schen Traumes von der Herrlichkeit des von Gott beauftragten Weltenherrn.
Zeiten des Niedergangs sind Zeiten der Sehnsucht. Aber diese Sehnsucht darf den Blick nicht trüben für die Möglich- keiten und für die Aufgaben der Stunde.
In der Kindheitsgeschichte Jesu, der edelsten Prägung und historischen Vergegenständlichung, die der Mythos vom Friedensreich und vom Weltenkönig gefunden hat, singen die Engel:
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„Friede auf Erden, aber nur unler den Menschen, an denen Gol Wohlgefallen hat.“
Es ist uns Uberzeugung und Erlebnis: Alles Große ist Widerfahrnis und Geschenk. Es ist aber immer zugleich auch Forderung und Aufgabe. Das gilt auch vom Weltfrieden und gerechten Regiment. Es gilt auch von dem Gegenstand der Kyffhäusersehnsucht unsrer Väter und gilt von ihm besonders, von dem Gut, dessen wir heute feiernd gedenken, der deutschen Einheit.
Anmerkungen.
1) Vergleiche: Franz Kampers, Die deutsche Kaiseridee in Prophetie und Sage. München 1896, S. 158 f.
2) Michelsen in der Zeitschrift für thüringische Geschichte I. 151 zitiert bei Kampers a. a. O.
3) Gustay von Meyern in seinem Gedicht„Kaiser Rothbart'.
) Abgedruckt im Gießener Anzeiger vom 19. Januar 1925.
) Monumenta Germaniae J. S. XVIII p. 568.
6) Deutsche Chroniken II(187) S. 167.
) Deutsche Chroniken II(187) S. 180. ia) Suet. Nero 57.
8)„Bist du emporgestiegen“: Im Bilde ist gemeint, daß der Löwe, der etwa im Dickicht des Jordan seine Beute geschlagen hat, nun auf der Hochfläche des Landes erscheint; hingedeutet wird damit auf die Herrschaft Judas von dem hochgelegenen Jerusalem aus.
9) Vergleiche: Kautzsch„Die Heilige Schrift des A. T.s“ (190 9/ o); Gunkel!„Genesis“. 3. S. 47%; Procksch„Die Genesis“ S. 269 Grebmann„Eschatologie“ S. 286; Corni l! Zeitschrift für die altt. Wiss. 191d, 108. Dagegen Eduard König„Die Genesis“ S. 749.
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