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den letzten beiden Semestern unter Berücksichtigung des eben genannten Grundsatzes a 95 Freitische ausgegeben worden sind, 9 Darlehen aus der Darlehnskasse der Deutschen Stu- dentenschaft gewährt worden sind, 331 Kommilitonen den von der Studentenhilfe gewährten Rabatt in der Schuhmacherei beansprucht haben, 106 kurzfristige Darlehen zur Behebung augenblicklicher
Notlage gewährt worden sind im Gesamtbetrage von 5163 RM.,
so ergibt sich daraus klar, daß auch heute noch bei einem groben Teil der Studentenschaft eine wirtschaftliche Notlage besteht, die die Einrichtungen der Studentenhilfe notwendig macht. Das Studentenwohnhaus Egerheim war regelmäßig mit 48 Kommi- litonen voll belegt. Besondere Sorge wurde auf die Betreuung erkrankter Kommilitonen verwandt, die bei leichterer Krankheit einem Erholungsaufenthalt, bei schwerer Erkrankung, wie na- mentlich bei Lungentuberkulose, einem Kuraufenthalt zuge- führt wurden.
Der Plan der Errichtung eines Studentenhauses für die Gießener Studentenschaft wurde eifrig gefördert, sodaß dessen Verwirklichung in nächster Zeit zu erhoffen ist. Ich darf hier die höchst erfreuliche Mitteilung machen, daß die Stadtverord- neten-Versammlung unserer Universitätsstadt Gießen auf An-
trag des Herrn Oberbürgermeisters vor wenigen Tagen be- schlossen hat, für den Bau des Studentenhauses einen Bauplatz
im Werte von 50 642 Mark unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und die zu tragenden Straßenbaukosten auf die Hälfte zu ermäßigen. 5
Indem ich auch für dieses hochherzige Geschenk der Stadt- verwaltung und dem Herrn Oberbürgermeister den besonderen Dank ausspreche, schließe ich mich dem von Herrn Oberbürger- meister Keller ausgesprochenen Wunsche an, daß das Vor- gehen der Stadt auch andere Stellen veranlassen möge, den Neu- bau eines Studentenhauses tatkräftig zu fördern.
Auf dem Akademischen Turn- und Spielplatz wurden umfangreiche Einebnungsarbeiten vorgenommen, wo- durch weitere Ubungsflächen für Gymnastik, Faustball und Tennis gewonnen wurden.
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