e 16) Soviel scheint mir sicher: das sn setzt voraus, daß vorher eine Person als Subjekt des: genannt sein muß. Damit fällt die Herder—
sche Auffassung(„bis er nach Silo kommt“) aber auch E. Königs („bis Beruhigung kommt'') hin. Die altjüdische Deutung ist sprachlich möglich. Mag man nun denken an das Hiphil von no 2 Reg. A, 28, das gewöhnlich(auch von den alten Ubersetzungen) mit Rücksicht auf Neos in V. 16 mit„täuschen“„vorspiegeln“ wiedergegeben wird, das aber im Zusammenhang wohl heifen könnte„laß mich nicht ge- bären“; oder besser an 55„herausziehen!(Ruth 2, 16). Jedenfalls zeigt das Wort mer„Nachgeburt“(Deut 28,57) und das im Talmud kür das ausgetragene neun Monate alte Embryon gebrauchte h. ee(dem das arabische Salil und vielleicht das von Zimmern mit„neugeboren“ übersetzte babylonische Sallu entsprechen), daß ein von der Wurzel „op herkommendes Substantivum mit der Bedeutung„der Neugeborene“ wohl! vorstellbar, wenn auch im K. T. nicht nachweisbar ist. Vergleiche Sellin(„Die Schiloh-Meissagung“ S. 19 ff.), dem ich nur in seiner Be- tonung des Sufkfixes i nicht beizustimmen vermag. Daß ein sonst un- gebräuchlicher, seltener Ausdruck für das Weltenkönigskind gebraucht wird, ist nicht verwunderlich, es entspricht allen andern Stellen im A. T. und außer ihm, an denen von dem Messias weissagend gesprochen wird.
17) Daß Sacharja g- 11; 13, 7-9 vorexilisch sind, ist mir trotz aller begründeten Einwände gewiß. In V. 13 „Denn icht spanne mir Judd als Bogen
Ind fülle ihn mit Ephraim. Ichi æiche deine Söhne, Jion(wie ein Scsibert aus de, Scheide): Ich mache dicht um Schwert eines Recseen.“
källt das der vorletzten Zeile angehängte„wider deine Söhne Javan'“ so auffallend aus dem Metrum, daß es als Zusatz angesehen werden muß. Die beiden Verse g, Ii u. 12 sind in sehr schlechtem Zustand überliefert(Ps am Anfang ist ohne Beziehung, die Suf fixe des Singulars wechseln sinnlos mit denen des Plurals). Die Abweichung der Septuaginta zeigt lediglich, daß auch sie sich nur durch Raten zu helfen wußten, so 0 daß man auf unsicherm Grunde baut, wenn man sich auf diese Verse und ihre vermeintliche Aussage über ein schon bestehendes Exil auch der Judäer verläßt. 5
Und vollends, daß in 9, 7 der Priesterkodex vorausgesetzt sei, leuchtet mir nicht ein. Wenn Jahwe sich über Philistäa als gebietender err erweist, so wird sich das auch in vorexilischer Zeit niemand anders haben denken können, als daß ein gründlicher Wandel in den religiösen Gebräuchen der Philister, und zwar natürlich auch in solchen, die die Speisen betreffen, vor sich geht. Der Abscheu vor Blutgenuß und 9 mancherlei„greulicher“ Nahrung sonst ist doch sicher älter als die 5 levitischen Gebote darüber in P. C.
Demgegenüber sind die positiven Anzeichen vorexilischer Her- kunft gewichtig. Daß das Nordreich neben dem Südreich besteht, dab
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