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geworden ist, ein Ruhmesblatt auch in der Geschichte unserer alma mater Ludoviciana.
Den Worten, die hier auszusprechen mir ein tiefempfun- denes Bedürfnis war, will ich nicht verfehlen noch dadurch Nachdruck zu verleihen, daß ich aus jüngster Zeit ein Urteil über Hundeshagen hier anzufügen mir erlaube, das Chri- stof Wagner) in Freiburg i. B. ausgesprochen hat. Wagner schreibt:... so war Hundeshagen der ein- zige, der das Ganze umfaßte, der universelle Geist, der über dem Ganzen seines Faches stand 5
An seine Seite glaubt Wagner nur noch Preß ler stel- len zu können, den Begründer der„Tharandter Schule“, die im gleichen Geist mit unserer„Gießener Schule“ einig ging.
Auch Preß ler vertrat— man braucht nur an sein Werk „Der rationelle Waldwirt“' s) zu denken— mit aller Schärfe den Gedanken der Wirtschaftlichkeit im forstlichen Betrieb. Er prägte u. a. das Wort:
„Rechnen ist der Wirtschaft Seele, die Zahl ihr letzter Beweis.“ In der forstlichen Statik, der Lehre vom Gleichgewicht der wirtschaftlichen Kräfte, erkennen wir das zentrale Gebiet un- serer Forstwirtschafts lehre. An ihm kann auch die Forst- wirtschaftspolitik nicht vorübergehen.
Wer somit, wie Hundeshagen und Preßler, auf dem Boden der Statik steht, der steht über dem Ganzen: denn in ihr laufen alle Fäden der Wirtschaft zusammen, und von ihr geht immer aufs neue der Anstoß zum wirtschaftlich gerichteten Planen und Handeln aus.
Doch noch einmal zurück zu Hundeshagen. Von sei- nem Geist getragen wirkten mit und nach ihm Karl und Gu- stay Heyer. Man nennt darum unsere Gießener Schule auch die„Heyer'sche Schule“. Wagner) bezeichnet sie— eine Genugtuung für alle, die auf ihrem Boden stehen— als die „Trägerin des Geistes der forstlichen Wissenschaft“ schlecht- hin. ) Uber die Einseitigkeit als forstliche Berufskrankheit. Allg. Forst- und Jagdatg. 1928, S. 348(356).
) Der rationelle Waldwirt und sein Waldbau des höchsten Ertrags. Dresden, 1858/65.
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