o Friedberg. In der Lehrer,konserenz für den ireis Friedberg wurde festgestellt, daß aus dem Kreise '8 Lehrer unter, den Fahnen stehen. Von diesen sind >1 verwundet, zwei starben bereits den Heldentod.
Literarisches.
Nach dem Fall von Antwerpen «ringen unsere tapferen Truppen immer weiter vor, und mmit nun auch unsere Leser in der Lage sind, sie auf >ren sämtlichen Zügen zu begleiten, haben wir auf mserer Kriegskarte vom westlichen Kriegsschauplatz auch ine Sonderkarte von Antwerpen und weiterer Uiugeb- lng anoringen lassen, auf welcher sämtliche Befestigun- jen und auch die überschwemmten Gebiete deutlich sichtbar sind. Natürlich wird diese Karte auch Wert behal- en nach dem Fall von Antwerpen, da weitere Opera- ionen zu Wasser und zu Lande von diesen Punkten rusgehen werden. Eine weitere Verbesserung unserer chon so ausgezeichneten Kriegskarte ist die Hinzunahmc nner Sonderkarte von Paris und seinem Befestigungs- Zürtel, von dem hoffentlich unsere Leser recht -bald Geirauch machen können.
Auch die östliche Karte ist nach allen Richtungen )i,i verbessert, insbesondere sind überall noch Ortsnamen nckoeiiioimnen, wo es vermutlich zu Entscheidungsküm- ifen kommen wird.
Trotz aller dieser Verbesserungen bleibt der, sabel - ! hast billige Preis von 40 Pfg. für eine Karte cinschl. nderkarten fiir unser,e Leser besteben.
Tie Karten sind in unserer Geschäftsstelle und bei den Zeitungsboteu erhältlich.
Kriegs-Humor.
Zu den sittlichen Kräften, die das deutsche Volk in dem großen Ringen um seine Weltstellung entfaltet, ■ zu jenen Kräften einer beispiellosen Tapferkeit und Opfer- ! Willigkeit, die ihin selbst in Feindesland Bewunderung erwerben, gehört auch der innere Mut, im Sturni der Ereignisse die feine Geistigkeit, den Scharfsinn und das ! köstliche Erbgut der Deutschen: den Humor, zu bewah- ! re». Er ist es, der unseren braven Kriegern über manche schwierige Situation hinweghilft, wenn sie im Schützengraben im dichtesten Kugelregen aushalten müssen, er ist es aber auch, der wesentlich dazu beiträgt, daß die Lügen und Schaudermärchen unserer Feinde zerschellen und zu nichts werden! Tenn mehr als die trockene ; Widerlegung und ernsthafte Berichtigung oft erreicht, ' zeigt die Satire, ein treffendes Scherzwort die ganze Heu- . cknlei, die sich in dem Vorgehen unserer Feinde offen - , bar:. Zu den wertvollsten Darbietungen werden auf die- | sein Gebiete jedenfalls neben der Schilderung per.sön - ! sicher Erlebnisse, wie sie in den Feldpostbriefen unserer, tapferen Soldaten aus dem Schlachtenlärm zu uns her-'! übcrllingcn, die wundervollen Bilder und Teitbeilrägen ; gehören, die bisher in den K r i e g s n u m m e r n der „Lustigen Blatte r" erschienen sind und weiterhin j erscheinen sollen. In den vor uns siegenden ersten 12 ! Kriegsnutnmern finden wir eine solche Fülle von köst- ! lichen Darbietungen auf diesem Gebiet, daß es Uns i schwer wird, Einzelnes besonqers lobend hervorzuhebcn. Bilder wie die „Krüppel-Entente" von Trier, „Der Geis! der deutschen Armee" von Heilemann gehören iederffalls ! zn den Besten, was auf dem Gebiete der Illustrations- j fünft in den letzten Jahren in Deutschland geschaffen i <o uNde. Auch Ulster den Teitbeilrägen sind neben man- : ckicm köstlichen treffenden Witzwort viele, die weit über ! die Gegenwart hinaus Wert behalten und in den unver- ! gänglichen Literaturschatz des deutschen Volkes über - geben werden! Das tiefgreifende Gedicht Rudolf Pres- 1 der?: „Der Brief des Grenadiers" gehört neben vielen j anderen dieses gottbegnadeten Dichters zu den Perlen, die allein der 11. Kriegsnutnmer der „Luftigen Blätter" j einen wesentlich höheren Wert verleihen, als in dem minimalen Preis von 30 Pfg. zum Ausdruck kommt, für- den die Nummer mit ihrem übrigen reichen Inhalt verkauft wird. So verdienen die „Luftigen Blätter" mit
ihren prächtigen Kriegsnummern wirklich wärmste Empfehlung. Es dürste nicht zuviel gesagt sein, von ihnen zu behaupten, daß sie mit ihren viclbervunderten Bildern und Tcrtbeiträgen historischen Wert behalten und auch noch späteren Geschsechtern willkommene Kulturdo- kumcnte aus Deutschlands größter Heldenzeit bleiben werden.
Geschäftliches.
Zcudct Schokolade au unsere Krieger i»o Feld!
