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4c) Man kann einwenden, dab„Thron des David“ hier einfach als „Davidsthron“ im Sinne von„Königsthron“ zu verstehen sei, aber „über seinem Königreiche“ und:„daß er es baue und feste die Pronomina beziehen sich zurück auf den Thronenden, auf David. Er ist das Subjekt der Infinitive mit 5.
44) Diese von mir zuerst 1910 ausgésprochene Auffassung hat mir, soviel ich sehe, bisher nur Hugo Greßbmann abgenommen.
45)„Ephrat“ oder„Ephrata ist der Name einer Landschaft, deren Hauptstadt Bethlehem war(Ruth. I, 2). Daher wird Bethlehem hier als Beth-Ephrat bezeichnet. Bethlehem ist wohl eine sachlich richtige Glosse.
40) Dem Satze: xx;„ Jop fehlt das Subjekt. Es in dem darauf- folgenden Infinitiv mit) zu sehen(etwa wie ein solcher Infinitiv mit 5 in Gen. J, 26; 2 Sam. 18, 11; Josua 24, 15 Subjekt ist) und dann
zu übersetzen:„Von ihm geht aus das Herrschertum in Israel“, wird niemand empfehlen. Auch der Rhythmus zeigt, daß ein Wort fehlt. Wenn unsere Vermutung zu Gen. 49, 10(vergl. Anm. 16) auf der richtigen Spur ist, so möchte man fragen, ob nicht auch hier ein Wort dy in der Bedeutung„Neugeborener“ gestanden hat. Es würde zu dem
oy des folgenden Versgliedes einen schönen Gleichklang haben und könnte, da ein 5 folgt, leicht übersehen werden. Wem das zu kühn ist, der mag 9 ergänzen.
7)„Und der Rest seiner Brüder wird umkehren gegen die Söhne Israels“; das ist unmöglich. Ebenso aber auch„zu“ 080„den Söhnen
Israels“; denn dass Juda zu den Söhnen des Nordreichs umkehren soll, ist, wie man auch über den Ursprung dieser Weissagung denken mag, in der Niederschrift eines Judäers ungereimt. Vielleicht darf man lesen Dy. Dann spricht der Satz zunächst von der„Umkehr“, der großen
von Jesaia so oft geforderten religiösen Wendung bei den im Endzeits- sturme übrigbleibenden Judäern und fügt sodann hinzu, daß sich auch die Nordisraeliten bekehren werden; so daß der Messias über das ganze davidische Reich regiert. f
48) In dem vorliegenden Text steht in V. 3 nur:„Und sie werden sitzen.“ Da muß etwas fehlen. Es muß gesagt sein, wo sie (d. h. die Bürger der Endzeit) sitzen. Und dabei muß der Satz eine Aussage enthalten haben, die von dem Glück der Geretteten spricht. Nun findet sich 30 Zeilen weiter vorn am Schlusßs des Gedichtes Micha U, I—3, das mit Jesaia 2, 2— 1 fast wörtlich übereinstimmt, ein Vers, der, ein Idyll des bäuerlichen Einzellebens zeichnend, zu dem im übrigen von Völkern handelnden Gedicht nicht besonders gut paßt und in der Jesaia-Fassung auch wirklich fehlt. Und dieser Vers würde sich nun besonders gut in die Lücke, vor der wir hier stehen, fügen. Ist es zu kühn, wenn wir annehmen, er sei versehentlich an seinen jetzigen Ort geraten und ihn in Micha 5, 3 einfügen?


