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gebierl einen Sohm; dem gibt sie den Namen:„hin Gott in unsrer Mitie“. Sahne und Honig wird er essen, bis er weiß, Böses eu verwerfen und Gules æu erwählen. Wahrlich, ehe der Habe weiß, Böses eu verwerfen und Gutes eu erwũhlen, soll das Land verödel sein, vor dessen beiden Königen dir graut.“
Das Schwierige in der Auslegung dieser Weissagung ist das: Sie gibt deutlich eine Verheißung: Die Könige, die in Waffen vor Jerusalem stehen, sollen in wenigen Jahren, in der Zeit, die nötig ist, bis ein Kind, das von seiner Mutter jetzt unter dem Herzen getragen wird, zu einem verständigen Men— schen heranwächst, dahin sein. Aber eben so deutlich sind die Worte im Ton zorniger Rede, also als eine Drohung gesprochen! Wie ist das vereinbar?
Der Prophet weist auf die Geburt eines Kindes hin: Ein Seher— so sieht er die Mutter, die dieses Kind tragen wird, gesegneten Leibes vor seinem verzückten Auge.?) Was für ein Kind? Der Name Immanuel, den ihm die Mutter gibt, heißt nicht, wie er gemeinhin gelesen wird,„Gott mit uns“ im Sinne von„Gott für uns““, sondern„ein El, ein Gott in unsrer Mitte.) Zu uns Menschen gehörig, unter uns geboren und unter uns lebend, ist dieses Kind doch von übernatürlichem Wesen.
So wie dieser Name den Erwarteten als ein Gotteskind von menschlicher Mutter bezeichnet, so muß es auch überirdisch wunderhaft gemeint sein, was von seiner Nahrung gesagt wird. Milch und Honig, in den sibyllinischen Büchern und im Buche Henoch die Speise der Seligen 20, im babylonischen Ritus die Opferspeise der Götter 2), in der griechischen Mytho- logie z. B. die Nahrung des Zeuskindes und des Knaben Diony- 808,2— diese Worte müssen für das Ohr des alten Israeliten einen Klang gehabt haben wie Nektar und Ambrosia 27). Das Kind wird ernährt mit Götterspeise. Unwillkürlich denkt man an das Himmelskind der Apokalypse, das nach seiner Geburt, um es vor dem Drachen zu retten, zu den Göttern entrückt wWird.2s) Wenn aber dann Jahre vorüber sind, dann kommt der große Umschwung in der Welt; dann stürzen die jetzt mächtigen Könige. 2)
Ist es das Kind selbst, das diesen Sieg bringt? Nein.
Wir haben noch ein Wort des Jesaia über den Immanuel, über den Messias„Gottesmensch“. Da hören wir, daß seinem Herrschaftsantritt die große Sturmflut der letzten Tage, die


