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heit durch Hebung des Zuwachses im alten Wald mit allen Mitteln waldbaulicher Technik, sondern auch durch Auffor- stung. Man spricht von wenigstens noch ½ Million Hektar auf- korstungsfähigen Geländes im Deutschen Reich. Hier wäre Raum für Arbeit. Doch die Mittel fehlen. Und doch: es muß die Losung sein, den Wald zu mehren und dem Wald zu geben, was des Waldes ist.

Schnell zerstört ihn die Axt, langsam nur wächst er heran! sagt ein altes Wort.

Wir aber wissen es: der Deutsche liebt seinen Wald. Der Streit der Parteien verstummt, wenn es gilt, für den Wald zu sorgen, ob für die Wirtschaft, ob für die Wissenschaft. man gibt gern, auf daß beide gedeihen und reiche Frucht tragen.

Das hat erst in jüngster Zeit wieder unser Hessen lan d bewiesen, als es zur Tat schritt, unserer alma mater die Forst- wissenschaft, die sich mit ihr eng verbunden fühlt, zu er- halten und auszubauen, in Lehre und Forschung, für ein zweites Jahrhundert produktiver Arbeit für den deutschen Wald.

Unser Dank gilt allen, die sich zusammenschlossen, das Werk zu vollenden, der hessischen Regierung, dem hessischen Landtag, nicht zuletzt unserer Stadt Gießen, die dem Forst- institut ein neues, würdiges Heim bereitet hat.

So entrollt sich für uns in ernster Zeit, trotz mancher Sorge, ein freundliches Bild, wenn wir vom deutschenWald- werké reden. Und so lassen Sie mich in kurzen Strichen ein Bild zeichnen,

wie Deutschland seinen Wirtschaftswalde sich schuf, Was er ihm war in der Zeit der Not, was er ihm sein s0ll in künftigen Tagen.

Die wechselvollen Schicksale, die der deutsche Wald in einer fast zweitausendjährigen Geschichte, seit Roms Legionen den deutschen Rhein überschritten, erfahren hat, sind ein Ab- bild der Geschichte Deutschlands selbst.

In Germaniens Wäldern vernichtete einst Hermann der Cherusker die letzte Streitmacht Roms, die über deutsches Land gebot, und deutsches Land ward wieder frei.

Von Deutschlands Wäldern hören wir aus jener Zeit, wir hören auch vom deutschen Rhein, der sie durchflob, der