_ In allen Aufrufen, die in Zeitungen wegen des Versandes von Liebesgaben an die im Felde stehenden Truppen erlassen werden, befindet sich immer wieder j auch Schokolade aufgeführt. In fast allen Briefen, die ! linscre tapferen Soldaten an ihre Lieben daheim schicken, ! bitten sie immer und immer wieder um Schokolade. Die- ! ser Wunsch ist durchaus verständlich, wenn man den der Schokolade innewohnenden großen 'Nährwert berücksichtigt. Die Wissenschaft lehrt es und die prattischen s Erfahrungen in Manövern und verschiedenen Feldzügen haben es bewiesen, welche außerordentliche Bedeutung ! der Schokolade und dem Kakao infolge ihres Nährwer- ' les für 'den im Felde stehenden Soldaten zuftcht.. Vcr- ! suche im österreichischen Heere haben ergeben, daß der Nährwert der Schokolade fünfmal so groß ist wie der von.R.ndsleisch.
Die Schokolade verdankt ihre Wertschätzung dem j Umstande, daß einerseits der darin enthaltene Kakao j alle zur Ernährung des Menschen notwendigen Bestandteile, also Fett, Eiweiß und Stärke enthält und daß andererseits der mit dem Kakao verbundene Zucker, des- j sen Bedeutung für marschierende Truppen allgemein be- i kannt ist, ein wichtiger Muskelbildner ist. Außerdem j aber ist eine nicht zu süße Schokolade ein ganz vorzllg- s licher Durslsliller.
Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, daß s die von vielen Deutschen Schokoladefabriken, meist von i der Firma Ec'or. Stollwcrck in Köln in den Handel gebrachten Feldpostbriefe mit Schokolade uyd Pfeffermünz einen außergewöbnlicken Anklang bei allen denen ge- | funden haben, die ihren Lieben im Felde etwas Gutes ! zukommen lassen möchten. Wir verweisen aus das In- : lerat aenannter Firma in unserer heutigen Nummer, das j alles Nähere über diese Packungen enthält.
Milchbrci für Kinder.
Zutaten: Dreiviertel Liter Milch, 3 Eßlöffel voll j Gustin, 1 Eßlöffel voll Zucker, etwas Salz.
Zubereitung: Die Milch läßt man mit Zuk- ! ker und etwas Salz kochen, unterdes rührt man Gustin > mit 6 Eßlöffel voll kalten Wassers glatt, gibt es vor- i sichtig in kochende Milch und läßt den Brei 5 Minuten ! unter öfterem Umrühren kochen.
Stgdttheater Gehen.
Direktion: Hermann St ein g o eit er.
Sonntag, den 1. November, abends l l / 2 Uhr:' E r- j öffnungs-Vorstellung. Prolog von > Hermann Sieingoetter, gesprochen von M a r t a ! Schild. Lebendes Bild: Huldigung vor i Germania. Hierauf: W a l l c n st e i n s L a- j g e r, von Friedrich von Schiller,. Zum Schluß : j „D a s Eiserne K r e ü z", Lebensbild in einem j Aufzug von Ernst Wichert, in neuer Einrichtung von Richard Keßler.
Dienstag, den 3. Nov., abds. 8 Uhr : ,M i n n a , von Barnhel m". Lustspiel in 5 Aufzügen von ! G. E. Lessing.
Freitag, den 6. Nov., abends 8 Uhr: „Zwischen j den Schlachte n". Schauspiel in 1 Aufzug von ! Björnstjerne Björnson. Hieraus: „W a l l e n st e i ns Lager" von Friedrich v. Schiller.
Sonntag, den 8. Nov., abends 1% Uhr:' „W i e die Alten junge n". Lustspiel in 4 Akten von Karl Niemann.
Kirchliche Nachrichten.
Evnnzrlische Grmrinde in Gietzrn.
Sonntag, den 1. November, 21. nach Trinitatis. Reformationsfest.
Kollekte für die Gustav-Adolf-Stistung. Gottesdienst.
In der Stad^kirche.
Vorm. 9 l / 2 Uhr: Pfarrer, D. Schlosser.
Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matlhäusgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uyr: Pfarrer Schwabe.
Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Mackusgemeindc gemeinsam.
Anmeldung vorher bei dem Psprrer jeder Gemeinde erbeten.
Mittwoch, den 4. November, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer D. Schlosser.
In der Iohanneskirch«.
Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Vorm. .11 Uhr: Kinderkirchc für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Bechtolsheimer.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Io- hannesgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends V/ 2 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weib- . lichen Jugend der Lnkasgemeinde im Lukassaal, sowie der männlichen Jugend der Johannesgemcinde im Iohannessaal. *
Üatholische (fjimcittbc in Gießen.
Samstag, den 31. Oktober.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um'8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Gelegenheit polnisch zu beichten.
Sonntag, .den 1. Novbr. 22. Sonntag nach Pfingsten.
F e st Allerheiligen.
Vorm. 6 y 2 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Vorm. 7 Ubr: Die erste hl. Messe.
Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe niit Predigt. Militärgottesdienst.
Nachm. 4 Uhr: Jungsrauen-Kongregation.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht.
Nachmittags 5 l / 2 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen. Nachmittags 6 Uhr: Predigt und Andacht für die Abgestorbenen.
Diaspora:
In L a u b a ch um 10 Uhr.
In- L i ch um 9% Uhr.
Montag, den 2. November. Allerseelen.
Vorm. 6'A Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Vorm. 6]/ 2 Uhr: Die erste hl. Messe.
Vorm. 8 Uhr: Seelenamt sür, alle Verstorbenen der Pfarrei.
Nachm. 6'/ 2 Uhr: Rosenklanzandacht mit Segen.
Dienstag und Freitag, abends um 6/ 2 Uhr, ist Kriegsbittandacht.
Freitag um 7 Uhr ist Segensmesse.
Verantwortlich: Alb in Klein, Gießen.
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