe, der bisherige Neubau-Referent, übernimmt ab 1. Juli d. J. die Geschäftsführung. 5

Uber die Pflege der Leibesübungen an unserer Uni versität ist folgendes zu berichten:

Das vergangene Jahr brachte die Genehmigung der hessi- schen Regierung für den Umbau des von Herrn Dr. Werner käuflich erworbenen Hauses zum Sporthaus der Universität. Der Umbau wird im Juli d. J. beginnen, sodaß zu Anfang des Wintersemesters die neuen Umkleideräume, Wasch- und Dusch- anlagen der Studentenschaft zur Benutzung übergeben werden können. Es ist zu erwarten, daß eine größere Beteiligung der Studentenschaft an den akademischen Leibesübungen die Folge dieser neuen Einrichtungen sein wird.

Die Beteiligung der Studentenschaft am Hochschulsport und an den Wettkämpfen ist rege, läßt aber immer noch zu