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hauptsächlich an die Untersuchung einer einzelnen Schrift, an das Buch von W. Mundledas religiöse Leben des Apostels Paulus(Tübingen 1923). Man kann diesem Verfahren bei- slimmen, denn trotz der sonstigen Literatur, die der Verfasser

der Arbeit noch gelegentlich nennt oder zu kurzem Vergleich

heranzieht, stellt das Mundle'sche Buch vielleicht den bedeut- samsten, sicher einen vollbewußten und charakteristischen Ver- such dar, Geschichte nach phänomenologischer Methode zu belreiben. In eingehender, kritischer Untersuchung, deren Klar heit und logische Schärfe besonders anerkannt sei, milst die Arbeit zunächst Mundle's Methode und Programm an Husserls Ideen, um zu entscheiden, ob und inwieweit Mundle's Ver fahren tatsächlich als phänomenologisch im Sinne des Schöp lers der Phänomenologie anzusprechen ist. Auch die weiter anknüpfende Erörterung der Fragen, ob sich Iusserls Begrikls- bestimmungen auf die Geschichte ohne Weiteres übertragen lassen, in welchem Sinn überhaupt von demWesen eines historischen Geschehens gesprochen werden darf, wie Typen bildung und Wesensanalyse sich zu einander verhalten, enthält sehr beachtenswerte Gedanken. Die Arbeit schließt mit einem Vergleich des Mundle'schen und Weinel'schen Paulusbuches, um an konkreten Beispielen zu entscheiden, wie viel Mundle'sche Methode wirklich Neues bringt gegenüber dem genetischen Verfahren, dem sie sich entgegensetzt.

Man konnte das gestellte Thema in doppelter Weise be handeln: man konnte entweder in möglichster Vollständigkeit einen Uberblick über alle historischen Schriften geben, die Einflüsse oder Anregungen von Seiten der Phänomenologie erkennen lassen, oder man konnte ein Werk bewußter phäno menologischer Einstellung herausgreifen, um an ihm das Pro- blem der Möglichkeit einer phänomenologischen Historie auf- zurollen. Der Verfasser hat den letzteren Weg gewählt, er hat in der Durchführung seiner Aufgabe gezeigt, daß er die Problemlage sehr gut kennt und beherrscht, und ist zu klar formulierten und wohlbegründeten Resultaten gekommen. Die Fakultät erkennt der Arbeit den vollen Preis zu.

Verfasser ist: stud. phil. Wilhelm Füß ler aus Lich.

Die bearbeitete Aufgabe der II. Abteilung der Phi- losophischen Fakultät lautete:Ist der Verlauf der Nährstoffaufnahmen hinsichtlich Kali und Phosphorsäure bei