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unseren Getreidearten von natürlichen oder züchterischen Art- eigenschaften der Pflanze abhängig?“— Uber die unter dem Kennwort:„Land wirtschaftliche Preisaufgaben 192%ù 28 ein- gereichte Arbeit urteilt die Fakultät wie folgt:„Die vorliegende Bearbeitung der Preisaufgabe aus dem Gebiete der Landwirt- schaft und besonders der Pflanzenernährung hat zwar keine vollständige Klärung dieser Frage erbringen können. Die histo- rische Bearbeitung ist etwas weit und umständlich, die kritische Bearbeitung der Literaturergebnisse mit den eigenen Befunden hätte vielfach etwas exakter und schärfer sein dürfen. In An- betracht aber des hohen Fleißes und des mit größter Energie und Sorgfalt bewältigten experimentellen Teiles der Arbeit. der die genannten Fragen ein gutes Stück ihrer Lösung näher bringt, wird der Arbeit der volle Preis zuerkannt.“
Verfasser ist: Theodor Schrader aus Giehen.
Den Diezpreis erhielt cand. phil. Kar! Heymach aus Wetzlar auf Grund einer Arbeit:„Die Satire in den Pamphleten Claude Tillier's“.
Allen Preisträgern bringe ich hiermit unser aller Glück wunsch und Gruß dar.
Dieses erfreuliche Ergebnis unserer Preisaufgaben gibt uns die beruhigende Gewißheit, daß sich unsere akademische Jugend auch der Aufgabe von ihr bewußt ist, mitzuarbeiten am Fortschritt der deutschen Wissenschaft. Keine Wissen- schaft kann stillestehen, jede Arbeit an ihr führt notwendig zu ihrer Fortbildung; selbst die gesichertsten Ergebnisse be- dürken immer wieder erneuter Nachprüfung und erfahren oft überraschende Richtigstellung, alte Fragen erheischen neue Antworten, neue Probleme klopfen an die Pforten der Wissen- schaft. Die Gegenwart, die auf den Schultern der Vergangen- heit steht, ist doch nur die Vorstufe der Zukunft, die Zu- kunkt aber muß die Arbeit da aufnehmen und fortsetzen, wo sie ihr überliefert ist. Und hier setzt die Aufgabe der akade- mischen Jugend ein. Nicht jedem von Euch, Kommilitonen, ist die Gabe wissenschaftlicher Forschung in die Wiege gelegt, aber unter Euch, unter den heutigen Studierenden, müssen die- jenigen heranwachsen, die die Fackel der Wissenschaft auf- nebmen und ins Dunkel vorantragen, wenn sie einst unseren müden Händen entfällt. Möge Euer Anteil, Gießener Kommi- litonen, hieran ebensogroßb wie der ruhmvollen Vergangenheit


