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Der Gesamtsenat hat Seine Exzellenz den Staatsminister Dr. Friedrich Schmidt-Ott, Präsident der Deutschen Gemein- schaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung in Berlin, zum Ehrensenator ernannt.
Die Gießener Studentenhilfe ist im zurückliegen- den Berichtsjahr wieder sehr rege tätig gewesen.
An der Speisung nahmen in dem Wintersemester 1929/30 in den beiden Studentenheimen„Burggraben“ und„Schöne Aussicht“ mittags durchschnittlich 260 und abends 70 Kommi litonen teil, in der Höchstzahl mittags 349 und abends go.
Im Sommersemester 1930 mußte der Mensa- Betrieb in der „Schönen Aussicht“ aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden, da zudem damit gerechnet wird, daß die 1 nahme des Studentenhauses im kommenden Wintersemester 1930/1 erfolgt.
An Freitischen wurden für das Wintersemester 1929/30 9 volle und 10 halbe, für das Sommersemester 1930 12 volle und 12 halbe Freitische gewährt.
Kurzfristige Darlehen wurden in den beiden zurückliegen- der Semestern bisher in der Höhe von 1922.— RM. an 26 Kom- militonen ausgegeben. Aus früheren Semestern werden noch 28 Darlehen im Gesamtbetrage von 2151,26 RM. verwaltet.
Langfristige Darlehen wurden im Wintersemester 1929/0 an 31 Kommilitonen in Höhe von 10 315.— RM., im Sommer- semester 1930 an 28 Kommilitonen in Höhe von 8148.— RM. ausgegeben.
Vier Kommilitonen befinden sich in Tuberkulose-Heil- stätten. Einem Kommilitonen wurde ein Krankentisch zur Ver-
kügung gestellt.
Das Arbeitsamt konnte in den Ferien nach dem Sommer- semester 1929 sämtliche bei ihm vorliegenden Arbeitsgesuche befriedigen. Am Neubau des Gießener Studentenhauses 1 ca. 10 Kommilitonen, die übrigen in Landwirtschaft und In- dustrie.
Das Studentenwohnhaus„Egerheim“ ist voll besetzt, die Nachfrage war wie in den vorhergehenden Semestern derart stark, daß nicht alle Wünsche berücksichtigt werden konnten.


