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nicht vorhanden ist. Die einen sind die Bibelgläubigen sans phrase, auf gut deutsch: die ungeschminkten Bibelgläu- bigen. Sie stehen der Bibel und ihrer heiligen Geschichte gegenüber wie die Kinder dem Märchen, sie sehen Adam und Eva im Paradiese wandeln,Fundament und Eckstein, wie sie gerne sagen, ihres Glaubens ist für sie die wunderbare Geschichte, die im zweiten Artikel des Bekenntnisses zusammen- gekaßbt ist, und die Endzeit der Dinge malen sie sich aus in den Bildern der Offenbarung des Johannes. Mich mit ihnen auseinanderzusetzen, ist mir nicht gegeben. Ich mag sie nicht verletzen und hoffe, daß sie mir Gleiches mit Gleichem ver- gelten werden. Aber die Wissenschaft, um die sie sich nicht bekümmern, nicht zu bekümmern brauchen, geht den Weg, den sie gehen muß, weiter, ohne durch solche kindliche Vor- stellungen berührt zu werden.

Auf dem anderen Flügel stehen diejenigen, die sich Chri sten nennen, für deren religiöses Leben, wenn sie ein solches überhaupt besitzen, aber die Offenbarungswelt der Bibel keine Rolle spielt, weil sie ihres Geistes keinen Hauch verspürt haben. Verbindet sie somit innerlich nichts mit jenen Bibelgläubigen, so sind sie doch darin mit ihnen einig, daß ihnen die Theologie als Trägerin des Historismus ein Dorn im Auge ist. Der hohe Sinn des Wortes: Die Religion muß dem Volke erhalten bleiben, erhält in ihrem Munde den üblen Geschmack, den ihm die Freidenker aller Zeiten beige- mischt haben. Die Uhr wäre ihnen schon recht, wenn nur nicht die Unruhe darinnen wäre, und sie vergessen darüber, daß eben die Unruhe das Leben ist. Auch ihnen gilt; Ich will sie nicht verletzen. Aber ich kann ihnen den Vorwurf nicht ersparen, daß sie es besser wissen müßten, zumal grade aus ihnen die führenden Schichten unseres Volkes Zuzug erhalten. Als urteilsfähig und urteilsberechtigt kann ich sie nicht an- sprechen.

Ganz anders steht es, wo man auf den guten Willen stößt, jene Verklammerung als Tatsache anzuerkennen und Wege auf- zuzeigen, auf denen man ihrer Herr werden kann, ohne sie zu leugnen, auf denen also die Selbständigkeit der Offenbarung als einer übernatürlichen Gröbbe gewahrt bleiben soll.

Ich denke zunächst an den Höhenweg, den uns der deutsche Idealismus geführt hat, den Weg, den die