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steht, sprengen, wenn ich die Frage, wie ein solcher Urzeits- mythos entstanden sein und wie er zur Endzeitserwartung ge- worden sein mag, hier erörtern wollte.) Ich möchte auf etwas Anderes Ihre Aufmerksamkeit richten.

So sicher die naturmythologischen Farben in den pro- phetischen Gesichten des Alten Testaments das überall spürbare Ursprüngliche sind, so hat diese Eschatologie doch so, wie sie uns jetzt vorliegt, überall eine besondere, eine historische Ausprägung erfahren. Ich darf Sie bitten, sich noch einmal mit mir jene Weissagung des Jesaia von dem Gotteskind auf dem Throne zu vergegenwärtigen: da heißt es zum Schluß, nachdem wir die Wundernamen gehört haben, mit denen das Kind auf dem Throne gegrüßt worden ist(Jes. 9, 5 f.):

O groß ist die Macht. Es ist des Friedens rein linde auf dem Thron des David

Ind über seinem ganten Königreich,

Daß er es baue und feste

Durch Recht und Gerechiligheit

Von nun an in Ewiglheeit.

Auf demThron des David! wird hier nicht das Wun derkind des Endzeitsthrones, der überirdische König als der König David selbst bezeichnet?

Und wenn das an dieser Stelle noch dunkel und vielleicht bestreitbar ist,) sehr viel gewisser und deutlicher scheint es mir in Jes. II.

Hier hebt das Weissagungswort an:Es bricht auf ein schibanlees Reis aus dem Stumpfe Isdis, ein grüner Schoß aus seiner Wurzel sprießt empor.

Was ist das, ein Reis aus dem Stumpfe, aus der Wurzel des IS ai? ISai war der Vater Davids. Nun versteht man die Bilderrede dieses Wortes meist so, als werde hier ein Nach- komme Davids, ein ferner Enkel gemeint. Aber könnte man das 80 ausdrücken, wie es hier geschieht? Wer einen Nachkommen des großen Friedrich auf dem Thron erwartet, der wird doch gewiß nicht sagen:ein Reis aus dem Stumpf Friedrich Wil- helms, des I! Aber wer den großen Friedrich selber meint, der nicht wahr? Könnte in dieser Bilderrede sprechen. Das Reis aus der Wurzel Isais ist nicht ein Nachkomme Da- vids. Es ist dieser König selbst.) Die Weissagung er-