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40) Vergleiche weiter: Jeremia 30, 9 und 21 f.; II Reg. 19, 34. Dieser Erwartung des wiederkehrenden David gegenüber bedeutet die andere, dafs die Davidische Dynastie fortbestehen, daß ein Leibes- erbe Davids auf seinem Thron sitzen werde, die jüngere, die man möchte sagen rationalistisch nüchterne Fassung, bei der die er- habenen Farben des Mythos ganz verblaßt sind.

Sehe ich recht, so begegnet diese Erwartung eines Davididen, der Messiasnamen trägt, zuerst Jerem. 23, 1 und 5 f., wie denn bei Jeremia die Erwartung des Messias überhaupt gedämpft und selten ist.

Die der deuteronomistischen Bearbeitung der israelitischen Ge- schichte angehörige Nathanweissagung 2 Sam. 7, 12 ff. gehört zeitlich etwa in die gleiche Periode.

Deutlich läßt sich erkennen, wie mit dem Zusammenbruch des Staates Juda die Erwartung des Endzeitskönigs überhaupt zurücktritt, ja, wie ihr in steigendem Maße polemisch begegnet wird. Das gilt von Hesekiel: Hier strahlt die alte Erwartung zwar zunächst noch in hellem Glanz: Ez. 17, Ez. 2 1, 31 ff. Der wiederkehrende David wird erwartet(s. oben). Aber schon die Art, wie in diesen Stellen betont wird, daß es eigentlich Jahve ist, der alles tut(Ez. 3, 2; 37, 2d u. 28), sowie die Vermeidung des WortesKönig hat polemischen Klang. Und vollends in dem großen Endgemälde des Hesekiel(Aoff.) da ist der Messias verschwun- den, der König nur noch ein Schatten, dem sogar die Residenz auf dem Zion verboten wird. Sehr bezeichnend ist in dieser Beziehung die Ge- stalt, in der der Text von Sacharja 6, 9 ff. auf uns gekommen ist, jener Stelle aus einer Zeit, in der die Erwartung des Messias noch einmal mächtig aufflammt. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß der ursprüngliche Wortlaut hier gewesen ist: V. II:Vimm dir Silber und Gold und mache eine Krone und setze sie Serubabel, dem Sohne des Schealtiel, aufs Haupt. An Stelle voneine Krone hat jemand gesetztKronen, weil für sein Gefühl mindestens als gleichberechtigt neben den König der Hohepriester gehört. Es sind also zwei Kronen nötig. Einem andern aber war auch das nicht genug. Er tilgtesetee sie Serubabel uso. au /s Haupt und ersetzte das durch setee sie Josua, dem Sohn des Jehoæadale, dem Hohenpriester, aufs Haupt, so daß in dem gegenwärtigen Text zwei Kronen da sind, aber kein König mehr.

Die gleichen beiden Hände haben in den folgenden Versen ihre Spur hinterlassen. Der ursprüngliche, nur von Serubabel handelnde Text hat gelautet:

12bSiehe, da ist der Mann; Sproß ist sein Vame. Unter ihm wird es sprossen, und er wird den Tempel Jahves bauen. Der wird Majestut empfangen; er wird thronen und König sein auf seinem Thron.

Die erste Hand hat in die Weissagung hineingeschrieben:Ind zu seiner Rechten ip,(wie LXX noch gelesen hat) wird ein Priester

siteen, und ewischen ihnen beiden wird friedliches Sich-beraten sein. Die zweite Hand aber hat daszu seiner Rechten gestrichen und darüber geschrieben:auf seinem Thron, so daß auch hier der Messias buch-