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stäblich vom Thron geschoben wird durch den Träger der geistlichen Gewalt.

Ahnliche dogmatische Anderungen sind den Königsweissagungen auch sonst widerfahren. Vergl. z. B. Jerem. 30, 21:

Ind sein Gewalliger aus ihm(aus Jalcob) soll en ljcommen!

Ind sein Herrscher aus seiner Mitte soll er hervorgehen!

Ind ich will ihn mir nahen lassen, er soll zu mir herantreten! Ein Leser, der hier die Gerechtsame des nachexilischen Priesters ange- tastet fühlte, hat hinzugefügt: Ja, wer möchte das sein, der sein Leben daran wagen möchte, mir æu nahen! Und das ganze Stück Jerem. 33, 1116 ist im Grunde ein priesterlich ergänzender Kommentar zu Jeremia 23, 5 u. 6.

Diese Entwicklung nimmt ihren Anfang in dem stark antidyna- stischen Königsgesetz in Deut. 17 und endet im Priesterkodex, der den König bekanntlich ganz gestrichen hat und dem Hohenpriester den Königsmantel mit den Namen der zwölf Stämme umhängt und beim Tode eines Hohenpriesters eine allgemeine Amnestie erteilt.

Wie man bei diesem Tatbestand für wahrscheinlich halten kann, daf die messianischen Weissagungen, die wir besprochen haben, nicht aus dem monarchisch ver faßten vorexilischen Juda, sondern aus dem als Gemeinde organisierten, antidynastischen nachexilischen stammen, ist mir immer unerfindlich gewesen.

50) Vergleiche das in der vorigen Anmerkung gegebene Litat aus Sacharja 6. Daß Serubabel von Darius, dem I., zum mindesten abgesetzt

worden ist, es kann ihm aber auch sehr viel schlimmer ergangen sein das darf man mit Bestimmtheit annehmen. Vergl. Eduard Meyer,

die Entstehung des Judentums S. 88. 51) Diese Lesart ist wohl s vorzuziehen.

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