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Auf einen Zug in der vierten Ekloge muß ich nun noch einen Augenblick Ihre Aufmerksamkeit besonders lenken: Ziem- lich am Schluß heißt es, daß in Erwartung der Geburt des neuen Kons„das gewölbte Gewicht des Kosmos schwankt“. Es scheint, als ob hier aus einer Urform des Mythos der Ge- danke durchblickte, dass die Mutter Erde selbst, daß der Kos- mos seinen Erlöser gebiert.
Einen ähnlichen Mythos hat auch das Alte Testament ge- kannt und(freilich auch in letzten verhallenden Andeutungen) bewahrt: Ehe dlie Berge geboren wurden, ehe die rde, ehe Jebel s) in Wehen lag“— heißt es im 90. Psalm. Im Buche Hiob aber lesen wir einmal:(15, 7)„Bist du als der Ur- mensoh, als Adam geboren, lag die Mutier mit dir schon in ehen vor den Hügeln? Hast du im Rabe Gottes zugehört? Ind dir die Meisheit gestohlen?“
Wenn wir diesen Anspielungen nachdenken, so tritt vor uns das Bild von einem Urmenschen, dem Sohn der Mutter Erde, der vor den Hügeln geboren, sich in den Rat Gottes eingeschlichen und dort überirdische Weisheit an sich gebracht hal. An einer andern Stelle, wo auch wieder von der Erschaf- kung der Berge die Rede ist, heißt es, dals Gott selbst dem Ur- menschen seine Gedanken kund getan habe. 0% Kur: es taucht vor uns auf das Bild eines Gewaltigen der frühesten Schöpfungs- stunde, eines Giganten, der ein Halbgott und ganz etwas anderes ist, als der Adam der uns allen geläufigen, tiefen Para- diesesgeschichte. Und es wundert uns nicht mehr, daß wir diesem Ubermenschen der Urzeit später in der Apokalyptik, der Gnosis und bei den Rabbinen, ja auch im Neuen Testament. und bei den Kirchenvätern begegnen. 40)
Eine solche Gestalt, ein Urzeitkönig, der ein Halbgott ist, würde gut hineinpassen in das wunderbare Endzeitsbild des Jesaja. Das ist der Ubermensch, mit dem, wie einst der alte Weltenlauf, so nun der neue seinen Anfang nimmt, der von der wunderbaren Blumenpracht und dem Früchtesegen eines neuen Paradieses, der von dem Paradieses-Frieden der Tierwelt umgeben ist. Ein wiederkehrender Adam, der in der Endzeit die neue Menschheit heraufführt, wie er in der Urzeit die alte begonnen hat. u)
Es würde(obwohl ich gern auch auf diese Frage eine Ant- wort suchen möchte), die Spanne Zeit, die mir zur Verfügung
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