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Die Notgemeinschaft der Deutschen Wissen- schaft, deren hochverdienter Präsident ein besonders Feines Verständnis für die Eigenart und die schwierige Lage unsrer Universität zeigt, hat wieder für die Forschungen Gießener Dozenten und Institute und für die Universitätsbibliothek große Beiträge gewährt. Wir hoffen, daß die Verkürzung ihres Etats im diesjährigen Reichshaushalt nach dem Notjahr wieder aus- geglichen wird, damit sie ihre segensreiche Tätigkeit im alten Umfang weiterführen kann.

Tiefen Dank schuldet die Medizinische Fakultät der He s- sischen Landesversicherungsanstalt für großzügige Beiträge zur Bekämpfung von Volkskrankheiten.

Im einzelnen sind der Universität, den Seminaren, In- stituten und Kliniken folgende Geschenke gemacht worden;

Durch die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft ist die Universitäts- Bibliothek viederum reich be- dacht worden. Aus den sogenannten Standard-Listen wurden für 8000 RM. ausländische Werke ausgewählt, zur Bekriedi- gung besonderer Wünsche aus den Gebieten der englischen und amerikanischen Literatur, der Orientalistik und Theologie und der ausländischen Volkskunde wurden 300 RM. bewilligt, außerdem 2400 RM. zur Herstellung eines Verzeichnisses der in der Universitäts-Bibliothek und den Universitälsinstituten vorhandenen Zeitschriften und zu beschleunigter Katalogisierung der von der Notgemeinschaft gelieferten Werke. Die auslän- dischen Zeitschriften wurden in der bisherigen Weise fort- geführt und ergänzt. Möge uns diese Hilfsquelle nicht ver- siegen und nicht verkümmern.

Der Tauschverkehr mittels der Universitätsschriften und der Zeitschriften der Gießzener wissenschaftlichen Vereine und der Dubletienverkehr bringen zunehmend ansehnlichen Ertrag.

Behörden, Anstalten, Firmen, Vereine und Verbände haben uus wie in den Vorjahren wertvolle Gaben zugewendet. Wir verweisen für die fortlaufenden Sendungen auf den vorigen Bericht und nennen diesmal besonders nur die Woodbrooke Library in Selly Oak, deren durch Gießener Besuche belebten Sympathie wir an 100 Bände zur Geschichte der Society oft Friends, z. T. seltene alte Drucke samt einer ergänzenden per- sönlichen Stiftung der Frau Helen Neave zu verdanken haben, die Bodleiana in Oxford, die Senckenbergiana in Frankfurt