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lebenden Pumpe, des Herzens, auf dem Weg des Blutgefäh— systems geschieht.
Die den Zellen zugeführten Stoffe werden teils dem kolloid— chemischen System der lebenden Substanz eingefügt, assimiliert, teils zersetzt, dissimiliert, und die dabei mit Hilfe des Sauerstoffs freigemachte Energie— es ist im letzten Grunde Sonnenenergie — für den Lebensprozeß nutzbar verwertet. Die Dissimilations- produkte, die Schlacken des Lebensprozesses, sind mehr oder weniger Gifte und müssen daher auf dem Blutweg den Exkre- tionsorganen zugeführt und von diesen beseitigt werden. Das Ganze wird Stoffwechsel! genannt.
Eine Zentralisation bei diesem Stoffwechsel ist schon dadurch gegeben, daß alle Stoffe den groben Verkehrsweg, das Blutgefäß-, bzw. ein dazu parallel geschaltetes System, das Lymph- gefähsystem, benutzen müssen und daß ferner durch die beson- dere Anordnung der feinsten Blutgefäße, der Kapillaren, alle Zellen geradezu an die gemeinsame Quelle herangebracht sind, aus der sie ihren Bedarf schöpfen können. In ausgedehntem Maß ist dabei die Stoffaufnahme möglich, weil die Oberfläche sämtlicher Kapillaren, von denen jede nur etwa 0,5 mm lang und gar nur 0,010 mm weit ist, deren es aber éetwa 5,1 Milliarden gibt, mit etwa 80 qm 1,0 millionenmal gröber ist als die Oberfläche eines gleich langen Stückes der Körperarterie, der Aorta, aus der die Kapillaren hervorgehen. Hintereinander angeordnet würden sämtliche Kapillaren des Körperkreislaufs des Menschen ein Ka- pillarrohr von 2550 km Länge ergeben, das ist ¼16 des Erdum- fangs. Von Vorteil für die Stoffaufnahme und schlieblich auch für die Stoffabgabe ist dabei noch, daß die Strömungsgeschwin- digkeit des Blutes in den Kapillaren nur 0,8 mm pro Sekunde beträgt, während sie in den Arterien 500 mal gröher ist.
Diese Art von Nahrungsübermittlung ist das Muster einer zentralisierten Versorgung unzähliger Einzelindividuen unter Kon- trolle des Staates, Wobei besonders die Leber als Kontrollstation bei der Uberleitung der Stoffe in den großen Kreislauf funk- tioniert.
Dieser so durch die vegetativen Lebensvorgänge lebenskräf- tig und funktionstüchtig erhaltene Organismus bedarf noch der Anregungen von außen her, um mit der Außenwelt, dem Lebens- raum, von dem er abhängig ist, in Beziehung treten zu können. ber die Außenwelt orientieren ihn die Sinnesorgane, den Ver-


