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lich ihm zukommenden und von den Verrichtungen aller anderen Organe verschiedenen Funktion ist sagt Brod mann.

Bei solchen Feldern handelt es sich um absolute Lo- kalisation. Es gibt aber auch nach Brod mann eine rela- tive Lokalisation in Feldern mit fließenden Grenzen, wWo ein physiologischer Vorgang nicht scharf auf ein ihm allein zu kommendes Gebiet beschränkt ist, sondern wo diese Rindenfläche zum Teil auch anderen Funktionen dienen kann: Prinzip der mehrfachen funktionellen Vertretung. Weiterhin hat sich nach Zerstörung von Rindensubstanz eine weitgehende Re- stitution verloren gegangener Funktionen feststellen lassen, welche nur dadurch zustande kommen kann, daß andere Rindenteile unter zunehmender Einübung für das untergegangene Funktionsgebiet eintreten und dessen Verrichtungen übernehmen: Prinzip der e

Um wie viel weiter man hier gekommen ist, mag an einem Beispiel erläutert werden. Der Physiologe H. Munk nahm noch an, daß die Körperfühlsphäre sich vom Scheitellappen nach vorn nicht nur auf die hintere, sondern auch auf die vordere Zentral- windung des Gehirns erstrecke. Die cytoarchitektonischen Unter- suchungen von Brod mann haben aber ergeben, daß die Zen tralfurche, die Grenze zwischen beiden Windungen, auch zwei grundverschiedene Strukturgebiete voneinander scheidet, und daß diese Grenze auch durch die ganze Säugetierreihe zu verfolgen ist und sogar dort vorkommt, wo die Furche selbst fehlt. Reiz- versuche haben nun in der Tat ergeben, daß die hintere Zentral- windung psychosensorisch, die vordere psychomotorisch tätig ist.

Was noch die Hör- und Sehsphäre betrifft, so ist die Hör: Sphäre nach neueren Untersuchungen von R. O. Pfeifer in der temporalen Querwindung gelegen, die vom Pol des Schläfenlap- bens senkrecht zur Fossa Sylvii nach innen zur Insel verläuft. Die Hörstrahlung nach dieser Windung hin ist fächerförmig aufge- teilt, unten soll die Zuleitung für die tiefsten, oben für die höôch- sten Töne erfolgen. Musiker zeigen eine besonders ausgebildete Querwindung, deren lateraler Teil für die Perzeption der tiefen, deren medialer für die Perzeption der hohen Töne bestimmt sein Soll: kortikale Cochlea.

Die Anschauungen über die Ausdehnung der Sehsphäre im Hinterhauptslappen gingen früher weit auseinander. Auf Grund der Brodmannschen Untersuchungen muß man annehmen,