10) Die Uberlieferung schwankt zwischen oy dd id und ig. Die beiden erstgenannten Lesarten sind gut bezeugt. Vergleiche zuletzt Sellin„Die Schiloh- Weissagung S. 12, der sich für die erste und König „Die messianischen Weissagungen des Alten Testaments“ 2 S. 98, der sich kür die zweite Lesart entscheidet.
11) Vergleiche Greßbmann„Eschatologie“ S. 288, Anm. T.
12) Gunkel(Genesis S. 48 und ähnlich Holzinger bei Kautzschs, sowie König„Die messianischen Weissagungen des Alten Testaments“ 2 S. gg) urteilt kreilich: p—y»gemeint ist nicht, daß Judas Herrschaft mit dem Messias aufhört, sondern dann erst recht befestigt ist“, aber die von ihm zum Beweis zitierte Stelle Ps. 112,8, in der die durch das Akrostichon gegebene Notwendigkeit, die Zeile mit y zu be- ginnen, den Dichter zu einer stark verkürzenden Redeweise gezwungen hat, kommt gegenüber dem sonstigen Gebrauch und dem natürlichen Verständnis von»d-y nicht auf.(Vergleiche Staerk: Die Ebed-Jahwe— Lieder S. 126). Bezeichnet aber das„bis daß“ eine ausschließende Grenze, so ist damit zugleich gegeben, dasb die Konjektur pd„sein Herrscher“, die 2. B. Grehb mann gelegentlich wie eine gesicherte Lesart behandelt, kaum richtig ist. Es kann nicht gemeint sein: Juda hat die Herrschaft solange, bis sein eigener Herrscher kommt. Von dem „d- y aus ist mir überhaupt zweifelhaft, ob in dem gb ursprünglich ein Suffix der 3. Person steckt.
15)„Erst seit der Zeit Salomos wurden Pferde in größerem Maße eingeführt... In der älteren und bis in die königliche Zeit hinein war der Esel das Reittier(nicht nur des gemeinen Mannes sondern auch) der Fürsten(Judic. 10, f; 12, 1; II. Sam. 19, 27). Grebmann,„Es- chatologie“ S. 287.
1% Vergleiche II. Usener: Milch und Honig, im Rheinischen Museum kür Philologie. N. F. Bd. 57, S. 177:„Schon bei der Geburt des Dionysos hebt Philostratus es hervor, daz die Erde selbst sich an seinem Schwär— men beteiligen werde, indem sie ihm gewähre, Wein aus Wasserquellen zu schöpfen und Milch wie aus Brüsten bald aus einer Ackerscholle, bald aus einem Felsen zu ziehen.“ Xhnlich ist es, wenn von Mohammed erzählt wird:„Der ihn stillenden Frau bewirkte er reichen Segen, so daß sie zum eigenen Kind und Mohammed noch ein drittes hätte stillen können. Aber auch die Euter der Kamelin strotzten von Milch.“(Zitiert nach Wilhelm Weber, der Prophet und sein Gott, Leipzig 1925, S. 12).
15) In diesem Zuge der alttestamentlichen Eschatologie— ihrem
8 7 5— Durchzogensein von der Vorstellung üppiger Fruchtbarkeit, besonders reichen Segens an Wein und Milch— zeigt sich, daß diese Eschatologie
zu Hause ist auf dem Gebiete der vorderasiatischen Vegetationskulte, wie der des kanaanäischen Baal einer war. Israel hat diese Eschatologie vorgefunden, als es in das Gebiet der Kanaanäer einbrach. Auch die
Messiaserwartung ist also nicht urisraelitisch.


