Festrede
des
Prof. Dr. Borgmann
Hochansehnliche Versammlung! Werte Kollegen! Liebe Kommilitonen!
Wenn ich die Ehre habe, als Mitglied des Forstinstituts unserer Landes-Universität das Wort zu ergreifen, um aus dem Wissensgebiet, das ich vertrete, zu Ihnen zu sprechen, so lassen Sie mich an die Worte Sr. Magnifizenz des Rektors anknüpfen, mit denen er der Bedeutung des heutigen Tages bereits gedacht hat.
Die Stunde, die uns wiederum vereint, des Tages zu ge- denken, an dem uns einst ein festgefügtes Reich erstand— ein Reich, das auch der Weltkrieg nicht zerschlug— sie lähzt uns Einkehr halten, uns rasten auf dem Weg, von dem wir hoffen, daß er nach des Weltkriegs bitterem Ende wieder aufwärts führt, zu neuer Kraft, für deutsche Art und Gel- tung in der Welt.
Es ist der Weg der Arbeit, den wir gehen, zum Dienst am Volk und Vaterland. s
Dünkt uns der Weg auch weit, die Arbeit hart, der Lohn gering, der uns verbleibt, so steht am Ende doch als hohes Ziel die Freiheit, für die kein Tag der Mühe uns zu lang, kein Hemmnis uns zu groß erscheint, daß wir es nicht zu überwinden Willens wären.
Ein Volk, das fest auf seiner Heimat Boden steht, treu den Idealen, die es groß gemacht, das wiederaufbaut, was in Trümmer ging, an materiellen wie an ideellen Gütern, hat, keine Zeit müde zu sein.
So werden auch wir— Lehrende wie Lernende— nicht müde werden, der Wissenschaft zu dienen, um auch sie, auf
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