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Sekretionen zusammenfaßt und von dem aus die sekretorischen Nerven zu den verschiedenen Drüsen ziehen, aber durch ganz verschiedene Nerven hindurch, was man Geflecht- oder Plexus- bildung nennt. Auch von der Hirnrinde aus kann psychisch beim Anblick von etwas Schmackhaftem diese Sekretion hervorgerufen Werden; wir wissen ferner, daß neben untergeordneèten parasym- pathischen und sympathischen Zentren im Rückenmark und ver längerten Mark sich ein übergeordnetes im Zwischenhirn unter- halb des Sehhügels, des Thalamus opticus, in der Regio subthala mica und Umgegend befindet.

Die Nahrung muß aber nicht nur chemisch zerkleinert, ver- daut werden, sie muß auch in immer tiefere Abschnitte des Darms mit Hilfe seines Motors, seiner glatten Muskulatur, befördert werden. Ein wunderbar fein abgestuftes Muskelspiel hat sich hier vor dem Röntgenschirm enthüllt, ein Spiel, das durch ein lokales, soge- nanntes intramurales Nervensystem, den Auer bach schen Plexus, unterhalten wird. Aber auch dieser Motor ist doppelt von höheren Jentralstellen aus innerviert, parasympathisch und férdernd durch den Nervus vagus, sympathisch und hemmend durch den Nervus splanchnicus. Daß einem der Arger in die Gedärme fährt, also auch hier eine psychische Beeinflussung möglich ist, kann man direkt durch Stillstand der Bewegung vor dem Röntgenschirm feststellen. In Wahrheit fährt der Arger zunächst ins Blut, indem durch Reizung des Nervus splanchnicus die Nebenniere zur Ab gabe von Adrenalin ans Blut veranlaßt wird, das seinerseits den Darmstillstand hervorruft; der chemischen Reizung geht hier die Nervenreizung voraus. Die Vaguswirkung auf den Darm soll dadurch zustande kommen, daß auf Reizung dieses Nerven hin Cholin, das als Peristaltikhormon bekannt ist, gebildet wird.

Ein zentral regulierter Vorgang ist auch die Atmung. Im verlängerten Mark befindet sich ein paarig angeordnetes Atemzen- trum, es ist ein automatisches Zentrum, weil es auch funktioniert, wenn alle zuführenden Bahnen und benachbarten Zentralteile ab- getrennt sind. Dieses Zentrum sendet rhythmische Reize zu den Atemmuskeln, wodurch Ein- und Ausatmung zustande kommt. Ist das Blut reichlich mit Sauerstoff versorgt, so stellt das Zen trum seine reizbildende Tätigkeit ein und es kommt zum Stillstand der Atmung, ist das Blut mit Kohlensäure überladen, so kommt es zu stark beschleunigter und vertiefter Atmung. Es hat sich neuerdings durch die Untersuchungen von H. Winterstein