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wartet trotz ihrer naturmythologischen Farben als den König der Endzeit, als den Bringer des goldenen Zeitalters niemand anders als den historischen König David. Und es ist eine seltsame Verflechtung, daß sie das tut, obwohl sie den Kommen-— den als einen Neugeborenen, als ein Kind auf dem Arm seiner Mutter schaut.
Ganz besonders anschaulich wird uns das in der fünften Weissagung aus dem achten Jahrhundert, von der ich zu spre— chen habe, aus dem Ihnen allen bekannten Gesicht des Micha:
Aber du, Beth Ephrat s)
Du Kleinster unter den Gauen Judas,
Von dir gehi aus ein Kind 1
Ein Herrscher u werden in Israel,
Sein Irsprung ist in der Vorgeit, in unvordenlelichen Tagen.
Darum gibt er sie preis bis æu der Zeil,
Wo eine Gebäͤrende gebieri,
Wo der Rest seiner Brüder sich beleehrt,
Ind mit ihnen die Söhne Israels 470.
Ind dann sritt er hin und hütet in der HNKrafl Jahipes,
In der Hoheit des Vuamens seines Gottes Jahve.
Dann siteen sies) jeder unter seinem Meinstoche
Ind unter seinem Heigenbaum— und niemand ist, der sie schreclel!
Denn groß ist er dann
Bis æu den Enden der Erde!“
Von dem Kinde, das hier verkündet wird, heißt es:„Sein Ursprung ist in der Vorzeit, in unvordenklichen Tagen.“ Es hat also offenbar schon einmal gelebt, war schon einmal ein Kind. Die Worte, die hier gebraucht werden, stehen sonst für Urzeit, Weltenanfang. Auch hier möchte man also zu- nächst an den Urmenschen denken— aber nun wird hinzu- gefügt: daß dieses Kind gelebt hat„in den Fluren von Beth Ephrat“. Das Beth Ephrat, von dem hier gesprochen wird, ist nach I. Sam. 17, 12 die Heimat des Isai. Im Vaterhause des David also war der Kommende als Kind vor Zeiten schon einmal. Wie kann man das anders verstehen, als daß auch hier, wo genau wie in den andern Stellen vom grenzenlosen Weltreich, vom Wundersegen der Natur, von der Mutter mit dem Kinde die Rede ist, der Naturmythos in die Geschichte


